Zitat
"Ein Muttermonolog über Gott, die Welt und die Kinder, ungeniert, unsentimental und unduldsam"
(Frankfurter Rundschau, Literatur Rundschau, Beilage, 19.10.2005) "Sie rührt den Leser und stößt ihn ab, sie erregt Mitleid und Widerwillen. Ihre Widersprüche machen diese alte Frau zu einer interessanten Figur der Literatur."
(Ursula März, DeutschlandRadio, 29.8.2005) "Die 1960 in Graz geborene Autorin hält sprachlich und in den Denkbildern die Innenperspektive der alten Frau absolut glaubwürdig durch.
...eigentlich sind die Gedankenschleifen der alten Frau nichts anderes als eine Kompilation der hohen Folgekosten dieses verfehlten "Antriebs" für Leib und Leben und Seele. Und das zischen den Zeilen und Gedanken sichtbar zu machen, gelingt Gabriele Kögl absolut überzeugend."
(Evelyne Polt-Heinzl, Die Presse, 19.11.05) "... diese Gratwanderung des Humors über Abgründe des Traumas, vorgetragen in vollkommener Harmonie von Ton und Klangfarbe. In der Musik nennt man das auf englisch "perfect pitch".
(Ruth Klüger, Laudatio zum Brentano-Preis) "Es geht ums Leben, Dorfleben im beginnenden 3. Jahrtausend, die Veränderungen der Werte. Und das aus der Sicht einer Frau, Mutter, die sich nie aus dem Dorf wegbewegte und die beklagt, dass ihre Kinder dies sehr wohl taten. Das daraus kein Sentimentales Lamentieren geworden ist, zeugt von der Könnerschaft der Autorin."
(Buchkultur Österreich Spezial, Oktober 2005) "Der Roman unterweist uns in einer rar gewordenen Kunst: Zuhören mit dem einzigen Zweck, einen anderen Menschen zu verstehen."
(Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland, 19.-23.10.2005) "Es ist bewundernswert, wie Gabriele Kögl...diese schwierige Rollenprosa meistert: ohne Herablassung, ohne inlandethnologisches Kolorit, unbarmherzig, genau...Ein ganz und gar ungemütliches Buch - aber grosse und deshalb auch befreiende Literatur."
(NZZ am Sonntag, 16.10.2005) "Gabriele Kögl stützt sich in der Technik dieses Selbstgesprächs merklich auf die österreichische Tradition, mehr auf Marlene Streeruwitz als auf Elfriede Jelinek, behält aber ihre eigene Stimme. So wird das Lamento der Bäuerin zum guten Teil ein treffend naturalistischer Befund über den Zustand der tiefen Provinz in der neuesten Zeit."
(Franz Haas, Neue Zürcher Zeitung, 11.2.2006) "Kögl ist es in diesem Buch gelungen, die Reibeflächen zwischen Liebe und Verletzung, zwischen Enttäuschung und hohl gewordenen Werten transparent zu machen. Klischees drückt sie dabei aus, dass es eine Freude ist. Ohne den Mythos vom Eigenen und Fremden neu zu spinnen, wird in diesem Mutter-Blues das latent Pathologische in den Vordergrund gerückt. Kögl arbeitet subtil, ironisch und lässt mit der Raffinesse der Pathoslosigkeit die changierenden Facetten der Aus- und Aufbrüche vor dem Hintergrund einer engen Gedankenflucht souverän offenkundig werden. Aber nichts ist unversöhnlich, deshalb heißt es auch am Schluss: "Schwamm drüber, nach so langer Zeit."
(Maria Renhardt, Die Furche, 13.2.2006) "Gabriele Kögl leiht dieser Alten eine bei aller Rauheit wunderbar geschmeidige Sprache. Mit dieser Klagerede schreibt sie die österreichische Heimatliteratur der 70er Jahre mit neuen, beeindruckenden Mitteln fort."
(Beat Mazenauer, Volltext, 1/2006)