Captain Will Laurence und sein Himmelsdrache Temeraire wurden wegen Verrats nach Australien verbannt. Doch nun bietet ihnen das Britische Empire die völlige Wiederherstellung ihres Rufs, wenn sie sofort nach Brasilien aufbrechen, um die portugiesische Königsfamilie vor Napoleons Verbündeten zu retten. Laurence ist zwar skeptisch, doch welche Wahl hat er schon? Die Reise nach Rio birgt allerdings unerwartete Gefahren. Nicht nur werden Temeraire und sein Reiter dort bereits von einem alten Feind erwartet. Sie geraten außerdem ins Visier des so mächtigen wie grausamen Inkareichs, das nach der Macht über ganz Südamerika strebt.
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Abenteuer in Südamerika
RomanTipps am 08.11.2025
Bewertungsnummer: 2648779
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Drachengold“, der 7. Band der Drachenfantasy-Reihe „Die Feuerreiter Seiner Majestät“ von Naomi Novik, holt den genialen Himmelsdrachen Temeraire und seinen sympathischen Kapitän Laurence wieder zurück ins Weltgeschehen – und stellt die beiden Freunde wieder vor einen Berg an Problemen. Mit dem 7. Band hat sich Naomi Novik auch ein weiteres Mal selbst übertroffen, denn dieser Band ist mit Abstand das humorvollste Abenteuer der Reihe – doch auch nervenaufreibende Szenen kommen hier absolut nicht zu kurz!
Bereits das erste Kapitel, berichtet aus der Sicht des britischen Botschafters Arthur Hammond im Jahre 1810, konnte mein Herz aufgeregt zum Schlagen bringen, denn Hammonds Verhalten kann nicht nur zum Lachen bringen, weil er eine unabsichtlich witzige Art hat und sich aus unangenehmen Situationen auf eine verzweifelte und exzellente Weise hinaus winden kann, sondern sein Auftauchen konnte auch eine aufgeregte Vorfreude hervorrufen. Denn Hammond ist auf dem Weg nach Australien, um Laurence und Temeraire für eine äußerst wichtige Mission gewinnen zu können. Laurence und Temeraire, die aufgrund von Hochverrat nach Australien verbannt worden sind, haben sich mittlerweile mit einem ruhigen und ereignislosen Leben auf dem weit entfernten Kontinent abgefunden. Doch dann taucht Hammond auf und bietet ihnen eine einmalige Chance: Ein Abenteuer, das sie nach Südamerika führt und wodurch sie vielleicht ihren früheren Rang zurückerhalten könnten. Und zum ersten Mal seit so langer Zeit kehrt das Glück in das Leben der beiden Freunde zurück. Endlich geht es wieder richtig los! Doch vor ihnen liegt eine weite und stürmische Seereise und ein Flug durch das mächtige Inka-Reich, um nach Brasilien zu gelangen, wo sie eine Mission erfüllen sollen. Und wie immer müssen sie allerhand Gefahren überstehen!
Es ist interessant zu verfolgen, wie Drachen in anderen Teilen der Welt behandelt werden bzw. wie Drachen handeln. In Großbritannien werden sie entweder für den Krieg eingesetzt oder in Zuchtgehegen gehalten, wobei sie auch nur in menschenleeren Gegenden hausen dürfen, da viele Leute sich noch vor ihnen fürchten und die britische Regierung noch nicht wirklich erkannt hat, dass Drachen fühlende Wesen mit Rechten sind. In China wiederum sind sie komplett in das Arbeitsgeschehen eingebunden und leben auch mit den Menschen in den Städten. Dabei studieren einige, werden Gelehrte, verdienen Geld. Und in Afrika ist es ungefähr ähnlich, wobei die Menschen noch Legenden um die Drachen spinnen. Mit dem Inka-Reich kommt eine weitere und äußerst krasse Variante hinzu, zu welcher ich jetzt nichts verraten werde. Nur so viel, dass ihre Ansichten äußerst amüsant sind. Denn daraus resultieren witzige Begebenheiten, die sich zu wahren Humor-Höhepunkten entwickeln und die Reisegruppe vor einige abenteuerliche und unglaubliche Schwierigkeiten stellt. Aber auch mit Verlusten muss man in diesem Band rechnen. Bei „Drachengold“ ist jedenfalls ein ständiger Wechsel zwischen Lachen und vor Spannung die Luft anhalten!
Natürlich der geniale schwarze Himmelsdrache Temeraire und sein sympathischer Kapitän Laurence. Ebenso kann man sich über die eigenwillige, kratzbürstige, kämpferische und feuerspuckende Drachin Iskierka und ihren Kapitän Granby freuen, der auf ihre gedankenlosen und verrückten Ideen, aus denen meistens eine Katastrophe resultiert, wie immer verzweifelt reagiert, denn es ist unmöglich, Iskierka von einem Plan abzubringen, den sie sich fest in den Kopf gesetzt hat. Und in diesem Band verfolgt Iskierka einen gigantischen Plan, der Granbys Leben wahrscheinlich verändern könnte und für eine riesige Portion Humor sorgt. Ansonsten kann man sich noch auf Emily Roland freuen, Sipho, Demane und seinen riesigen und gutmütigen Drachen Kulingile, der zu einer regelrechten Glucke in Bezug auf Demane wird. Auch Leutnant Forthing ist mit an Bord, sehr zum Leidwesen Temeraires. Der Koch Gong Su übernimmt auch eine wichtige Rolle und offenbart noch ein interessantes Geheimnis. Und zum ersten Mal seit sehr langer Zeit taucht der in China als Botschafter eingesetzte Arthur Hammond auf, der mit seiner sehr motivierten, enthusiastischen und amüsanten Art überzeugt – und tatsächlich in einigen Punkten Iskierkas Meinung teilt. Aber auch auf neue Charaktere kann man gespannt sein, wobei einige wieder zu einem festen Bestandteil der Reihe werden. Nur auf Tharkay muss man leider verzichten.
„Drachengold“ endet mit einem imposanten und actionreichen Showdown und lässt auf weitere wundervolle Abenteuer mit den Charakteren hoffen!
Fazit:
Das humorvollste Abenteuer des Himmelsdrachen Temeraire und des Kapitäns Will Laurence. Ganz ehrlich: Die Geschichte wird richtig, richtig krass! Ich habe „Drachengold“, den 7. Band, wieder regelrecht genossen.
Auf zu neuen Ufern
Bewertung aus Berlin am 20.09.2025
Bewertungsnummer: 2601548
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Wenn man dachte, für Laurence und Temeraire ginge es nun ruhiger zu, hat man sich getäuscht. Sie stürzen wieder in ein Abenteuer.
Mit Verlusten, die ich wirklich sehr bedauere, und neuen Freunden oder Feinden oder alten Feinden, neuen Freunden? (Muss du selbst lesen.)
Auf jeden Fall ein tolles Buch und auch wurde es zur Sprache gebracht, was ich seit dem ersten Buch mal erhofft hatte, auch wenn es nicht mein auserkorener Charakter war. (Auch zu Napoleons Zeiten und in der Armee kann man sich nicht aussuchen, in welches Geschlecht man sich verliebt.)
Napoleon und auch alte Freunde sind wieder mit von der Partie.
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