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Produktbild: Dynamik der Gewalt

Dynamik der Gewalt Eine mikrosoziologische Theorie

Aus der Reihe Hamburger Edition
1

15,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

18.10.2012

Verlag

Hamburger Edition HIS

Seitenzahl

740 (Printausgabe)

Dateigröße

13269 KB

Übersetzt von

Richard Barth + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783868545258

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Produktdetails

Format

PDF

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

18.10.2012

Verlag

Hamburger Edition HIS

Seitenzahl

740 (Printausgabe)

Dateigröße

13269 KB

Übersetzt von

  • Richard Barth
  • Gennaro Ghirardelli

Sprache

Deutsch

EAN

9783868545258

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Ganz schwache Füsse,

Bewertung aus Ried im Innkreis am 09.12.2021

Bewertungsnummer: 1620777

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

haben seine Theorien und Ansichten. Bereits in der Einleitung widerspricht sich der Autor selbst, da er postuliert, dass Gewalt nur dann exzessiv angewendet wird, wenn Personen in der Nähe sind, die den Kampf beenden können. Dabei zeigt ein 50er Jahre Photo zwei bürgerliche Kämpfer, von denen sich die Umstehenden distanzieren, und auch eigene Erfahrung des Autors spiegelt wider, dass eine gewisse, sozial höher stehende Schicht vor einem Theater zurückweicht vor zwei schlägernden Clochards. Andererseits zeigt eine weitere Photographie eines Tumultes innerhalb des türkischen Parlaments eingreifende Abgeordnete, wobei man nicht erkennen kann, ob die Streithähne aufeinander losgegangen sind, weil sie wussten, dass andere beschwichtigend eingreifen würden, oder ob es nicht doch in eine Massenschlägerei ausartet, die Collins nur in Spielfilmen falsch dargestellt wirder finden will. Der Autor neigt auch dazu, anderen Forschern eine Diffusität ihrer Argumente vorzuhalten, bleibt aber selbst oft stabiler Grundlagen müssig. Wer zudem John Keegan als Vorreiter der faktenbasierten Kriegs- und Konfliktforschung bemüht, sein Werk "Das Antlitz des Krieges" lobt,weil Keegan Veteranen zugehört hat, dann ist das nur peinlich. Etwas flacheres als Keegan habe ich bisher zur Konfliktforschung nicht gelesen. Da empfehle ich Herfried Münkler, der den 30 jährigen Krieg und den grossen (1. Welt-) Krieg monographisch aufgearbeitet hat, und Quellen einfliessen lässt, wie z.B. das Kriegstagebuch des schottischen Offiziers Munroe, in der Gewaltanlass und -verlauf in knapper Form so überzeugend dargestellt sind, vielleicht weil von einem Politikwissenschaftler verfasst und nicht von einem ausschweiffenden Soziologen. Gerade der Autor betont, dass Kämpfe in der Regel sehr kurz sind (Ausnahme Stalingrad u.a.), die Kriegstagebücher sprechen eine ganz andere Sprache, von 10 stündigen Gefechten, drei Tage hintereinander, und Schild an Schild Gedränge bis zur totalen Erschöpfung. Auch auf You Tube (das Buch ist 2008 erschienen, kann man also vom Autor nicht verlangen) gibt es fight to death videos, wobei der bewusstlose Gegner noch Tritte gegen den Kopf erhält, passen nicht zu seiner Behauptung, dass Gewalt extrem selten wirklich stattfindet, sondern sich in Drohungen und Bluffen auflösen. Soziologisch bedeutend überzeugender ist die Gewaltforschung im Werk "Die Macht der Kränkung" von Joachim Bauer (glaube ich war der Autor). Sich da mit dem schon in der Einleitung ermüdenden und bornierten Schreibstil durch das über 700 Seiten dicke Traktat zu kämpfen, werde ich mir nicht antun.

Ganz schwache Füsse,

Bewertung aus Ried im Innkreis am 09.12.2021
Bewertungsnummer: 1620777
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

haben seine Theorien und Ansichten. Bereits in der Einleitung widerspricht sich der Autor selbst, da er postuliert, dass Gewalt nur dann exzessiv angewendet wird, wenn Personen in der Nähe sind, die den Kampf beenden können. Dabei zeigt ein 50er Jahre Photo zwei bürgerliche Kämpfer, von denen sich die Umstehenden distanzieren, und auch eigene Erfahrung des Autors spiegelt wider, dass eine gewisse, sozial höher stehende Schicht vor einem Theater zurückweicht vor zwei schlägernden Clochards. Andererseits zeigt eine weitere Photographie eines Tumultes innerhalb des türkischen Parlaments eingreifende Abgeordnete, wobei man nicht erkennen kann, ob die Streithähne aufeinander losgegangen sind, weil sie wussten, dass andere beschwichtigend eingreifen würden, oder ob es nicht doch in eine Massenschlägerei ausartet, die Collins nur in Spielfilmen falsch dargestellt wirder finden will. Der Autor neigt auch dazu, anderen Forschern eine Diffusität ihrer Argumente vorzuhalten, bleibt aber selbst oft stabiler Grundlagen müssig. Wer zudem John Keegan als Vorreiter der faktenbasierten Kriegs- und Konfliktforschung bemüht, sein Werk "Das Antlitz des Krieges" lobt,weil Keegan Veteranen zugehört hat, dann ist das nur peinlich. Etwas flacheres als Keegan habe ich bisher zur Konfliktforschung nicht gelesen. Da empfehle ich Herfried Münkler, der den 30 jährigen Krieg und den grossen (1. Welt-) Krieg monographisch aufgearbeitet hat, und Quellen einfliessen lässt, wie z.B. das Kriegstagebuch des schottischen Offiziers Munroe, in der Gewaltanlass und -verlauf in knapper Form so überzeugend dargestellt sind, vielleicht weil von einem Politikwissenschaftler verfasst und nicht von einem ausschweiffenden Soziologen. Gerade der Autor betont, dass Kämpfe in der Regel sehr kurz sind (Ausnahme Stalingrad u.a.), die Kriegstagebücher sprechen eine ganz andere Sprache, von 10 stündigen Gefechten, drei Tage hintereinander, und Schild an Schild Gedränge bis zur totalen Erschöpfung. Auch auf You Tube (das Buch ist 2008 erschienen, kann man also vom Autor nicht verlangen) gibt es fight to death videos, wobei der bewusstlose Gegner noch Tritte gegen den Kopf erhält, passen nicht zu seiner Behauptung, dass Gewalt extrem selten wirklich stattfindet, sondern sich in Drohungen und Bluffen auflösen. Soziologisch bedeutend überzeugender ist die Gewaltforschung im Werk "Die Macht der Kränkung" von Joachim Bauer (glaube ich war der Autor). Sich da mit dem schon in der Einleitung ermüdenden und bornierten Schreibstil durch das über 700 Seiten dicke Traktat zu kämpfen, werde ich mir nicht antun.

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Dynamik der Gewalt

von Randall Collins

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  • Produktbild: Dynamik der Gewalt
  • Inhalt Kapitel 1 Die Mikrosoziologie gewaltsamer Konfrontationen Teil I Gewalt und ihre schmutzigen Geheimnisse Kapitel 2 Konfrontationsanspannung und fehlende Gewaltkompetenz Kapitel 3 Vorwärtspanik Kapitel 4 Angriff auf den Schwachen I: Häusliche Gewalt Kapitel 5 Angriff auf den Schwachen II: Drangsalieren, Straßenraub und bewaffnete Überfälle Teil II Gesäuberte und inszenierte Gewalt Kapitel 6 Inszenierung fairer Kämpfe Kapitel 7 Gewalt als Vergnügen und Zeitvertreib Kapitel 8 Gewalt im Sport Teil III Zur Dynamik und Struktur von Gewaltsituationen Kapitel 9 Wann Gewalt ausbricht und wann nicht Kapitel 10 Die Minderheit der Gewalttätigen Kapitel 11 Gewalt als Dominanz der emotionalen Aufmerksamkeit Kapitel 12 Epilog: Schlussfolgerungen für die Praxis Bibliographie Register