Alle sagen Line zu ihr, aber eigentlich heißt sie Pipeline. Pipeline Praetorius (31) lebt in Stuttgart. Sie ist Single. Und arbeitslos. Und sie hat es wirklich nicht leicht.
Zwischen Bewerbungsstress und Scherereien mit der Arbeitsagentur treten gleich zwei Männer in ihr chaotisches Leben: Leon, der nette Ingenieur aus Hamburg, leidenschaftlicher Stäffelesjogger und gar nicht intellektuell, und der aufregende amerikanische Fotograf Eric M. Hollister. Und so stolpert Line auf der Suche nach Mister Right zwischen beiden hin und her und von einer Katastrophe in die nächste.
Diese quirlige Beziehungskomödie kann so nur in Schwaben spielen. Der bruddelige Nachbar Herr Tellerle und die naseweise Frau Müller-Thurgau überwachen im Treppenhaus Lines Besucher ebenso penibel wie die hundertfünfzigprozentige Einhaltung der Kehrwoche. Für mehr als eine Überraschung sorgt Lines unverwüstliche Tante Dorle, Hüterin eines unübertroffenen Käsekuchenrezepts ...
Frei nach dem Motto "Bridget Jones meets Kehrwoche" legt die Stuttgarter Autorin Elisabeth Kabatek einen frechen, turbulenten Frauenroman vor. Zum Brüllen komisch!
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
JotJot
5/5
12.02.2016
eBook (ePUB)
Herzerwärmende Schwabenkomödie…
Herzerwärmende Schwabenkomödie Das passiert: Line (eigentlich ja Pipeline) hat es schlimm erwischt. Ü30, Single, mit einem Katastrophen-Gen, einer liebenswürdig merkwürdigen Familie ausgestattet, verliert ihren Job. Dafür scheint ihr aber das Glück bei den Männern hold zu sein. Der neue Nachbar – ein echtes Sahneschnittchen, ein aufregender Fotograf und ein attraktiver Polizist. Da Line die Qual der Wahl. Doch der, der zunächst der Richtige zu sein scheint, entpuppt sich als absoluter Fehlgriff und der Richtige scheint in weite Ferne zu rücken. So gefällt mir das Buch: Mit Laugenweckle zum Frühstück hat Elisabeth Kabatek eine Komödie geschrieben, die mitten im Schwabenland, genau in Stuttgart spielt. Der Ort der Handlung, Stuttgart und seine liebenswerte Bevölkerung, waren für mich der hauptsächliche Grund, dieses Buch zu lesen. Ich habe die Stadt vor zwei Jahren für längere Zeit beruflich besucht und fühlte mich in diese Zeit zurückversetzt. Als Neigschmeckte ist für mich der Dialekt perfekt getroffen. Und auch mit Klischees wurde nicht gespart. Einfach herrlich und sehr komisch. Die Hauptperson Line ist schon liebenswürdig, zwischenzeitlich würde man sich aber wünschen, dass sie mal etwas weniger katastrophal agiert. Andererseits, ist es durchaus vorstellbar, dass es solche Menschen gibt, die Katastrophen quasi magisch anziehen und nichts daraus lernen und es vielleicht in der Zukunft besser machen. Auch dass Warnungen ungehört bleiben, kennen wohl viele Menschen. Freundin Lila ist eine echte Freundin, vielleicht auch ein wenig chaotisch, aber ebenso authentisch wie Line selbst. Sie hat eine Vorliebe für Schokolade, mit der sie nicht hinter dem Berg hält. Weiß sie doch selbst, dass diese Vorliebe nicht zu übersehen ist. Die kurzen Episoden, die von Lilas Umgang mit deren Schutzbefohlenen erzählen, machen diese Frau noch ein Stück weit sympathischer. Schwarm Leon fand ich etwas farblos. Auf der einen Seite, scheint er schon zu wissen, was er will. Bleibt Leon dann aber doch seltsam unentschieden als würde er gern mehrere Eisen im Feuer haben. Dande Dorle dagegen ist aus meiner Sicht, eine Seniorin mit Herz und Durchsetzungsvermögen. Ist sie es doch, die sich um die Familie und deren Zusammenhalt kümmert. Das Happy End, das auch ihr zuteil wird, gönnt man der alten Dame von Herzen. Fazit: Eine charmante Komödie mit Herz und urigen Charakteren.
Bewertung
5/5
11.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Super!!!!!!!!
So ein witziges Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen! Ich kann es rundum empfehlen. Und für alle Stuttgarter ist es noch viel besser: denn die Beschreibungen der Stadt sind klasse. Man sieht alles vor sich, die Lokalitäten stimmen 100%, die Mentalität, die kleinen Geschichten, die man auch schon erlebt hat wenn man in Stuttgart lebt - absolut authentisch und zum kringelig lachen! Einfach wunderbar dieses Buch!
Brigitte Bouman-Mengering
aus Lingen (Ems)
5/5
11.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Toller Einstieg
Das war ein Buch,bei dem ich mal wieder von Herzen gelacht habe.Erwartet hatte ich ein "Frauenbuch",bekommen habe ich eine wundervolle Geschichte um die Hauptperson Line,die ein Katastrophen-Gen in sich birgt.Dieses ist nicht an den Haaren herbeigezogen,solche Menschen gibt es wirklich,auch in meiner Umgebung.Sie versucht den Alltag,der ihr nicht nur Steine,nein ganze Gebirge vor die Füsse legt,so souverän es geht zu meistern.Und das ist einfach zum Schießen.Klasse,daß dieses Buch gleich weiter geht.Wir sehen uns beim Brezeltango.
Sanne
aus Oberschwaben
4/5
31.12.2012
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein unterhaltsamer Roman. Der…
Ein unterhaltsamer Roman. Der oft flapsige Ton liest sich angenehm, die schwäbischen Passagen sind meist witzig (mal für Schwaben). Stören tut mich, dass trotz des Titels im Verlauf der Geschichte penetrant Laugenbrötchen gekauft werden. Das passt nicht zum ansonsten nett geschriebenen Roman. Fällt aber wohl nur echten Schwaben auf, emfinde ich aber aufgrund des sehr lokalen Bezugs und eben des Titels als stilistischen Fehler.
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