Es herrscht Krieg. In einem unbedeutenden Tal entscheidet sich das Schicksal der Nordlande, und drei Männer kämpfen sich durch eine dreitägige, blutige Schlacht: Bremer dan Gorst, in Ungnade gefallener Leibwächter des Königs der Union, Prinz Calder, machtbesessen und feige, sowie Curnden Craw, einer der letzten ehrlichen Barbaren. Drei Männer mit dunklen Seiten, drei noch finsterere Tage voller Blut und Tod, und eines steht von Beginn an fest: Helden gibt es hier schon lange nicht mehr...
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Kann einfach nicht mit den Vorgängern mithalten
Atomfried Megaforce am 02.02.2021
Bewertungsnummer: 869255
Bewertet: eBook (ePUB)
Das Buch an sich ist nicht schlecht, aber gemessen an dem ersten Teil wird es den Erwartungen einfach absolut nicht gerecht.
Die Ehre der Schlacht ...
Corinna Behne aus Göttingen am 20.02.2012
Bewertungsnummer: 767978
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Endlich ein neuer Abercrombie! Das dachte ich, als ich die Ankündigung von "Heldenklingen" gesehen habe. Warum endlich? Nun, Joe Abercrombie versteht es wie kein zweiter, eine blutige, Morallose, unmenschliche Schlacht so blumig, aber gleichzeitig so ungeschönt zu beschreiben. Für mich ist er DIE Außnahme im Phantastik-Bereich und bisher konnte keiner an seine malerische Beschreibung des Blutigen Neuners in der vorangegangenen Trilogie heranreichen. Ich liebe Joe Abercrombies Schreibstil, seine Charaktere und seine Erbarmungslosigkeit.
Trotzdem, auf irgendeine Art und Weise war ich trotz der epischen Schlacht ein wenig enttäuscht von den rund 1000 Seiten. Es wurde schon angeschnitten, dass ein roter Faden für den Leser gefehlt hat, man nicht so genau wusste, weshalb es diese Schlacht jetzt gab (aber ich vermute scharf, dass die Magier wieder ihre Finger im Spiel hatten, allen voran Bayaz!) und wohin sie führen soll.
Aber ich will lieber zum Positiven Teil kommen, der klar überwiegt!
1. Der Übergang zwischen den Charakteren.
Wie immer sind die Kapitel recht lang, aber herrlich untereinander gegliedert. Liest man im einen Moment noch aus der Sicht eines unerfahrenen Unionisten, dem der Kopf weggeschossen wird, bekommt man im nächsten Moment die Sichtweise seines Mörders mitgeteilt; ein Nordmann, der schon einige Jahre dabei ist und seinem Namen alle Ehre machen will. Oft nutzt Abercrombie die letzten Sätze des vorangegangenen Charakters, um den nächsten damit zu schmücken, was sich grandios lesen lässt, Lust auf mehr macht und den Tod von so vielen Menschen so viel realistischer, grausamer macht.
Grandios!
2. Die Charaktere
Wie habe ich mich gefreut, Espe wiederzusehen! Ich habe leise vor mich her gesummt, jedes Mal, wenn der Hauptcharakter der "Racheklingen" die Bühne betrat; nur als Randfigur, aber immerhin!
Bremer war mir mehr als sympathisch - sein Heldenmut ging mir sehr ans Herz, obwohl er sich sicherlich selbst niemals als Held betrachten würde und auch jeder andere würde diese Betrachtung sicherlich dementieren. Trotzdem!
Der Prinz der Nordmänner hat mich allerdings am meisten fasziniert - seine Ränke, seine Pläne, sein Untergang und sein Aufstieg. Abercrombie schafft es so leicht, seine Charaktere unsympathisch wirken zu lassen und umso leichter, sie genau dadurch wieder sympathisch zu machen.
3. Die Handlung
W - O - W.
Eine einzige Schlacht, fünf Tage und das in 1000 Seiten. In einem einzigen Buch. Ich verneige mich vor Abercrombie, der wie immer die herrlichsten Intrigen, die blutrünstigsten Politker & Prinzen und die abscheulichsten Frauen schafft. Es ließt sich grandios!
Womit wir beim 4. und letzten Punkt wären: der Lesefluss. 1000 Seiten? Pah, gefühlte 200, so schnell und gut ließ es sich lesen! Joe Abercrombie ist und bleibt für mich ein Meister der neueren Phantastik und wer immer seine vorherigen Werke gelesen hat, sollte auch die "Heldenklingen" lesen. Für alle anderen Phantastik-Interessierten gilt: wer das nicht liest, ist selber schuld!
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