Die Reliquienhändlerin Marysa steht kurz vor der ersehnten Hochzeit. Doch ihre Unruhe ist groß - der Zukünftige kehrt nicht von seiner Reise zurück. Wie lange kann sie geheim halten, dass sie sich in anderen Umständen befindet? Auch endet bald die von der Zunft auferlegte Frist für ihre Neuvermählung, um weiterhin als Meisterin arbeiten zu dürfen.
Als wäre das nicht Unglück genug, ist plötzlich Marysas guter Ruf in Gefahr: Das Silber, das ihr zur Fertigung von Pilgerzeichen übergeben wurde, entpuppt sich als versilbertes Messing. Marysa steht plötzlich als Betrügerin da.
Ein spannender Historischer Kriminalroman und ein farbiges Gemälde des mittelalterlichen Aachen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
5 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
ein historischer Krimi mit einem Hauch von Liebe
Meggie aus Mertesheim am 19.05.2022
Bewertungsnummer: 1714957
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Während Christoph in Frankfurt versucht, seine Papiere zusammenzusuchen, um zu beweisen, dass er Christoph Schreinmarker ist und somit Marysa heiraten kann, wartet Marysa in Aachen sehnsüchtig darauf, dass Christoph endlich zurückkehrt. Denn die Hochzeit soll so schnell als möglich stattfinden, auch um zu verschleiern, dass Marysa schon guter Hoffnung ist. Doch Christoph wird aufgehalten, so dass daran gezweifelt wird, ob Marysa die Wahrheit wegen einer angeblichen Hochzeit erzählt. Und sei dies nicht schon schlimm genug, wird Marysa auch noch vorgeworfen, bei der Fertigung von Pilgerzeichen kein reines Silber, sondern versilbertes Messing benutzt zu haben. Somit steht sie als Betrügerin da.
Kann Marysa ihre Unschuld beweisen und endlich die ersehnte Hochzeit mit Christoph feiern? Diese Frage stellt man sich bis ans Ende des Buches. Die Autorin hat es wieder geschafft, dass man bis kurz vor Ende den Atem anhält, weil man endlich Marysa und Christoph ein ruhiges und besinnliches Leben wünscht. Denn was die beiden da mitmachen müssen, ist unglaublich.
Es kehrt einfach keine Ruhe ein. Was schon im ersten und zweiten Teil für Aufregung sorgte, wird hier im dritten einfach weitergeführt. Irgendjemand will Marysa schlecht. Denn plötzlich steht sie als Betrügerin da, weil sie angeblich versilbertes Messing statt reines Silber für die Pilgerzeichen benutzt hat. Marysa ist jedoch unschuldig, kann dies allerdings nicht beweisen. Und dann passieren auch noch seltsame Dinge in ihrer Umgebung. Der Silberlieferant stirbt, bei einem weiteren fackelt die Werkstatt nieder.
Und dann kommt Christoph einfach nicht von seiner Reise zurück. Wurde er aufgehalten? Festgenommen? Oder ist gar tot? Keine Nachricht erreicht Marysa und da Christoph schon mehrere Wochen überfällig ist, sorgt sie sich natürlich sehr.
Die Autorin vermittelt ein lebhaftes Bild von Aachen im Mittelalter. Und so kommt es einem - auch nach dem Lesen der ersten beiden Bände - so vor, als würde man sich in Marysa Heimatstadt sehr gut auskennen. Es ist eine Freude, der Geschichte zu folgen, auch wenn es für Marysa und Christoph natürlich mal wieder nicht so gut aussieht.
Doch Marysa hat einflussreiche Freunde und so kommt natürlich ganz viel Hilfe. Und doch scheint es für Marysa aussichtslos, endlich ihr so sehnlichst erwartetes Glück genießen zu können.
Ich bin schon etwas traurig, Marysa und Christoph nun gehen lassen zu müssen, denn der dritte Band ist der Abschluss der Aachen-Trilogie. Die beiden sind mir sehr ans Herz gewachsen, auch weil man sie mit ihrer sympathischen Art einfach gern haben muss.
Zwar war mir Marysa manchmal etwas zu streng mit ihrem Haushalt bzw. ihr Ton war etwas rau. Doch merkt man, dass ihr Gesinde sie einfach mag und ständig hinter ihr steht. Auch wenn es überall schwarz Schafe gibt und Marysa in den Rücken gefallen wird.
Der Ausflug nach Aachen hat sehr viel Spaß gemacht und ich werde, wenn ich nach Aachen komme, garantiert Ausschau halten nach Marysa und Christoph.
Meggies Fussnote:
Ein historischer Krimi mit einem Hauch von Liebe.
Christoph ist unterwegs nach…
Kleeblatt aus Berlin am 07.11.2011
Bewertungsnummer: 2697495
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Christoph ist unterwegs nach Frankfurt, um sich seine Papiere zu besorgen, die beweisen, dass er Christoph Schreinemaker ist. Durch unvorhergesehene Ereignisse verzögert sich seine Rückkehr nach Aachen und Marysa. Marysa wartet derweil zu Hause auf ihn und gibt die Hoffnung nicht auf, dass er es rechtzeitig zurück zu ihr schafft. Sie ist schwanger und nicht verheiratet und sie hat nicht mehr viel Zeit, um ihre Werkstatt behalten zu können. Nach Ablauf von 2 Jahren nach dem Tod ihres Mannes muss sie entweder heiraten oder sie verliert ihre Werkstatt. Vom Marienstift erhält Marysa einen lukrativen Auftrag, den sie gern annimmt. Sie bekommt Silberstücke, die sie in Reliquiare einpassen soll. Als man eine Fälschung eines Silberstücks findet, geht der Verdacht auf Marysa zurück und sie sieht sich gezwungen, ihre Ehrbarkeit zu rechtfertigen. Dann bricht eines Tages in der Silberschmiede, von der Marysa die Silberstücke erhalten hatte, ein Feuer aus und alles wird vernichtet. Marysa vermutet einen Zusammenhang zwischen ihrer Verleumdung und dem Brand. Sie beginnt nachzuforschen und hat dabei die Hilfe ihrer Familie zur Seite. Als kurz darauf Christoph zurückkommt und kurz darauf festgenommen wird, stellt sich die Frage, wer will Marysa Böses und wer kann vom Tode Christophs profitieren? Noch einmal durfte ich mit Marysa in die Welt des Aachener Mittelalters eintreten. Auch in diesem 3. Teil und gleichzeitigem Abschluss der Trilogie um die Reliquienhändlerin Marysa fehlte es weder an Spannung noch an Romantik. Marysa, die in Aachen zurückgeblieben ist und auf ihren Verlobten wartet, wird übel verleumdet und sieht sich gezwungen, sich und ihre Werkstatt zu rechtfertigen. An ihrer Seite steht wie auch schon in den vorigen Teilen ihre Familie fest und hilfsbereit hinter ihr. Das Temperament ihrer Mutter Jolanda sei an dieser Stelle noch hervorzuheben, ist es doch immer für einen Schmunzler gut. Sehr gut nachvollziehen konnte ich die Sorgen und Zweifel von Marysa ob des langen Wegbleibens ihres Verlobten, von dem sie während all der Zeit nicht ein Lebenszeichen erhalten hatte. Als er dann endlich auftauchte und kurz darauf festgenommen wurde, kämpfte ich still an ihrer Seite mit zum Beweis seiner Unschuld. Petra Schier verstand es auch in diesem Band meisterlich, den Leser fest mit in die damalige Zeit zu verankern. Ich begleitete Marysa und Christoph auf ihren Wegen und Gedanken und konnte ihre Beweggründe glaubhaft mitempfinden. So still nebenbei wird einem Aachen und seine Geschichte nahegebracht. Die Spannung um den Kriminalfall in diesem Band wird von Petra Schier auf einem gleichbleibend hohen Level gehalten. Immer, wenn ich eine Person im Visier hatte, drehten sich die Aspekte und ich musste mich neu orientieren. Die Auflösung war für mich so überhaupt nicht vorhersehbar. Spannung pur bis zum Ende. Zum Schluss, wie auch schon in den vorangegangenen Bänden, findet man wieder historische Anmerkungen von Petra Schier, ein Glossar und nicht zu vergessen wieder ein historisches Rezept. Dieser Band war leider schon das Ende von Marysa und Christoph, aber es bleibt zu hoffen, dass noch ganz viele Bücher von Petra Schier erscheinen, denn eins ist klar, das ist eine Autorin mit Suchtfaktor.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.