Erfahrung und Ausdruck Phänomenologie im Umbruch bei Husserl und seinen Nachfolgern
129,40 €
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
02.06.2007
Verlag
Springer NetherlandsSeitenzahl
377 (Printausgabe)
Dateigröße
2299 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9781402054341
"Erfahrung und Ausdruck" zeichnet in detaillierten Untersuchungen einen Umbruch innerhalb der Phänomenologie nach, der bereits bei Husserl einsetzt, sein eigentliches Gewicht aber erst bei späteren Nachfolgern wie Merleau-Ponty und Richir, Levinas und Waldenfels, Marion und Ricoeur erhält. Die Phänomenologie unserer Zeit hält sich kaum mehr allein an die Innenbetrachtung der Erlebnisse eines Ichsubjekts; sie kehrt vielmehr Sinnbildungsprozesse hervor, die nicht in einer Sinngebung durch das Bewußtsein aufgehen, sondern für das bewußte Subjekt unverfügbare Momente ans Licht bringen. Das führt notwendig zu einer Neubestimmung des Verhältnisses von Erfahrung und Ausdruck: Ein als Ort spontaner Sinnbildung verstandenes Erfahrungsgeschehen läßt sich nicht in ein begrifflich-kategoriales Netz vorgefundener Bedeutungen einbinden, sondern verlangt zwingend nach einem "schöpferischen Ausdruck" (Merleau-Ponty). Der so verstandene Ausdruck der Erfahrung macht wiederum eigentümliche, weil von vornherein ausdrucksbedingte Erfahrungen möglich. Die Erfahrungen, die man mit dem sprachlichen Ausdruck in der fungierenden Rede, mit der fremden Sinnesäußerung im responsiven Verhalten, mit den erzählerischen Formen in der Reflexion auf die eigene Lebensgeschichte und im Umgang mit der Literatur macht, gehören wesenhaft zu den Untersuchungsgegenständen einer Phänomenologie, die sich nicht einfach als eine Beschreibung und Zergliederung der Erlebnisse versteht, sondern Anspruch darauf erhebt, als denkerischer Ausdruck der Erfahrung zu gelten.
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