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Produktbild: Zug um Zug

Zug um Zug

Aus der Reihe Zeitgeschichte
1

15,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

19.10.2011

Verlag

Hoffmann & Campe Digital

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

515 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783455850130

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Nein

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

19.10.2011

Verlag

Hoffmann & Campe Digital

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

515 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783455850130

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"Das De-facto-Handeln ist entscheidend"

Raumzeitreisender aus Ahaus am 16.02.2026

Bewertungsnummer: 3047406

Bewertet: eBook (ePUB)

In "Globale Verschiebungen" diskutieren Helmut Schmidt und Peer Steinbrück Fragen der Weltpolitik. Mit den Einschätzungen von Schmidt zu USA, China, dem Nahen Osten und Europa sollte sich jeder Nachwuchspolitiker beschäftigen. Sie bieten eine Orientierung. Schmidt ist bestens informiert und profitiert von seinen weltweiten Kontakten. Seine Meinung ist sachlich fundiert. Zum Verhalten gegenüber Polen fordert er: "Das bedarf eines unglaublichen Fingerspitzengefühls bei der politischen Klasse in Berlin." Weniger staatsmännisch geht es in den folgenden beiden Kapiteln zu. Steinbrück und Schmidt tauschen Erinnerungen aus der Zeit aus, als Schmidt noch Bundeskanzler war. Abfällige Bemerkungen über Personen unterbleiben. Der Fall der Mauer ist Thema und auch das Verhältnis zu den ehemaligen Ostparteien. "Ich habe zum Beispiel mit großer innerer Missbilligung gesehen …, dass sich alle auf die ehemaligen SED-Leute gestürzt haben; die Blockflöten blieben völlig unbehelligt und waren in manchen Fällen die schlimmeren Opportunisten", so Schmidt. Die Autoren greifen Versäumnisse der SPD auf. So wurden lt. Steinbrück z.B. die Integrationsprobleme viel zu lange tabuisiert. "... es hätte die SPD sein müssen, die diese von vielen Bürgern hautnah empfundenen Probleme rechtzeitig, lange vor dieser Buchveröffentlichung [gemeint ist "Deutschland schafft sich ab" von Thilo Sarrazin], hätte aufgreifen müssen." Reformvorhaben und die Reformfähigkeit der SPD werden diskutiert, das Verhältnis zu Gewerkschaften und Betriebsräten beleuchtet. Es geht aber auch um ganz andere Themen. Schmidt und Steinbrück plaudern über Fußball, Kunst, Literatur und Philosophie. Steinbrück wünscht sich, dass sich Intellektuelle häufiger in öffentliche Debatten einmischen. Umgekehrt sollten Politiker sich mit der Kunst- und Kulturszene beschäftigen. Im weiteren Gespräch geht es um Macht. Man kann kaum glauben, dass Schmidt das Misstrauensvotum von Oktober 1982 als Befreiung und nicht als Niederlage empfunden hat. Schmidt und Steinbrück diskutieren die Finanzkrise und die Unterschiede im Hypothekenrecht zwischen USA und Deutschland. Bereits 1998 gab es Überlegungen, den LTCM, einen Hedgefond, pleitegehen zu lassen. Aber Greenspan und McDonough entschieden: "Too big to fail". In einer ähnlichen Situation befand sich Steinbrück 2007, als es darum ging, ob man eine Düsseldorfer Bank pleitegehen lassen könne. Die Dialogform hat den Vorteil, dass Gesprächsentwicklungen und die Art des Umgangs deutlich werden. Gemeinsamkeiten und Gegensätze kommen besser zur Geltung. Zudem wirken die Inhalte weniger abstrakt. Die Leser erfahren einiges zum politischen Umfeld und die Gesprächspartner werden transparenter. Wenn das Ziel darin bestand, Politik anschaulich zu machen und die Kluft zu den Politikern zu reduzieren, ist das gelungen.

"Das De-facto-Handeln ist entscheidend"

Raumzeitreisender aus Ahaus am 16.02.2026
Bewertungsnummer: 3047406
Bewertet: eBook (ePUB)

In "Globale Verschiebungen" diskutieren Helmut Schmidt und Peer Steinbrück Fragen der Weltpolitik. Mit den Einschätzungen von Schmidt zu USA, China, dem Nahen Osten und Europa sollte sich jeder Nachwuchspolitiker beschäftigen. Sie bieten eine Orientierung. Schmidt ist bestens informiert und profitiert von seinen weltweiten Kontakten. Seine Meinung ist sachlich fundiert. Zum Verhalten gegenüber Polen fordert er: "Das bedarf eines unglaublichen Fingerspitzengefühls bei der politischen Klasse in Berlin." Weniger staatsmännisch geht es in den folgenden beiden Kapiteln zu. Steinbrück und Schmidt tauschen Erinnerungen aus der Zeit aus, als Schmidt noch Bundeskanzler war. Abfällige Bemerkungen über Personen unterbleiben. Der Fall der Mauer ist Thema und auch das Verhältnis zu den ehemaligen Ostparteien. "Ich habe zum Beispiel mit großer innerer Missbilligung gesehen …, dass sich alle auf die ehemaligen SED-Leute gestürzt haben; die Blockflöten blieben völlig unbehelligt und waren in manchen Fällen die schlimmeren Opportunisten", so Schmidt. Die Autoren greifen Versäumnisse der SPD auf. So wurden lt. Steinbrück z.B. die Integrationsprobleme viel zu lange tabuisiert. "... es hätte die SPD sein müssen, die diese von vielen Bürgern hautnah empfundenen Probleme rechtzeitig, lange vor dieser Buchveröffentlichung [gemeint ist "Deutschland schafft sich ab" von Thilo Sarrazin], hätte aufgreifen müssen." Reformvorhaben und die Reformfähigkeit der SPD werden diskutiert, das Verhältnis zu Gewerkschaften und Betriebsräten beleuchtet. Es geht aber auch um ganz andere Themen. Schmidt und Steinbrück plaudern über Fußball, Kunst, Literatur und Philosophie. Steinbrück wünscht sich, dass sich Intellektuelle häufiger in öffentliche Debatten einmischen. Umgekehrt sollten Politiker sich mit der Kunst- und Kulturszene beschäftigen. Im weiteren Gespräch geht es um Macht. Man kann kaum glauben, dass Schmidt das Misstrauensvotum von Oktober 1982 als Befreiung und nicht als Niederlage empfunden hat. Schmidt und Steinbrück diskutieren die Finanzkrise und die Unterschiede im Hypothekenrecht zwischen USA und Deutschland. Bereits 1998 gab es Überlegungen, den LTCM, einen Hedgefond, pleitegehen zu lassen. Aber Greenspan und McDonough entschieden: "Too big to fail". In einer ähnlichen Situation befand sich Steinbrück 2007, als es darum ging, ob man eine Düsseldorfer Bank pleitegehen lassen könne. Die Dialogform hat den Vorteil, dass Gesprächsentwicklungen und die Art des Umgangs deutlich werden. Gemeinsamkeiten und Gegensätze kommen besser zur Geltung. Zudem wirken die Inhalte weniger abstrakt. Die Leser erfahren einiges zum politischen Umfeld und die Gesprächspartner werden transparenter. Wenn das Ziel darin bestand, Politik anschaulich zu machen und die Kluft zu den Politikern zu reduzieren, ist das gelungen.

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Zug um Zug

von Helmut Schmidt, Peer Steinbrück

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