Nach neunzehn Jahren Haft kehrt Jean Valjean nach Frankreich zurück. Ein freundlicher Bischof nimmt ihn auf und hält sogar noch zu ihm, als er selbst von ihm bestohlen wird. Dankbar beschließt Valjean, nunmehr anständig zu leben. Er verschafft sich eine neue Identität, wird reich und unterstützt Arme und Entrechtete. Alles setzt er daran, die todkranke Arbeiterin Fantine und ihre kleine Tochter Cosette zu retten. Da holt ihn seine Vergangenheit ein. – 'Die Elenden' ist unter dem Originaltitel 'Les Misérables' auch als Film und Musical sehr bekannt. Victor Hugo hat sein leidenschaftliches Plädoyer für Humanität in ein gewaltiges Epos gefasst.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
5/5
21.04.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hochdramatisch, spannend, skandalös....
Hochdramatisch, spannend, skandalös. Ein klassiker, der sich wirklich lohnt!
Bories vom Berg
aus München
5/5
04.09.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sozialkritisches Epos Einer…
Sozialkritisches Epos Einer der wichtigsten Romane der französischen Literatur ist «Die Elenden» von Victor Hugo, ein 1862 erschienenes Werk der Romantik, das inzwischen ein Klassiker der Weltliteratur wurde, es gibt nicht weniger als 48 Verfilmungen und dutzende andere Adaptionen des Stoffes. Vordergründig handelt es sich um einen Abenteuerroman, in dessen Mittelpunkt ein ehemaliger Zuchthäusler steht, der seinen Weg zurück in die Gesellschaft sucht. Vom Anliegen des Autors her aber ist dies ein sozialkritischer Gesellschaftsroman aus der Epoche nach Napoleon bis zum Juni-Aufstand in Paris, also von 1815 bis 1832. Der ursprünglich nur wegen Mundraub verurteilte Jean Valjean hat, nach seiner Entlassung aus 19 Jahren Haft, als Gast eines selbstlosen Bischofs ein beglückendes Erweckungserlebnis, er wandelt sich zu einem moralisch vorbildlichen Menschen. Wegen seiner Vergangenheit nimmt er eine neue Identität an und wird schließlich mit einer genialen Erfindung zum erfolgreichen Fabrikanten. Seinen neuen Reichtum nutzt er selbstlos als hochgeachteter Wohltäter, hilft den Armen wo er kann, man ernennt ihn sogar zum Bürgermeister. Seine Lebensaufgabe findet er schließlich, als er ein kleines Mädchen aus den Fängen seiner bösartigen Pflegefamilie befreit, zu sich nimmt und aufzieht. In dem sturen Polizeiinspektor Javert findet er jedoch einen hartnäckigen Gegenspieler, der ihn unerbittlich weiter verfolgt und dem er mehrfach nur knapp entkommen kann. Der Roman endet, nach der Heirat von Cosette, mit dem Tod seines zutiefst moralischen Protagonisten. Victor Hugo baut neben seiner zentralen Figur eine Fülle weiterer Charaktere auf, die in vielen Abstufungen vom bewundernswerten Gutmenschen bis zum skrupellosen Schwerverbrecher das ganze Spektrum individueller Psyche und moralischer Verfasstheit abbilden. Alle diese Figuren werden überaus anschaulich beschrieben, sie verkörpern lebensprall jeweils ein bestimmtes menschliches Naturell und scheinen geradezu greifbar vor dem Leser zu stehen. Der abenteuerliche Plot ist weitverzweigt und nimmt nach dem Motto ‹Der Weg ist das Ziel› so manchen Umweg, der mit dem eigentlichen Thema wenig zu tun hat. So zum Beispiel, wenn auf dutzenden von Seiten die Schlacht bei Waterloo geschildert wird oder das unterirdische Abwassersystem von Paris, das hier am Ende als Fluchtweg dient. Gut und böse als ethische Gegenpole bestimmen diesen vielschichtigen Roman, der aber auch politische, religiöse und philosophische Fragestellungen aufgreift und in dem die berührende Liebesgeschichte von Cosette und Marius ebenfalls einen breiten Raum einnimmt. Insbesondere der Polizist Javert als kompromissloser Vertreter der Staatsmacht gelangt am Schluss mit seinen eisernen Prinzipien in unlösbare Gewissenskonflikte, aus denen er nicht mehr herauszufinden vermag. Sympathieträger im Roman sind auch so manche Nebenfiguren wie der schrullige Großvater von Marius oder der gutherzige Bischof. Den Großvater hätte seine schroffe Art beinahe ins Unglück gestürzt, wäre ihm nicht der beim Barrikadenkampf schwerverletzte Marius ins Haus gebracht worden, was bei ihm ein totales Umdenken auslöst. Die Sympathie des Autors für die aufständischen Republikaner von 1832 ist unverkennbar. Man schoss durch ein Gitter aufeinander, heißt es an einer Stelle seiner mitreißenden Schilderungen der turbulenten Ereignisse. «Ein Beobachter, ein junger Träumer, der Verfasser dieses Buches, der ausgegangen war, um sich den Vulkan aus der Nähe anzusehen, geriet zwischen die beiden Feuer». Victor Hugo sah die Republik als politische Voraussetzung für die Linderung der schlimmsten Not «der Elenden». Er verdeutlicht aber auch seine Überzeugung, dass konsequentes ethisches Handeln diese Not entscheidend lindern kann, wofür er in diesem Epos viele anschauliche Beweise liefert. Insoweit ist dieser grandiose Roman eine flammende Anklage gegen die soziale Schieflage in der französischen Gesellschaft des frühen Neunzehnten Jahrhunderts.
buchwürmchen
aus reutlingen
4/5
11.03.2015
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Leser wird auf den…
Der Leser wird auf den Lebens- und Leidensweg des Jean Valjean entführt, der wegen eines gestohlenen Brotes zu harter Zwangsarbeit auf den Galeeren verurteilt wird. Nach seiner Befreiung hilft ihm ein Geistlicher wieder zurück zu finden, wegweisend versucht er ihn zu einem rechtschaffenen Menschen zu formen und das gelingt ihm auch. Jean Valjean gelangt zu Reichtum und unterstützt die Armen und Schwachen, doch seine Vergangenheit nimmt ihn wieder ein. Es gelang mir nicht wirklich zu den verschiedenen Charakteren Sympathien aufzubauen. Einen Helden im klassischen Sinne gibt es nicht, dafür aber eine minutiöse Beschreibung jeder einzelnen Figur. Ebenso detailreich sind die Lebensverhältnisse der Menschen Anfang des 19. Jahrhunderts beschrieben, Paris baut sich als komplettes Bild vor dem Inneren Auge auf, Politik, Religion, Recht und Unrecht werden teilweise über Seiten analysiert, was der Geschichte als solches nicht immer gut tut, jedoch weiterblättern wagte ich nicht. 1340 schwer zu verdauende Seiten, trocken und distanziert, teilweise extrem langatmig, dennoch absolut faszinierend und lesenswert.
Bewertung
5/5
15.08.2025
Buch (Paperback)
Großartig
Einfach großartig. Eine sehr gute geschriebene Geschichte mit sehr emotional Charaktern und Geschichte. Tatsächlich kenne ich die Geschichte seit ich eine Kind war, da ich den Show geguckt habe. Es berührt Immer noch meine Herz.
Lea
aus Wien
5/5
02.04.2022
Buch (Taschenbuch)
Zu Recht ein Klassiker
Lange habe ich überlegt OB ich Les Miserabel lesen soll oder nicht. In Frankreich ein Klassiker den jeder einmal gelesen haben sollte, ist das Buch hier in Österreich eher in der Musical Version bekannt. Sehr SCHADE, den nachdem ich dieses Buch gelesen habe bin ich einfach nur begeistert.
Berührend und man fiebert mit den Hauptpersonen mit - schon lange bin ich nicht mehr in einem Buch so verloren gegangen - die Figuren und ihre Geschichten berühren einen und man fühlt mit ihnen mit - man fühlt ihr "Elend" und doch hofft man dass es für die lieb gewonnen Figuren gut ausgeht und die "bösen" ihr Karma bekommen.
Gerade am Anfang gibt es viele Erzählstränge, bei denen man sich denkt - WARUM, warum wird so lange herumerzählt, doch je näher man dem Ende kommt, desto mehr erkennt man wie wichtig diese Erzählstränge für die Geschichte sind, sie sind ein wichtiger Teil die Figuren kennen zu lernen, sie zu verstehen und um zu verstehen warum sie handeln, wie sie handeln.
Ich war so begeistert von "Les Miserabel" dass ich mir gleich "Der Glöckner von Notre Dame" von Victor HUGO gekauft habe :)
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