Vernichtung "lebensunwerten" Lebens während des Dritten Reichs
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
31.10.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
159 (Printausgabe)
Dateigröße
2376 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638433969
Die tatsächliche ,Vernichtung lebensunwerten Lebens' zwischen 1939 und 1945 ist der Höhepunkt rassenhygienischen Denkens, dem eine Vielzahl von Maßnahmen zur Abwertung, Ausgrenzung und Diskriminierung von behinderten und kranken Menschen vorausging (vgl. Siemen 1999, 15). Dass die Nationalsozialisten bei der Durchführung der Sterilisierung ,erbkranker' Menschen zunächst in der Bevölkerung nur auf geringen Widerstand trafen, scheint aus dem heutigen Verständnis heraus nicht fassbar. Betrachtet man jedoch die rassenhygienische Entwicklung, so wird das Handeln der Menschen nicht verständlicher, aber es erscheint aus ihrer Sicht logisch. Die Verhinderung von ,lebensunwerten Lebens' wurde nicht nur allgemein in der Bevölkerung begrüßt, sondern auch die Einrichtungen der Behindertenpflege befürworteten die Einführung des ,Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses'. Dieser Unterstützung konnte sich Hitler bei der Ermordung des ,lebensunwerten Lebens' nicht sicher sein, weshalb er versuchte, die Morde zu verheimlichen.
Die Ausgrenzungspolitik der Nationalsozialisten implizierte die Unterscheidung zwischen ,normalen' und ,unnormalen' Menschen. Inwiefern diese Differenzierung in der Zeit der Pränataldiagnostik relevant ist, wird am Ende der Arbeit diskutiert.
Bei der Auseinandersetzung mit diesem emotional geladen Thema ist es nicht einfach, persönliche Wertungen außen vorzulassen. Die Verfasserin bemühte sich jedoch, auf eigene Stellungnahmen zu verzichten, um eine objektive Darstellung der Ereignisse zu gewährleisten.
In der vorliegenden Arbeit werden Namen von Ärzten, Pfarrern, Politikern und Privatpersonen genannt, um kontextbezogene Sachverhalte zu verdeutlichen und zu erklären.
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