Sie war die Muse Claude Monets. Er war ihr Schicksal. Der bewegende Künstler-Roman über Claude Monet und Camille Doncieux. Frankreich, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein gealterter Claude Monet blickt auf sein Leben zurück und erinnert sich: Eben setzt die Dämmerung ein, als ihn der Schein einer Schaufensterlampe in eine Pariser Buchhandlung lockt. Dort sieht er sie zum ersten Mal: Camille Doncieux, das Mädchen aus reichem Hause. Monet ist noch unbekannt und bettelarm, aber er weiß, dass er sie malen muss, wieder und wieder. Camille steht ihm Modell, wird seine Muse - und schließlich die Liebe seines Lebens. Für Monet gibt Camille alles auf, glaubt an ihn und seine Malerei wie niemand sonst. Doch statt des schillernden Lebens der Bohème erwarten sie Entbehrungen und Einsamkeit, wenn Monet über seine maßlose Leidenschaft für die Malerei alles andere vergisst. Und so wird ihre Liebe auf mehr als eine harte Probe gestellt. Stephanie Cowell, selbst Tochter zweier Künstler, hat mit ihrem wunderbar atmosphärischen Künstler-Roman dem bekanntesten Vertreter der impressionistischen Malerei, Claude Monet, und seiner großen Liebe ein schillerndes Denkmal gesetzt. Sie werden die Gemälde des Malers nach dem Lesen dieses Romans mit anderen Augen betrachten. Die Frau im grünen Kleid von Stephanie Cowell: als eBook erhältlich!
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Die Entstehung des Impressionismus...
Bewertung am 25.05.2020
Bewertungsnummer: 381110
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Stephanie Cowell hat mit "Die Frau im grünen Kleid" eine leidenschaftliche, detallierte Künstlerbiografie geschrieben, die Claude Monet ab seinen siebzehnten Lebensjahr begleitet und so einen neuen Einblick in dessen Leben zeigt, da man für gewöhnlich ihn nur als alten Seerosen malenden Mann kennt.
Jedoch war er eine starke Persönlichkeit, ein frecher junger Mann, der gerne mit Frauen flirtete und alles für seine Kunst tat. Der Einblick in seine Künstlerkreise ist spannend und man erhält beinahe beiläufig einen Überblick über bekannte Personen dieser Zeit. Doch hauptsächlich geht es um die tiefe Liebe zwischen Claude und Camille, die für ihren Mann ihre Träume aufgab, um ihn das Malen zu ermöglichen. Beide durchlebten ein auf und ab in ihrer Beziehung, was sie nur noch mehr zusammenschweißte, bis sie schließlich früh verstarb. Uns bleiben vor allem die Bilder zurück, die Claude Monet von Camille malte, so wie er sie sah und die Momente, die er festhalten wollte.
Die Liebe der Camille Doncieux
Dreamworx aus Berlin am 21.03.2020
Bewertungsnummer: 1305904
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
1857. Der 17-jährige Claude Monet möchte das Geschäft seines Vaters in Le Havre nicht übernehmen, sondern lieber Bilder auf Leinwände bannen, denn die Malerei ist seine Leidenschaft. Als seine Mutter verstirbt, kehrt er seiner Heimat den Rücken und zieht der Kunst wegen nach Paris, wo er sich mehr schlecht als recht durchschlägt, doch viele andere Künstler wie Pissaro, Renoir, Sisley, Bazille und Manet kennenlernt und mit ihnen eine Gemeinschaft bildet. Als er 1866 Camille Doncieux begegnet, verliebt er sich sofort in sie, doch diese ist bereits verlobt. Camille entstammt einer wohlhabenden Familie und die Beziehung zu Claude wäre nicht standesgemäß. Aber Camille hat ihr Herz ebenfalls an Claude verloren und bricht mit ihrer Familie für ein Leben an Monets Seite. Das Leben ist hart, denn sie leben an der Armutsgrenze. Claude lebt für seine Malerei und verweist Camille damit auf den zweiten Platz in seinem Herzen, wobei sie ihm als Modell und Muse zur Verfügung steht…
Stephanie Cowell zeichnet mit „Die Frau im grünen Kleid“ auf wunderbare Weise das Leben des impressionistischen Malers Claude Monet nach und vermischt belegte historische Fakten mit Fiktion auf so geschickte Weise, dass man als Leser nicht nur dem künstlerischen Genie, sondern auch seine Persönlichkeit hautnah kennenlernen und seiner Leidenschaft nachspüren darf. Der flüssige, farbenprächtige und gefühlvolle Erzählstil lässt den Leser eine Reise in die Zeit Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts antreten und die harte Welt eines bildenden Künstlers miterleben, der sich in seinen Bildern offenbart und doch zu Lebzeiten nicht verstanden wurde, geschweige denn davon leben konnte. Der Leidenschaft und Exzentrik des Künstlers hatte sich alles unterzuordnen, das muss Camille am eigenen Leib erleben, denn es ist nie genug Geld für Essen, Wohnen und etwas Komfort da. Die Liebe Camilles zu Monet ist tief, aber auch von vielen Entbehrungen geprägt, denn sie kann mit der Malerei ihres Mannes nicht in Konkurrenz treten. Das gemeinsame Leben mit Camille und die Liebe zu ihr spiegeln sich in jedem seinen Bildern wieder, mal ist Camille die strahlende „Frau im grünen Kleid“, dann wiederum zeigt er seine Liebe zu ihr in den zarten Tönen seiner ausdrucksstarken Seerosenbilder oder dem eigenen Garten in Giverny. Auch wenn seine Kunst ihn völlig vereinnahmt und an Besessenheit grenzt, besitzt Monet auch eine große Leidenschaft für seine Frau Camille, die er ihr im realen Leben vielleicht nie so zeigen konnte und um die sie all die Jahre so gekämpft hat. Camille war seine Stütze, seine Inspiration und seine Seele – sie leuchtet aus jedem Farbpigment seiner Bilder.
Die Charaktere wurden von der Autorin glaubwürdig zum Leben erweckt und geben dem Leser die Möglichkeit, sie zu begleiten und die Facetten ihres Wesens zu studieren. Monet ist ein leidenschaftlicher, egoistischer und besessener Mann, der sein ganzes Herz in seine Kunst legt und nie aufgibt, die Anerkennung als Maler zu erlangen, die ihm aber Zeit seines Lebens verweigert blieb. Camille ist eine liebende Frau, die mit allem bricht, was ihr wichtig war, nur um an der Seite ihres Mannes zu sein. Sie kämpft nicht nur verzweifelt um seine Liebe, sondern auch um die alltäglichen Schwierigkeiten, gegen Armut und vor allem gegen die eigene Zweitrangigkeit. Sie muss sich ihr Leben lang der Malerei ihres Mannes unterordnen, doch erträgt sie dieses Leben mit ihm bis zu ihrem Tod in einer tiefen Liebe.
„Die Frau im grünen Kleid“ ist ein von Stephanie Cowell herrlich gezeichnetes Gemälde über das Leben von Camille und Claude Monet. Sie lässt den Leser ein Teil des Künstlerlebens mit all seinen Träumen, Visionen und Entbehrungen sein, wobei er die allumfassende Liebe des Ehepaars Monet nicht nur in jedem Bild des Malers entdecken darf. Wunderbar erzählt und absolut empfehlenswert!
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