Die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland mit Blick auf den Kündigungsschutz für Arbeitnehmer und Arbeitskosten
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
19.12.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
99 (Printausgabe)
Dateigröße
994 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638333184
Jahren an Intensität gewonnen. Produkte und Technologien stehen heute
nicht mehr nur im Wettbewerb auf den heimischen Märkten, sie müssen
sich auch der internationalen Konkurrenz auf den Weltmärkten stellen.
Durch die sich ausbreitende Globalisierung sowie die europäische Integration
wächst der Druck auf den Standort Deutschland, sich gegenüber
der ausländischen Konkurrenz zu behaupten.
Seit dem 01.Mai 2004 hat die Europäische Union zehn neue Mitgliedstaaten,
vorwiegend in Osteuropa. Dadurch wird zusätzlicher Druck auf
den heimischen Standort ausgeübt. Nicht zuletzt durch eine Vielzahl von
Unternehmen, die ihre Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, liegt in
Deutschland die Zahl der Arbeitslosen bei über 4,3 Millionen.
Da die internationale Wettbewerbsfähigkeit durch viele Faktoren bestimmt
wird - neben nichtpreislichen Merkmalen wie Kundenservice und
Lieferpünktlichkeit spielen Preis- und Kostenfaktoren eine große Rolle -
stellt sich die Frage, wo angesetzt werden muss um die Situation auf dem
Arbeitsmarkt zu verbessern und den Standort Deutschland wieder attraktiver
zu machen.
Als wichtige Faktoren der Wettbewerbsfähigkeit sind der Kündigungsschutz
für Arbeitnehmer sowie die Arbeitskosten eines Standortes zu
nennen.
Aus einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft unter mittelständischen
Unternehmen mit zehn bis einschließlich 249 Beschäftigten
geht hervor, dass 70 Prozent der Mittelständler wegen des Kündigungsschutzes
darauf verzichten, ihr Personal aufzustocken, obwohl sie eigentlich
Bedarf haben. Neun von zehn Betrieben sind davon überzeugt, dass
Kündigungsschutzprozesse vor dem Arbeitsgericht unkalkulierbare finanzielle
Folgen hätten und 80 Prozent der befragten Unternehmer erklären,
wegen der Berücksichtigung sozialer Kriterien bei Kündigungen oft Leistungsträger
zuerst entlassen zu müssen.1
Häufiger noch als die Regelungen des Kündigungsschutzrechtes werden
die Arbeitskosten in Deutschland als Standortnachteil genannt. Über
80 % der Unternehmen geben nach einer Umfrage des DIHK an, dass die hohen Lohnkosten und vor allem die in den letzten Jahren stark angestiegenen
Lohnzusatzkosten die Einstellung zusätzlichen Personals vereiteln.
Neben der schwachen Auftrags- und Ertragslage geben die befragten
Unternehmen folgende Gründe für das Nichteinstellen von Personal an: [...]
1 Vgl. Janßen, (2004), S. 10
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