Even monsters need peace. Even monsters need a person who truly wants to listen - to hear - so that someday we might find the words that are more than boxes. Then maybe we can stop men like me from happening...A prisoner sits on death row in a high security prison. His only escape is through the words he dreams about, the world he conjures around him using the power of language. For the reality of his world is brutal and stark. He is not named, nor do we know his crime. But he listens. He listens to the story of York, the prisoner in the cell next to him who has been sentenced to death. He hears The Lady, a mitigation specialist who is piecing together York's past. He watches as The Lady falls in love with The Priest and wonders if love is still possible in this place. He sees the corruption and the danger as the tensions in the prison build. And he waits. For even monsters have a story...
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Letzter Lebensfaden Imaginationskraft?
Samantha Faye aus Freihung am 11.11.2020
Bewertungsnummer: 1401503
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein Buch von geradezu unheimlicher Schönheit. Traurig, poetisch, entrückend sowie düster. Noch nicht auf Deutsch erschienen? Schade! So toll!
Auf dem Titelbild sind güldene Pferde, die gleichfarbige Gitterstäbe überwinden.
Magischer Realismus ist immer dann für mich gegeben, wenn zwar die häßliche Wirklichkeit nicht negiert wird, aber das unheimlich Phantastische mit poetischem Anspruch in unsere gräßliche jeweilige Gegenwart einbricht. Wie zum Beispiel in "Pans Labyrinth" von Guillermo del Toro. Dieses Buch hier von Rene Denfeld zählt ebenfalls dazu. Das ist wieder eines derjenigen, die ich bereits vor längerer Zeit gelesen hatte, aber nachhaltig Eindruck auf mich gemacht hat.
Ich frage mich nur vorneweg, warum es dieses Buch nicht auf Deutsch gibt. So entgeht es vielen potentiell interessierten Lesern, die des Englischen nicht mächtig sind.
Rene Denfeld engagiert sich für unschuldig Verurteilte und Opfern von Sexhandel. Sie selbst ist Ermittlerin. Sie weiß also, wovon sie schreibt.
Um was geht es?:
Ein namenloser Häftling sitzt im Todestrakt tief unter der Erde eines uralten Gefängnisses.
Seine Möglichkeiten sind naturgemäß sehr beschränkt, aber seine Bücher, in die er sich tief versenkt als auch seine Imaginationskraft sind ihm ein großer Trost.
Seine begrenzte Welt und alles, was er darin beobachtet webt er in phantastische Geschichten ein. Nur seine Vorstellungsgabe oder mehr als das? Verfügt er anhand seiner speziellen Lebensumstände über mindestens eine besondere Eigenschaft?
Er hört offenbar Wesen in den Wänden ( kleine Männlein ) und nimmt goldene Pferde wahr, die frei durch das Gefängnis galoppieren. Berückende Visionen oder purer Wahnsinn, seinem sicheren Tode geschuldet? Schuldig oder unschuldig?
Und alles ist von den unguten Ausdünstungen der brachialen Gewalt des Knastes umwabert.
Eine Ermittlerin, Lady genannt und ein gefallener Priester wühlen sich durch die Vergangenheit der Todeskandidaten, in der Hoffnung sie entlasten zu können. Ein anderer verurteilter Mörder namens York möchte aber gar keine Hilfe mehr.
Nicht nur finden Lady und der Expriester zunehmend Gefallen einander, nein, sie entdecken beim Schnüffeln auch Dinge, die offenbar mit ihrer eigenen Vergangenheit zusammenhängen. Alles, was sie bisher als Werte definierten, droht auf den Kopf gestellt zu werden.
Ein großartiges Debüt einer Autorin, die erst einmal aufzeigt, was Kriminalität überhaupt erst inkubiert, welche Folgen das zeitigt und wiederum neue Gewalt gebiert - innerhalb der Gefängnismauern.
Wie einer hoffnungslos gefangen sein kann ( wie der Hauptprotagonist in Jack Londons "Die Zwangsjacke" ), in Isolation, mit Todesstrafe in Aussicht und es im Rahmen seiner Möglichkeiten trotzdem schaffen kann frei zu sein .....
Wie freie Menschen wie Lady und der Expriester auf ihre eigene Art Gefangene sind ...
Es gibt auch Implikationen über Sinn und Unsinn der Todesstrafe, ohne den moralischen Holzhammer zu gebrauchen.
Eine düstere Geschichte mit authentischem Anspruch, die poetisch sowie seltsam entrückt scheint und trotzdem nur einen Schritt von der Grausamkeit des nächsten Menschen entfernt.
Wie Selbstverständlichkeiten wie Wolken eine immens aufgeladene Bedeutung bekommen, wenn man immerzu unter der Erde festsitzt .....
Merkwürdig fragil und betörend wie Imagination und Realität ineinanderfließen sowie eins ins andere changierend.
Ungeschönt wird aus der Hölle berichtet und auch von häßlichen Dingen, die dort geschehen, aber es gibt eine zartblühende Blume namens Hoffnung und eine zerbrechliche Chance auf Vergebung, Erhöhung aus den tiefsten Tiefen hinaus. Sowie die Magie der Phantasie!!!
A haunting story
Lisa F. aus Berlin am 19.01.2021
Bewertungsnummer: 1006688
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
What a beautifully written debut novel! So vivid and full of wonderful prose. Don't be fooled by that bright cover, though, this book is pretty dark.
The Enchanted is set in an old maximum security prison, our narrator is a nameless prisoner. We also follow the story of "the lady", "the priest" and "the warden" and learn about the fellow prisoner York through our nameless protagonist.
Our main character does not speak but is an avid reader, escaping into the world of books. Not only do we learn more of him but also about York whose case has been assigned to the death penalty investigator "the lady". She is researching York's past and trying to save him from death.
The atmosphere is pretty bleak throughout the novel but there are moments so beautiful which brighten up the book a little bit.
I also must admit that I didn't see that ending coming, I was really suprised.
This is a very haunting story but in a good way.
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