Erinnern - Erzählen - Europa

Das Gedächtnis der Literatur

Schriftenreihe Literatur. Institut für Österreichkunde und Abteilung Fachdidaktik AECC Deutsch am Institut für Germanistik Band 27

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Beschreibung

Der transnationale Erinnerungsraum "Europa" ist ein umkämpftes Feld, das von heterogenen geschichtlichen Erfahrungen und konkurrierenden Geschichtsbildern bestimmt wird. Wie man mit diesen "Erinnerungskonflikten" umgehen soll, ist eine zentrale Frage in der Diskussion um die Identität des "neuen Europa".
In diesem Band untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen am Beispiel historischer Schlüsselereignisse der europäischen Geschichte seit dem Zweiten Weltkrieg die Art und Weise ihrer literarischen und filmischen Darstellung und fragen nach den Schwierigkeiten und Möglichkeiten eines "gemeinsamen" Erinnerns. Ein Plädoyer für eine neue Qualität im Umgang mit europäischen Erinnerungskulturen.

Aus dem Inhalt

Literarischer Vorspann
Ungarische Dichter über die Shoah

Einleitung
Hajnalka Nagy, Werner Wintersteiner: Erinnerungskulturen im Umbruch? Eine Einführung

Zivilisationsbruch - Zivilisationsbrüche. Narrative des Traumas
Wolfgang Müller-Funk: Erinnerung als narrative Konstruktion
des Vergangenen. Theoretische Überlegungen zu einer großen europäischen Erzählung, der Shoah
Alfred Gall: Das Lager erzählen. Literatur über den Gulag als Gedächtnismodell
Werner Wintersteiner: "Wir sind die Angst der Welt, die keiner in seinem Haus haben will." Hiroshima in der literarischen Erinnerung

Erinnerungen an historische Schlüsselereignisse in Literatur und Film
Alexander Kratochvil: Das Kriegsende als Topos literarischer Erinnerungen
Andreas Leben: Der Partisanenkampf im Spiegel slowenischer und deutschsprachiger Literatur
György Gömöri: Erlebnis und Gedächtnis. 1956 in der ungarischen, englischen und anderen Literaturen
Arno Rußegger: 1956 und die Erinnerung an ein anderes Österreich im Film
Andreas Pflitsch: "Ein Gewimmel von Reminiszenzen, Allegorien, Selbsttäuschungen, Verallgemeinerungen und Projektionen …". 1968 als Chiffre und Erinnerungsort in der Literatur zwischen Ost und West
Marlon Auernig: Die Friedenstaube und der Frühling. Über die Thematisierung der Prager Ereignisse 1968 in der
tschechischen Literatur

Memory in Progress: Kampf um Deutungsmacht
Karin Liebhart: Dimensionen transnationaler Erinnerung. 1989 und die friedlichen Systemwechsel in der MOE-Region als neuer europäischer lieu de mémoire?
Kurt Gritsch: Konstruierte Erinnerung? Die Intellektuellendebatte um den "Kosovo-Krieg" 1999

Ausblick
Hajnalka Nagy: Einübung ins Grenz(ge)denken. Deterritorialisierungen im europäischen Erinnerungsraum

Literarischer Nachspann
Vladimir Vertlib: Migration und Mozartkugel. Das Österreichbild von Einheimischen und Zugewanderten im Wandel

"Der Band, der in einen Dialog mit literarischen und künstlerischen Werken tritt, ist ein Plädoyer für eine neue Qualtität im Umgang mit europäischen Erinnerungskulturen."
Die Presse, Spectrum, Janko Ferk

Hajnalka Nagy, Dr.in, Mitarbeiterin am Institut für Deutschdidaktik an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Werner Wintersteiner, Univ.-Prof.Dr., Deutschdidaktiker und Friedenspädagoge. Leiter des Instituts für Deutschdidaktik der Universität Klagenfurt. Herausgeber der Zeitschrift "ide – informationen zur deutschdidaktik" und der Buchreihe "ide-extra".

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 12.01.2015
Herausgeber Hajnalka Nagy, Werner Wintersteiner
Verlag Studien Verlag
Seitenzahl 320
Maße 23,3/16,2/2,5 cm
Gewicht 555 g
Auflage 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7065-5296-7

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