Goethes Clavigo - Die Suche nach Größe
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Erscheinungsdatum
14.04.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
127 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640591541
Regine Otto fasst mit diesen drei Worten die Einstellung eines der Kritikerlager zusammen, die Clavigo hervorgebracht hat. Die Einen halten es für ein weiteres Glanzstück des Meisters Goethe, die Anderen verurteilen Clavigo als "Quark" und ein geringerer Teil, wie Frau Otto, geben dem kleinen Trauerspiel doch zumindest eine Existenzberechtigung. Clavigo hat schon die Zeitgenossen Goethes in heftige Diskussionen verwickelt, war jedoch gleichzeitig auch das meist gespielte Theaterstück Goethes, da es sich in seiner Aufbaustruktur auf Einheit von Ort und Zeit beruft.
Doch warum schafft es ein so kleines Drama so viele verschiedene Meinungen hervor zu bringen? Liegt es an dem einfachen Aufbau des Stückes? Traut man einem Stück mit einer Entstehungszeit von kaum einer Woche weniger zu? Fehlt dem Drama der wahre Bösewicht? Oder ist alles, was von Goethe konzipiert wurde, wie Frau Otto es anmerkt, bei einem Versuch geblieben?
Aufgabe dieser Arbeit wird es nicht sein, alle Fragen zu beantworten, sondern das Stück, insbesondere die "Stück im Stück"-Szenen und die zahlreichen Antagonismen zu analysieren und vielleicht während dieser Analyse die eine oder andere Antwort zu finden. Nach einer kurzen Zusammenfassung des Drameninhalts soll eine ausführliche Analyse der Paarbeziehungen im Stück erfolgen. Ist Clavigo wirklich der Gegenspieler Beaumarchais'? Ist Beaumarchais nicht viel eher der Gegenpart zu Carlos, da sie Beide als die Handelnden des Stücks angesehen werden können? Oder ist Carlos, wie von manchen Kritikern behauptet, nur Sprachrohr von Clavigo? Wieso kann man weder Clavigo noch Carlos als wirkliche Bösewichte ansehen und was für eine Freundschaft verbindet die Zwei? Am Ende dieses Abschnitts möchte ich noch auf die zwei unterschiedlichen Frauenrollen zu sprechen kommen, besonders auf die Ähnlichkeit zwischen Clavigos und Maries Verhalten.
Im Anschluss werde ich die zwei Theaterszenen im Stück betrachten, da dies von Goethe ein beliebtes Motiv zu sein scheint, wie auch anhand von Stella im Seminar bewiesen wurde.
Den Abschluss soll eine Zusammenfassung der Ergebnisse bilden, die auf die, in dieser Einleitung formulierten, Fragen womöglich Antworten finden kann und einen Eindruck von der wahren Theatertauglichkeit vermitteln soll.
* Otto, Regine: Clavigo. In: Goethe-Jahrbuch, Bd.90. 1973, S.27
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