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Produktbild: Die Morgenlandfahrt

Die Morgenlandfahrt Eine Erzählung

3

7,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

20.02.2013

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

102 (Printausgabe)

Dateigröße

1140 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783518739150

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Erscheinungsdatum

20.02.2013

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

102 (Printausgabe)

Dateigröße

1140 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783518739150

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Magisch mystische Lebensreise

Boockpicker (Mitglied der Book Circle Community) am 11.01.2026

Bewertungsnummer: 2910872

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Hesse beschreibt seine Morgenlandfahrt, eine Reise mit Gleichgesinnten des Bundes, die das Licht im Osten suchen. Mystisch utopisch vermischen sich Zeiten und Orte, Personenen aus Geschichte und Gegenwart in dieser Suche nach dem Sinn des Lebens. Allerdings scheitert er vorerst, landet zurück in der Welt der Zahlen, Termine, Verpflichtungen und Fakten. Dann allerding erwacht seine Sehnsucht wieder, er macht sich auf die Suche nach Leo, seinem Diener, oder übertragen nach dem Lumen Ex Oriente, dem Licht aus dem Morgenland. Es ist eine Mischung aus Coming of Age, Fantasy und Erinnerungen an Kinderkreuzzüge, die aufzuzeigen versucht, dass die wesentlichen Ziele im Leben schwer zu umschreiben sind, selten so erreicht werden können, wie sie ursprünglich geplant waren, letztlich aber das zählt, was gelebt wurde und einen zu dem gemacht hat, wer man geworden ist. Der Schreibstil ist ungewohnt, nicht heutig, aber flüssig lesbar. «Mein Glück bestand tatsächlich aus dem gleichen Geheimnis wie das Glück der Träume, es bestand aus der Freiheit, alles irgend Erdenkliche gleichzeitig zu erleben, Aussen und Innen spielend zu vertauschen, Zeit und Raum wie Kulissen zu verschieben. So wie wir Bundesbrüder ohne Auto oder Schiff die Welt durchreisten, wie wir die vom Kriege erschütterte Welt durch unseren Glauben bezwangen und zum Paradiese machten, so riefen wir das Gewesene, das Zukünftige, das Erdichtete schöpferisch in den gegenwärtigen Augenblick». Im Rückblick auf seinen Versuch, die Morgenlandfahrt als historischen Bericht festzuhalten, schreibt er mit Blick auf sein Leben: «Wie verschob, veränderte und verzerrte sich alles und alles in diesen Spiegeln, wie spöttisch und unerreichbar verbarg sich das Gesicht der Wahrheit hinter all diesen Berichten, Gegenberichten, Legenden! Was war noch Wahrheit, was war noch glaublich? Und was würde übrigbleiben, wenn ich auch noch über mich selbst, über meine eigene Person und Geschichte, die Wissenschaft dieses Archives erfahren würde»? Und doch bemerkt er zum Schluss, dass diese Lichtsuche ihn langsam aber stetig mit eben diesem Licht erfüllt hatte, dass «die Gestalten aus Dichtungen lebendiger und wirklicher zu sein pflegen als die Gestalten ihrer Dichter».

Magisch mystische Lebensreise

Boockpicker (Mitglied der Book Circle Community) am 11.01.2026
Bewertungsnummer: 2910872
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Hesse beschreibt seine Morgenlandfahrt, eine Reise mit Gleichgesinnten des Bundes, die das Licht im Osten suchen. Mystisch utopisch vermischen sich Zeiten und Orte, Personenen aus Geschichte und Gegenwart in dieser Suche nach dem Sinn des Lebens. Allerdings scheitert er vorerst, landet zurück in der Welt der Zahlen, Termine, Verpflichtungen und Fakten. Dann allerding erwacht seine Sehnsucht wieder, er macht sich auf die Suche nach Leo, seinem Diener, oder übertragen nach dem Lumen Ex Oriente, dem Licht aus dem Morgenland. Es ist eine Mischung aus Coming of Age, Fantasy und Erinnerungen an Kinderkreuzzüge, die aufzuzeigen versucht, dass die wesentlichen Ziele im Leben schwer zu umschreiben sind, selten so erreicht werden können, wie sie ursprünglich geplant waren, letztlich aber das zählt, was gelebt wurde und einen zu dem gemacht hat, wer man geworden ist. Der Schreibstil ist ungewohnt, nicht heutig, aber flüssig lesbar. «Mein Glück bestand tatsächlich aus dem gleichen Geheimnis wie das Glück der Träume, es bestand aus der Freiheit, alles irgend Erdenkliche gleichzeitig zu erleben, Aussen und Innen spielend zu vertauschen, Zeit und Raum wie Kulissen zu verschieben. So wie wir Bundesbrüder ohne Auto oder Schiff die Welt durchreisten, wie wir die vom Kriege erschütterte Welt durch unseren Glauben bezwangen und zum Paradiese machten, so riefen wir das Gewesene, das Zukünftige, das Erdichtete schöpferisch in den gegenwärtigen Augenblick». Im Rückblick auf seinen Versuch, die Morgenlandfahrt als historischen Bericht festzuhalten, schreibt er mit Blick auf sein Leben: «Wie verschob, veränderte und verzerrte sich alles und alles in diesen Spiegeln, wie spöttisch und unerreichbar verbarg sich das Gesicht der Wahrheit hinter all diesen Berichten, Gegenberichten, Legenden! Was war noch Wahrheit, was war noch glaublich? Und was würde übrigbleiben, wenn ich auch noch über mich selbst, über meine eigene Person und Geschichte, die Wissenschaft dieses Archives erfahren würde»? Und doch bemerkt er zum Schluss, dass diese Lichtsuche ihn langsam aber stetig mit eben diesem Licht erfüllt hatte, dass «die Gestalten aus Dichtungen lebendiger und wirklicher zu sein pflegen als die Gestalten ihrer Dichter».

Auf der Suche nach dem Lebenssinn

Bewertung am 27.04.2011

Bewertungsnummer: 717067

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Morgenlandfahrt erschien 1932 und ist noch heute in ihrer Deutung umstritten. Der Protagonist H.H. (ein seltsame Ähnlichkeit) erzählt zu Beginn der Erzählung von seinen Jahren als Mitglieder des „Bundes vom Hohen Stuhl“. Mit diesem war er lange Zeit unterwegs, ging auf Wanderschaft, hatte dort „Brüder im Geiste“. Diese Reise wird insbesondere als philosophische, als eine immerwährende Reise beschrieben. In der Erinnerung reisen wir mit H.H. durch Deutschland, nach Italien und weiter, erfahren von Andachten und ähnlichem. Der Bund endet, als ein Mitglied verschwindet. H.H. beginnt nun – Jahre später – seiner Erinnerungen zum Bund aufzuschreiben und nach Resten des Bundes zu suchen. Dazu trifft er auf Lukas, einen Jugendfreund, der sich gegenüber H.H. allerdings spottend über den „Bund“ äußert und dessen Sinn in Abrede stellt. Er findet indes Leo, der offensichtlich mit dem Bund in Verbindung steht, er verfolgt ihn. Schließlich findet allerdings Leo ihn und sagt, dass der Bund selbst H.H. schon lange suche. Man begibt sich gemeinsam zum Bund, H.H. wird förmlich angeklagt, dem Bund untreu geworden zu sein. Am Ende wird H.H. freigesprochen, allerdings mit einem doppeldeutigen Ende. Hesses Erzählung hat mich sehr fasziniert. Sie kündet von Reife und steht bereits thematisch eng beim „Glasperlenspiel“ und dem späten Hesse. Hesse beschäftigt sich in seiner Erzählung insbesondere mit den Urmotiven der eigenen Einsamkeit, der Suche nach Sinn, dem Streben nach Vervollkommnung und der Sehnsucht des Einzelne, im Unendlichen Gleichgesinnte fürs Leben zu finden. Hierfür schafft er einen Kosmos aus vorhandenen Ideen älterer Weltliteratur, bekannter Motive, bekannter Persönlichkeiten. Mit weniger Pathos geschrieben wie „Siddhartha“ und deshalb m.E. angenehmer zu lesen. Die verwendete Symbolik erschließt sich so auch wesentlich einfacher.

Auf der Suche nach dem Lebenssinn

Bewertung am 27.04.2011
Bewertungsnummer: 717067
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Morgenlandfahrt erschien 1932 und ist noch heute in ihrer Deutung umstritten. Der Protagonist H.H. (ein seltsame Ähnlichkeit) erzählt zu Beginn der Erzählung von seinen Jahren als Mitglieder des „Bundes vom Hohen Stuhl“. Mit diesem war er lange Zeit unterwegs, ging auf Wanderschaft, hatte dort „Brüder im Geiste“. Diese Reise wird insbesondere als philosophische, als eine immerwährende Reise beschrieben. In der Erinnerung reisen wir mit H.H. durch Deutschland, nach Italien und weiter, erfahren von Andachten und ähnlichem. Der Bund endet, als ein Mitglied verschwindet. H.H. beginnt nun – Jahre später – seiner Erinnerungen zum Bund aufzuschreiben und nach Resten des Bundes zu suchen. Dazu trifft er auf Lukas, einen Jugendfreund, der sich gegenüber H.H. allerdings spottend über den „Bund“ äußert und dessen Sinn in Abrede stellt. Er findet indes Leo, der offensichtlich mit dem Bund in Verbindung steht, er verfolgt ihn. Schließlich findet allerdings Leo ihn und sagt, dass der Bund selbst H.H. schon lange suche. Man begibt sich gemeinsam zum Bund, H.H. wird förmlich angeklagt, dem Bund untreu geworden zu sein. Am Ende wird H.H. freigesprochen, allerdings mit einem doppeldeutigen Ende. Hesses Erzählung hat mich sehr fasziniert. Sie kündet von Reife und steht bereits thematisch eng beim „Glasperlenspiel“ und dem späten Hesse. Hesse beschäftigt sich in seiner Erzählung insbesondere mit den Urmotiven der eigenen Einsamkeit, der Suche nach Sinn, dem Streben nach Vervollkommnung und der Sehnsucht des Einzelne, im Unendlichen Gleichgesinnte fürs Leben zu finden. Hierfür schafft er einen Kosmos aus vorhandenen Ideen älterer Weltliteratur, bekannter Motive, bekannter Persönlichkeiten. Mit weniger Pathos geschrieben wie „Siddhartha“ und deshalb m.E. angenehmer zu lesen. Die verwendete Symbolik erschließt sich so auch wesentlich einfacher.

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Die Morgenlandfahrt

von Hermann Hesse

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