Literatur und Rationalität Funktionen der Literatur in der Europäischen Kulturgeschichte
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47,50 €
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
17.02.2014
Verlag
Brill | FinkSeitenzahl
197
Maße (L/B/H)
21,6/13,6/1,7 cm
Gewicht
276 g
Auflage
2014
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7705-5591-8
Die Kulturrevolution der Rationalität eröffnet der Literatur innerhalb der europäischen Kulturgeschichte in der Antike neue Spielräume. Mit der Erfindung von Philosophie und Wissenschaft tritt die Literatur in ein postmythisches Zeitalter der Aufklärung ein – in kritischer Opposition zu den Einseitigkeiten der Rationalitätskultur. Kritisch spiegelt sie seit dem antiken Drama die Gender-Zuschreibungen des ›logoshaft‹-Männlichen gegenüber dem ›irrational‹-Weiblichen. Die europäische Poetik und Ästhetik definiert Literatur als bevorzugtes Ausdrucksmedium der von der Rationalität abgewerteten Emotionalität, Sinnlichkeit und Fantasie. Vor allem seit dem Spätmittelalter prägt auch die visionär-utopische Funktion jüdisch-christlicher Abkunft die große europäische Dichtung. Der moderne Roman schließt an die kritische Aufklärungsfunktion des antiken Dramas im nun bürgerlichen Zeitalter an. Reflexive Funktionen übernehmen seit Barock und Aufklärung vor allem philosophisch-literarische und auch sprachreflexive Texte.
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