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Produktbild: Chronik eines angekündigten Todes

Chronik eines angekündigten Todes Roman

Aus der Reihe Fischer Klassik
2

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

42229

Erscheinungsdatum

10.12.2012

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

2653 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Crónica de una muerta anunciada

Übersetzt von

Curt Meyer-Clason + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783462306743

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Ja

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  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
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  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
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  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

42229

Erscheinungsdatum

10.12.2012

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

2653 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Crónica de una muerta anunciada

Übersetzt von

  • Curt Meyer-Clason
  • Dagmar Ploetz

Sprache

Deutsch

EAN

9783462306743

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Verstoßen

Polar aus Aachen am 19.02.2021

Bewertungsnummer: 587698

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit Márquez wird immer der Begriff der Magie verbunden. Magie ist etwas, was uns zu verzaubern vermag, ohne dass wir ahnen, wie sie zustande kommt. Bei Márquez jedoch vermögen wir es festzumachen: Es ist die Sprache, die bilderreich eine überbordende Atmosphäre schafft, vor allem jedoch ist es auch der scharfe Blick auf die Wurzeln Lateinamerikas. Wer glaubt, dass Vorkommnisse wie in Chronik eines angekündigten Todes nur noch in Büchern und Filmen auftauchen, sollte sich von den Zentren überall auf der Welt wegbewegen, um vermehrt auf Menschen zu treffen, bei denen die Ehre ein Begriff ist, dem sie alles unterstellen. Wie absurd das Schicksal dabei Regie führt, zeigt Márquez in seinem Roman. Die Braut ist nicht unberührt, ob der Mann es ist, spielt in diesem Dorf keine Rolle. Es gilt, den Ritualen Genugtuung zu verschaffen. Was sich bewährt hat, als Voraussetzung für eine Ehe angesehen wird, darf nicht mit Nachsicht bedeckt werden. Und so treten die Brüder auf, um sich zu rächen. Wir sind bei Shakespeare angekommen. Wessen Ehre ist die höhere? Am Ende nur jene, die überlebt. Ein kurzer Roman, dessen Bilderreichtum, dessen Abgründe mitten in Gabriel Garciá Marquez Magie führen.

Verstoßen

Polar aus Aachen am 19.02.2021
Bewertungsnummer: 587698
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit Márquez wird immer der Begriff der Magie verbunden. Magie ist etwas, was uns zu verzaubern vermag, ohne dass wir ahnen, wie sie zustande kommt. Bei Márquez jedoch vermögen wir es festzumachen: Es ist die Sprache, die bilderreich eine überbordende Atmosphäre schafft, vor allem jedoch ist es auch der scharfe Blick auf die Wurzeln Lateinamerikas. Wer glaubt, dass Vorkommnisse wie in Chronik eines angekündigten Todes nur noch in Büchern und Filmen auftauchen, sollte sich von den Zentren überall auf der Welt wegbewegen, um vermehrt auf Menschen zu treffen, bei denen die Ehre ein Begriff ist, dem sie alles unterstellen. Wie absurd das Schicksal dabei Regie führt, zeigt Márquez in seinem Roman. Die Braut ist nicht unberührt, ob der Mann es ist, spielt in diesem Dorf keine Rolle. Es gilt, den Ritualen Genugtuung zu verschaffen. Was sich bewährt hat, als Voraussetzung für eine Ehe angesehen wird, darf nicht mit Nachsicht bedeckt werden. Und so treten die Brüder auf, um sich zu rächen. Wir sind bei Shakespeare angekommen. Wessen Ehre ist die höhere? Am Ende nur jene, die überlebt. Ein kurzer Roman, dessen Bilderreichtum, dessen Abgründe mitten in Gabriel Garciá Marquez Magie führen.

Mord und Moral Zu den…

Bories vom Berg aus München am 11.02.2021

Bewertungsnummer: 2738356

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mord und Moral Zu den bekanntesten Werken des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel Garcia Márquez gehört der 1981 erschienene Roman «Chronik eines angekündigten Todes». Die Geschichte geht auf eine wahre Begebenheit zurück. Im Stil des Magischen Realismus geschrieben, zu deren wichtigsten Vertretern der ein Jahr später mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Autor zählt, gehört der schmale Band inzwischen zu den südamerikanischen Klassikern. «An dem Tag, an dem sie ihn töten sollten, stand Santiago Nasar um fünf Uhr dreißig morgens auf, um das Schiff zu erwarten, mit dem der Bischoff kam». In diesem ersten Satz steckt bereits ein Teil der beißenden Kritik des Autors, Bischoff und Töten werden in einem Atemzug genannt, Ursache und Wirkung also einer rigiden katholischen Sexualmoral, die dem fragwürdigen Ehrenkodex einer naiven, dörflichen Bevölkerung zugrunde liegt. Es ist die Geschichte einer pompösen Hochzeitsfeier und ihrer Folgen. Der erst vor wenigen Monaten in das Dorf gekommene, reiche und charismatische Bräutigam hat sich spontan ein schönes, junges Mädchen zu Braut erwählt. Die ist aber gar nicht begeistert, da sie ihn kaum kenne und nicht liebe. «Auch die Liebe lässt sich lernen», hält ihr die resolute Mutter entgegen, die Eltern stimmen der geplanten Ehe erfreut zu. Als die Schöne ihrer Mutter gesteht, dass sie keine Jungfrau mehr sei, werden ihre Bedenken dahingehend zerstreut, es gäbe da einschlägige Hebammen-Tricks, um dem meist ja ziemlich betrunkenen Bräutigam die geforderte Unberührtheit vorzugaukeln. Die Sache geht schief, nach der Hochzeitsnacht bringt der Bräutigam seine Braut zu den Eltern zurück, als Reklamation quasi. Die wütende Mutter prügelt aus ihr den Namen des Verführers heraus, Santiago Nasar sei es gewesen, ein arabisch-stämmiger junger Mann aus der Nachbarschaft. Die Zwillingsbrüder der Braut führen sich verpflichtet, die Familienehre wieder herzustellen, indem sie den Verführer töten. Der Skandal ist da, jeder im Dorf weiß davon, und jeder weiß auch, was nun geschehen wird. Der Ich-Erzähler kommt 27 Jahre später in sein Heimatdorf zurück und spricht mit vielen Beteiligten über das noch fest in der gemeinsamen Erinnerung verankerte Geschehen von damals. Die aus seiner Perspektive erzählte Geschichte erscheint nicht nur im Nachhinein völlig grotesk, es bleiben auch viele Fragen offen. Niemand habe das ahnungslose Opfer nachdrücklich vor den auf ihn lauernden Zwillingen gewarnt, keiner habe versucht, die Tat zu verhindern, die meisten aber nahmen die Drohung überhaupt nicht ernst. Die journalistisch knappe Erzählweise klammert beispielsweise die Vorgeschichte der Entjungferung ebenso aus wie das Geschehen in der Hochzeitsnacht. Nur vage wird angedeutet, dass der mit einer andern Frau verlobte Santiago Nasar mutmaßlich nicht der Verführer gewesen sei, was seine Sorglosigkeit erklärt, als er wenige Minuten vor dem Mord doch noch von der Drohung der Zwillinge erfährt. Garcia Márquez legt den Fokus seiner Erzählung konsequent auf die Umstände vor der Tat, er blendet also alle für die Tat selbst nicht relevanten, voraus gegangenen Geschehnisse bewusst aus. Eine puristische, auf jegliche Spannung verzichtende Erzählweise, die den religiös indizierten, moralischen Irrwitz, der hier geradezu satirisch thematisiert wird, genau deshalb umso deutlicher bloßlegt. Dazu tragen insbesondere auch seine allesamt recht einfältig wirkenden Figuren bei, deren oft verschrobene, undurchsichtige Charaktere er nicht beschreibt, sondern durch ihr irreales Handeln verdeutlicht. Selbst die beiden Täter haben Zweifel an ihrer vermeintlichen Ehrenpflicht. Sie tun alles, um ihr zu entgehen, indem sie ihre Absicht lautstark ankündigen in der Hoffnung, jemand würde beherzt eingreifen und sie vom Tatzwang befreien. Ein fast kammerspielartiges Setting macht diesen kleinen Roman zu einem nachwirkenden Leseerlebnis, dessen offene Fragen den Leser noch lange beschäftigen, gerade weil sie so abstrus erscheinen.

Mord und Moral Zu den…

Bories vom Berg aus München am 11.02.2021
Bewertungsnummer: 2738356
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mord und Moral Zu den bekanntesten Werken des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel Garcia Márquez gehört der 1981 erschienene Roman «Chronik eines angekündigten Todes». Die Geschichte geht auf eine wahre Begebenheit zurück. Im Stil des Magischen Realismus geschrieben, zu deren wichtigsten Vertretern der ein Jahr später mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Autor zählt, gehört der schmale Band inzwischen zu den südamerikanischen Klassikern. «An dem Tag, an dem sie ihn töten sollten, stand Santiago Nasar um fünf Uhr dreißig morgens auf, um das Schiff zu erwarten, mit dem der Bischoff kam». In diesem ersten Satz steckt bereits ein Teil der beißenden Kritik des Autors, Bischoff und Töten werden in einem Atemzug genannt, Ursache und Wirkung also einer rigiden katholischen Sexualmoral, die dem fragwürdigen Ehrenkodex einer naiven, dörflichen Bevölkerung zugrunde liegt. Es ist die Geschichte einer pompösen Hochzeitsfeier und ihrer Folgen. Der erst vor wenigen Monaten in das Dorf gekommene, reiche und charismatische Bräutigam hat sich spontan ein schönes, junges Mädchen zu Braut erwählt. Die ist aber gar nicht begeistert, da sie ihn kaum kenne und nicht liebe. «Auch die Liebe lässt sich lernen», hält ihr die resolute Mutter entgegen, die Eltern stimmen der geplanten Ehe erfreut zu. Als die Schöne ihrer Mutter gesteht, dass sie keine Jungfrau mehr sei, werden ihre Bedenken dahingehend zerstreut, es gäbe da einschlägige Hebammen-Tricks, um dem meist ja ziemlich betrunkenen Bräutigam die geforderte Unberührtheit vorzugaukeln. Die Sache geht schief, nach der Hochzeitsnacht bringt der Bräutigam seine Braut zu den Eltern zurück, als Reklamation quasi. Die wütende Mutter prügelt aus ihr den Namen des Verführers heraus, Santiago Nasar sei es gewesen, ein arabisch-stämmiger junger Mann aus der Nachbarschaft. Die Zwillingsbrüder der Braut führen sich verpflichtet, die Familienehre wieder herzustellen, indem sie den Verführer töten. Der Skandal ist da, jeder im Dorf weiß davon, und jeder weiß auch, was nun geschehen wird. Der Ich-Erzähler kommt 27 Jahre später in sein Heimatdorf zurück und spricht mit vielen Beteiligten über das noch fest in der gemeinsamen Erinnerung verankerte Geschehen von damals. Die aus seiner Perspektive erzählte Geschichte erscheint nicht nur im Nachhinein völlig grotesk, es bleiben auch viele Fragen offen. Niemand habe das ahnungslose Opfer nachdrücklich vor den auf ihn lauernden Zwillingen gewarnt, keiner habe versucht, die Tat zu verhindern, die meisten aber nahmen die Drohung überhaupt nicht ernst. Die journalistisch knappe Erzählweise klammert beispielsweise die Vorgeschichte der Entjungferung ebenso aus wie das Geschehen in der Hochzeitsnacht. Nur vage wird angedeutet, dass der mit einer andern Frau verlobte Santiago Nasar mutmaßlich nicht der Verführer gewesen sei, was seine Sorglosigkeit erklärt, als er wenige Minuten vor dem Mord doch noch von der Drohung der Zwillinge erfährt. Garcia Márquez legt den Fokus seiner Erzählung konsequent auf die Umstände vor der Tat, er blendet also alle für die Tat selbst nicht relevanten, voraus gegangenen Geschehnisse bewusst aus. Eine puristische, auf jegliche Spannung verzichtende Erzählweise, die den religiös indizierten, moralischen Irrwitz, der hier geradezu satirisch thematisiert wird, genau deshalb umso deutlicher bloßlegt. Dazu tragen insbesondere auch seine allesamt recht einfältig wirkenden Figuren bei, deren oft verschrobene, undurchsichtige Charaktere er nicht beschreibt, sondern durch ihr irreales Handeln verdeutlicht. Selbst die beiden Täter haben Zweifel an ihrer vermeintlichen Ehrenpflicht. Sie tun alles, um ihr zu entgehen, indem sie ihre Absicht lautstark ankündigen in der Hoffnung, jemand würde beherzt eingreifen und sie vom Tatzwang befreien. Ein fast kammerspielartiges Setting macht diesen kleinen Roman zu einem nachwirkenden Leseerlebnis, dessen offene Fragen den Leser noch lange beschäftigen, gerade weil sie so abstrus erscheinen.

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Chronik eines angekündigten Todes

von Gabriel García Márquez

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