FRAUENPORTRAITS IN DER ARBEITER-ZEITUNG Adelheid Popp beschreibt Lily Braun als "vorbildlichen Typus der kämpfenden Frau", Therese Schlesinger schildert Rosa Luxemburgs frühen "genialen Einblick in die Triebkräfte der Weltpolitik", Marianne Pollak bewundert an George Sand die Intensität ihres Lebens, Emma Adler erzählt beeindruckt, doch nicht kritiklos, von der schillernden Gestalt Olympe de Gouges. Frauen der Sozialdemokratie würdigten Frauenleistung und -werk, verfassten Rezensionen und Nachrufe, differenziert und mit Respekt berichteten sie von Engagement, Arbeit und Leben der Vorkämpferinnen und Mitstreiterinnen. Die Beiträge haben jene Qualität, für die die Arbeiter- Zeitung als beste in der k&k-Monarchie gewürdigt wurde. Eva Geber gibt hier eine Sammlung von Beiträgen heraus, die zwischen 1900 und 1933 in der Arbeiter- Zeitung erschienen sind. Ihre biographischen Skizzen der Autorinnen sowie der portraitierten Frauen veranschaulichen deren soziales, politisches oder wissenschaftliches Umfeld. Akribisch und mit Empathie folgt sie dem politischen Kampf von Frauen um 1900 und erläutert den historisch-gesellschaftlichen Hintergrund.
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Marie-Therese Reisenauer
aus Wien
5/5
18.11.2013
Buch (Paperback)
Arbeiterkultur
Es gab einmal eine Zeitung in Österreich, die obzwar Parteizeitung, als eines ihrer größten Anliegen darin sah, Kultur zu vermitteln. Es gab einmal eine Zeitung in Österreich, bei der der Anteil an Frauen im journalistischem Alltag nicht nur quantitativ, sonder vor allem auch in qualitativer Sicht ein großer war. Genau diese Frauen aus der Zeit von 1900 bis 1933 welche in der Arbeiterzeitung schrieben, werden uns in diesem klugen Buch näher gebracht, samt ihren Artikeln.
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