»Finde mich!« Noemis Auftrag ist so absurd, dass Privatdetektiv Vijay Kumar ihn ablehnt. Stattdessen springt er im Cateringservice seiner Freundin Manju ein, als diese einen indisch aussehenden Kellner benötigt. Unverhofft trifft er auf der Party Noemi wieder. Erst jetzt versteht er das Problem des Mädchens: Es will unbedingt wissen, wer seine leiblichen Eltern sind.
Was als einfacher Rechercheauftrag beginnt, entwickelt sich zu einer gefährlichen Jagd von Madrid bis ins Berner Oberland - immer auf der Suche nach einem mysteriösen Doktor Grüninger ...
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Einmal Zürich – Madrid – Berner Oberland
peedee am 09.09.2021
Bewertungsnummer: 1563863
Bewertet: eBook (ePUB)
Vijay Kumar, Band 4: Im Leben eines Mannes kommt einmal das Bedürfnis von Beständigkeit, Sicherheit. Offenbar ist dieser Moment nun bei Privatdetektiv Vijay Kumar gekommen, denn er beabsichtigt, sich eine Festanstellung zu suchen. Noemi Winter durchkreuzt seine Pläne: sie vermutet, dass ihre Eltern nicht ihre leiblichen Eltern sind. Vijay nimmt den simpel anmutenden Rechercheauftrag an, was ihn in brenzlige Situationen in Madrid und im Berner Oberland bringen wird…
Erster Eindruck: Alte Fotos in sepia auf dem schwarzen Cover, in der Mitte sticht ein Kinderfoto aufgrund der Orangetöne direkt ins Auge – gefällt mir.
Dies ist Band 4 einer Reihe, kann jedoch unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.
Vijay ist seit knapp einem Jahr mit Manju zusammen und meint daher, unbedingt ein gesichertes Einkommen aufweisen zu müssen. Nun gut, da wird sich wohl etwas für ihn finden. Amrut, der indische Whisky, sei seine grösste Schwäche. Das gibt er zumindest als Antwort auf die Frage einer Personalerin bei einem Vorstellungsgespräch. Es ist nicht überraschend, dass er den Job nicht erhielt, oder? Der „normale“ Job wird somit noch etwas auf ihn warten müssen, denn Vijay kümmert sich nun um Noemis Anliegen: er soll ihre leiblichen Eltern finden. Erste Ermittlungen führen ihn, in Begleitung seines Freundes José, nach Madrid, und zwar in ein Krankenhaus. Es ist nicht einfach, an die gewünschten Informationen zu kommen: gewisse Ärzte arbeiten nicht mehr da und einige Ordensschwestern können bzw. wollen sich nicht erinnern. Unerwartet gibt es jedoch Unterstützung von Mónica, einer früheren Freundin von José, die aus persönlichen Gründen auf der Suche nach einem Dr. Sánchez ist.
Währenddessen in Madrid nach den leiblichen Eltern gesucht wird, wartet Miranda in Zürich auf den Besuch ihrer Tochter Joana. Diese Tatsache war sehr überraschend für sie – ja, das ist möglich, denn Miranda war zu jener Zeit noch ein Mann, als sich Nachwuchs einstellte. Leider hat die frischgebackene Mutter „vergessen“, Joana ein wichtiges Detail zu verraten. Tja…
Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen und war sehr spannend. Die Thematik geraubte und verkaufte Kinder hat mich sehr empört. Einmal mehr zeigt es sich, dass es in allen Berufskategorien schwarze Schafe gibt, auch in solchen, die sich u.a. der Nächstenliebe verpflichtet haben. Aufgrund Spannung hätte das Buch 5 Sterne verdient, aber es war für mich nicht glaubwürdig, dass Vijay diesen Fall in so kurzer Zeit lösen konnte, wo andere schon Jahre damit beschäftigt waren (auch wenn ich das „Super-Vijay“ gönnen mag) – daher gibt es von mir 4 Sterne. Ich bin gespannt auf den nächsten Fall.
Lieblingskrimi
Bewertung aus Schweiz am 21.04.2015
Bewertungsnummer: 876077
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Die Krimis von Sunil Mann gehören zu meinen absloluten Lieblingskrimis. Erfrischen anders und einfach absolut liebenswert ist Vijay Kumar, indischer Privatdetektiv aus Zürich.
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