Ein Mann sucht im Süden sein Glück - der erfolgreiche Maler Josef Maria Auchentaller aus dem Kreis der Wiener Secessionisten entflieht dem Trubel der Großstadt in ein kleines Fischerdorf an der österreichischen Adria. Es ist eine Insel außerhalb der Zeit, die vom Untergang Österreich-Ungarns, dem Ersten Weltkrieg, dem italienischen Faschismus und dem Zweiten Weltkrieg nur am Rande berührt wird. Dort beginnt er langsam in den Schatten seiner Frau zu gleiten, als diese ein Hotel eröffnet und er bald hauptsächlich Werbepostkarten malt. Sein ganzes Herz hängt an der geliebten Tochter. Er will nicht wahrhaben, dass sie den Freitod gewählt hat, will nicht wahrhaben, dass seine Frau ihn betrügt und seine Karriere versandet, einzig der Tod ist ihm allgegenwärtig: Kollegen, Freunde, Bekannte sterben der Reihe nach, und er selbst sehnt sich nach dem eigenen. Fast vierzig Jahre verbringt er so auf seinem Geisterschiff.Ohne ihn wäre die Wiener Secession nicht das, wozu sie wurde: Auchentaller war Gründungsmitglied der Künstlergruppe - und doch ist er heute ihr unbekanntester Vertreter. Egyd Gstättner erzählt voll Esprit ein Künstlerleben im Abseits und erweckt den romantisch Todessehnsüchtigen noch einmal zum Leben.
Kundinnen und Kunden meinen
3.0/5.0
Bewertung
aus Hausleiten
4/5
15.11.2019
eBook (ePUB)
Reise in die Vergangenheit
Ein wunderbares Buch, für alle die Grado lieben und sich in eine lang vergangene Zeit führen lassen wollen.
Marie-Therese Reisenauer
aus Wien
4/5
05.12.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Denkmal setzen
Josef Maria Auchentaller war Mitglied der Wiener Secession, Mitbegründer der Künstlergruppe. Damals der bekannteste, heute der unbekannteste dieses Vereines. Am Höhepunkt seines Schaffens zieht er sich zurück, dem Großstadttrubel überflüssig. Eine kleine Insel der italienischen Adria wird sein Refugium. Seine Frau gründet ein Hotel, malt Werbepostkarten, betrügt ihn. Er will vieles nicht wahrhaben, und Egyd Gstättner ist zu danken, dass er diesem Mann ein Denkmal setzt.
Bewertung
1/5
05.07.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ausgesprochen schwacher Unterhaltungsroman
Meiner Ansicht nach stellt bereits der Untertitel ("ein Künstlerroman") Bauernfängerei dar, den verzweifelten Versuch, Gstättners Buch, dessen Sprache absolut dürftig ist und allzu oft krampfhaft humorvoll erscheinen möchte, in literarische Kategorien einzuordnen. Dieser Klassifikation wird das "Geisterschiff" jedoch keinesfalls gerecht, da es sich hierbei lediglich um einen ebenso langweiligen wie stilistisch mangelhaften und demnach entbehrlichen Unterhaltungsroman handelt.
Fehlerhaft recherchiert: In jenem Kapitel, welches Ereignisse aus dem Jahr 1913 beschreibt, fällt die Aussage, der Literaturnobelpreis solle ERSTMALS geteilt und überdies zwei österreichischen Autoren zuerkannt werden (letzteres ist als Gag zu verstehen). Tatsächlich wurden mit Frederic Mistral und José Echegaray bereits 1904 zwei Schriftsteller prämiert.
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