In den dunklen Wäldern des nordschwedischen Ångermanlands verschwindet die 14-jährige Emily spurlos. Zwischen ihr und der blutigen Enthauptung eines Mannes scheint es eine grausige Verbindung zu geben. Das Stockholmer Ermittlerteam um Paul Hjelm und Kerstin Holm stößt auf Spuren, die ins Internet führen - mitten hinein in einen perfiden Kampf zwischen Gut und Böse.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Elke
aus Heiligenhaus
5/5
24.07.2023
eBook (ePUB)
Spannend !!!
Band 8 der Reihe um das zusammengewürfelte A-Team, welches Verbrechen von internationalem Charakter aufklärt, ist ganz schön harter Tobak. Natürlich sind auch hier wieder mehrere Teil-Fälle miteinander verwoben, so dass anfangs kleine 2-Mann-Teams und später irgendwie doch wieder alle miteinander in dem gleichen Fall ermitteln.
Ich mag den Schreibstil des Autors. Er schreibt in meinen Augen ganz besonders, denn sein Detailreichtum besteht nicht in einfachen Beschreibungen der Szenerie, der Umgebung oder der Personen, Arne Dahl geht immer in die Tiefe, lässt uns Leser teilhaben am Innenleben der Ermittler, ihrer Vergangenheit, ihren Problemen, ihren Gedanken und nicht zuletzt an ihren inneren Kämpfen.
Eigentlich glauben wir, beim 8. Band angelangt, die ermittelnden Personen inzwischen ganz gut zu kennen, aber immer wieder erfahren wir noch ein wenig mehr. Und allesamt sind sie Menschen, mit Fehlern, Schwächen, aber auch einer Menge guter Eigenschaften und Potential. Und es ist schön zu sehen, wie sie auch ihre eigenen Probleme auf die eine oder andere Weise auf die Reihe bekommen.
Äußerst spannend, aber auch mit so einigen Wendungen, ist dies wieder ein Band, der mitreißt und in Atem hält. Ich gebe 88/100 bzw. 09/10 Punkte.
KimVi
aus Niedersachsen
5/5
21.05.2019
Buch (Taschenbuch)
Es handelt sich bereits um…
Es handelt sich bereits um den achten Fall der Stockholmer Spezialeinheit. Um einen vollständigen Überblick über die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der A-Gruppe, private und berufliche Hintergründe der Mitglieder und bereits abgeschlossene Fälle zu bekommen, empfiehlt sich natürlich die Lektüre der vorangegangenen Fälle. Denn mit diesem Hintergrundwissen fällt der Einstieg in die Handlung sicher bedeutend leichter. Ich selbst habe leider nicht die gesamte Serie verfolgt, sondern bisher nur den siebten Fall "Totenmesse" gelesen. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann aber durchaus jeder Fall separat gelesen werden. Arne Dahl verwendet auch in diesem Fall verschiedene Handlungsstränge, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben und zunächst verwirrend erscheinen. Dennoch ist die Handlung spannend und verführt zum Weiterlesen, da man unbedingt erfahren möchte, was hinter dem Verschwinden der 14-jährigen Emily steckt, wie die dort wohnenden Pädophilen ins Bild passen und welchen Hintergrund der Mord mit der Klaviersaite hat. Die Einsicht in die Denkweise eines Pädophilen und seine Aussagen der Polizei gegenüber, lösen beim Lesen Ungläubigkeit, Wut und Betroffenheit aus und regen sehr zum Nachdenken an. Die Fahrzeuge mit den baltischen Kennzeichen geben zusätzliche Rätsel auf und auch der Elektriker Steffe Willner, der versucht einen bei Ausgrabungen entdeckten Sarg an geheimnisvolle Auftraggeber zu verkaufen, scheint nicht recht ins Bild zu passen. Dennoch schafft es Arne Dahl, die losen Handlungsfäden miteinander zu verbinden und zu einem gelungenen und stimmigen Abschluss zu kommen. Durch die verschiedenen Blickwinkel auf die Handlung, bleibt der Krimi bis zum Schluss sehr spannend. Das Ende ist kaum vorhersehbar und liefert schlagartig die verborgenen Zusammenhänge.
TochterAlice
aus Köln
4/5
22.07.2018
Buch (Taschenbuch)
Ein Mädchen verschwindet auf…
Ein Mädchen verschwindet auf einer Klassenfahrt: die Umgebung reagiert ausgesprochen unterschiedlich darauf. Eine große Suchaktion wird eingeleitet, die von einigen zum schnellen Sex, von anderen zum Biertrinken genutzt wird. Natürlich gibt es auch Personen im Umfeld von Emily - Mitschüler, deren Eltern, Lehrer - die sich ernsthaft Sorgen machen. Die ersten Momente und Stunden nach dem Verschwinden eines Teenagers werden mitreißend geschildert - es kommt sehr gut rüber, wie unterschiedlich die Umgebung reagiert - die Suche nach dem Kind wird durchaus nicht sofort von jedem ernst genommen. Das Stockholmer A-Team übernimmt den Fall und es offenbaren sich wahre Abgründe: neben drei lokalen aktenkundigen Verdächtigen gibt es vielfältige Verstrickungen und Verzahnungen - patchworkartig tauchen Einzelteilchen auf, die zum Ende hin immer enger miteinander verwoben werden, bis sie ein einheitliches Bild ergeben. Wie immer bei Dahl spielen die persönlichen Belange - Probleme und positive Entwicklungen - imLeben der Ermittler durchgehend eine große Rolle - das gesamte Erzählkonzept ist davon durchdrungen. Da das A-Team aus 7 aktuellen Mitgliedern - dazu kommen noch Ehemalige wie Paul Hjelm sowie Kollegen aus dem weiteren Umfeld - besteht, ist es für den Leser gelegentlich ein wenig mühselig und umständlich, diese detaillierten Entwicklungen zu verfolgen. Andererseits sind regelmäßige Leser wie ich schon gespannt darauf, zu erfahren, wie Lisa mit ihrer gewaltätigen Neigung umgeht, wie es bei Sarah und Jorge läuft, was bei Kerstin los ist und, und, und... Trotzdem ist das Eingehen auf die Persönlichkeit so vieler Figuren für mich eher eine der wenigen Schwächen der Dahl'schen Erzählkunst. Dieser Band zeigt einen neuen Aspekt von Arne Dahls Facettenreichtum auf - nach Neonazis, Banküberfällen, dem Einschleichen in die Herzen von Mitarbeitern des A-Teams und so weiter geht es nun - nicht zum ersten mal, doch unter völlig neuen Vorzeichen - um Kindes- bzw. Teenager-Mißbrauch. Natürlich tun sich unerwartete Abgründe und Verbindungen auf, mit denen der Leser niemals gerechnet hätte: dies wiederum ist als eine der zahlreichen Stärken von Dahl hervorzuheben. Der Autor offenbart in "Dunkelziffer" die bekannte sprachliche Vielschichtigkeit, die allerdings von Roman zu Roman ausgefeilter daherkommt. Insgesamt wirkt dieser Roman sehr düster und traurig, doch die bekannt originellen stilistischen Wendungen des Autors, die auch in der Übersetzung gut rüberkommen, lassen den Leser gelegentlich schmunzeln. Für Neueinsteiger sicherlich keine leichte Lektüre, doch es lohnt sich! Dahls Werke sind ein Highlight skandinavischer Kriminalliteratur und wer hier einmal Blut geleckt hat, der bleibt dabei!
Bewertung
aus Bielefeld
4/5
26.11.2015
Buch (Taschenbuch)
Dunkelziffer
Die Stockholmer Sonderermittlungsgruppe, das A-Team, wird zu Hilfe gerufen, als die 14-jährige Emily bei einer Klassenfahrt im schwedischen Wald verschwindet. Schon bald kommt die Frage auf, warum eine Klassenfahrt ausgerechnet in ein Gebiet führt in dem es von polizeilich bekannten Pädophilen nur so wimmelt? Wer suchte dieses verlassene Gehöft im Wald aus? Und, wenn Emily einem Verbrechen zu Opfer fiel, warum nahm sie ihr Tagebuch und ihr Handy mit? Emilys Mutter fand keinen rechten Zugang zu ihrer schwierigen Tochter, Freundschaften gab es auch keine. Ein besonderes Augenmerk richtet sich schon bald auf das Internet. Ein groß angelegter Pädophilenring treibt sein Unwesen.
Arne Dahl schreibt mit einer Spannung, die unter die Haut geht. Auch wenn die pädophilen Neigungen nicht im Einzelnen beschrieben werden, so reicht schon der Gedanke daran, dass es einem kalt den Rücken runterläuft. Die gesamte Handlung ist von Sexualität gekennzeichnet, auch die Beamten der Ermittlergruppe haben ihre eigenen Erfahrungen damit gemacht. In immer wiederkehrenden Rückblenden wird es angedeutet. Wenn man - wie ich - zum ersten Mal ein Buch des A-Teams liest, fällt es schwer, die Hintergründe der handelnden Polizeibeamten zu erfassen. Genauso viel Raum wie für die Ermittlung des Falles wird den Personen der Ermittlungsgruppe eingeräumt. Diese Rückblenden sind für mich sehr verwirrend, eine Bereicherung sind sie wahrscheinlich nur für eifrige Serienleser des A-Teams.
Die Art der polizeilichen Ermittlungsarbeit ist sehr unkonventionell. Durch ihre Eigenbrödelei und Alleingänge ergeben sich erst gefährliche Situationen. Auch einige Vernehmungen entsprechen nicht polizeilichen Richtlinien. Es ergibt sich die Frage, wieweit eine Vernehmung gehen darf um Informationen zur Rettung von Menschenleben zu erhalten. Ist Selbstjustiz zur Bestrafung von Pädophilen gerechtfertig?
Die Handlung findet nur in Schweden statt, Schweden untereinander sprechen miteinander. Dennoch wurde in der Übersetzung in den meisten Fällen das "Sie" benutzt. Das ist schade, das typisch schwedische wurde damit aus der Geschichte genommen.
Ein besonderes Lob geht jedoch an die Titelwahl und das Buchcover. Ohne die Inhaltsangabe zu lesen, erkennt man sofort worum es in diesem Krimi geht.
Sandra Enzler
aus Bern
4/5
25.10.2011
Buch (Taschenbuch)
Verschiedene Handlungsstränge versprechen Spannung
Geschickt erzählt Arne Dahl hier verschiedene Fälle nebeneinder her, was das ganze natürlich extrem spannend macht.
Das Tolle an dem Krimi ist, dass im Team ermittelt wird.
Dunkelziffer ist unterhaltsam, aber auch einfach gestrickt.
Auf jedenfall bietet er Spannung vom Anfang bis zum Ende...
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