Wenn man Pinguine fragt, wer Gott ist, wissen sie nie genau, was sie darauf antworten sollen. Wahrscheinlich ist er groß und sehr mächtig. Aber er ist unsichtbar. Kann man dann sicher sein, dass es ihn wirklich gibt? Als sich die drei Pinguine über diese Frage zerstreiten, beginnt es heftig zu regnen: die Sintflut. Zum Glück hat ihnen die Taube noch rechtzeitig Tickets für die Arche Noah gebracht. Allerdings gibt es da ein Problem: Sie hatte nur noch zwei!
Das preisgekrönte auf einem Kindertheaterstück beruhende Werk erstmalig durchgängig farbig illustriert!
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Kerstin Grün
5/5
02.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bibelgeschichte mit Pinguin
Stell dir vor, du bist einer von zwei Pinguinen, vor denen plötzlich eine Taube steht, die dir sagt, dass die Erde demnächst überflutet wird, du aber mit deinem Freund auf einer Arche Unterschlupf findest. So weit, so gut.
Wenn da nicht noch ein dritter Pinguin zu eurer Gang gehören würde, der auch irgendwie mit aufs Boot muss. Ulrich Hub nimmt uns hier mit auf eine abenteuerliche und lustige Reise mit allerlei Getier, ordentlich Regen und philosophischen Pinguin-Gedanken über Gott.
Das allein sorgt schon für gute Unterhaltung, doch die S/W-Zeichnungen von Jörg Mühle perfektionieren die Überfahrt noch!
Ein witziges Büchlein, in dem es auch um die allerwichtigste Frage des Lebens geht: Lebt Gott in einem Koffer?
Fernweh_nach_Zamonien
aus Buchhaim
5/5
05.12.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine ungewöhnliche Perspektive auf die Bibelgeschichte. Feinsinnig und humorvoll zugleich.
Inhalt:
Wer ist Gott?
Schwierige Frage! Das finden auch drei Pinguine. Wenn er unsichtbar ist, woher weiß man dann, dass es ihn gibt?
Eine Taube berichtet von Gottes Zorn und seinem Plan, die Erde mithilfe einer Sintflut zu reinigen. Sie drückt den Pinguinen zwei Tickets in die Flügel und geht ihrer Wege.
Bekanntlich haben auf Noahs Arche aber nur zwei von jeder Tierart Platz. Und so verstecken die beiden ihren kleinen Freund in einem Koffer.
Auf ihrer Reise dreht sich alles um Freundschaft und die ganz großen Fragen des Lebens:
Ist der liebe Gott tatsächlich lieb? Sieht er wirklich alles? Ob er das Versteckspiel der drei Pinguine missbilligt?
Altersempfehlung:
ab 5 Jahre (zum Vorlesen)
für geübte Leser (etwa ab 9 Jahre) zum Selberlesen
keine Unterteilung in Kapitel
Illustrationen:
Viele kleine, farbenfrohe Zeichnungen ergänzen und unterstreichen die Handlung.
Die drei Pinguine sind dank ihrer besonderen Merkmale und verschiedenen Mützen gut auseinander zu halten.
Mein Eindruck:
Mit viel Charme und gut verständlichen Worten wird das Abenteuer der drei Freunde erzählt.
Die Dialoge zwischen den Pinguinen sind einfach nur herrlich schräg und besonders der trockene Humor lockert das Gelesene immer wieder auf.
Der Autor nimmt junge Lesende mit auf eine abenteuerliche Reise, an deren Ende eine überraschende Erkenntnis auf die drei Pinguine wartet.
Der kleine Pinguin hat sich versehentlich auf einen Schmetterling gesetzt und diesen "abgemurkst". Die anderen erklären, dass Gott gewisse Regeln aufgestellt hat, an die sich alle halten müssen. "Du sollst nicht töten!" ist eine davon. Bricht man diese, ist mit Gott nicht gut Kirschenessen ... oder Käsekuchenessen ... und wenn dann am liebsten ohne Rosinen.
Verständlich, dass der kleine Kerl annimmt, dass die Sintflut auch seinetwegen stattfinden wird.
Die bekannte Bibelgeschichte rund um Noah und seine Arche wird genutzt, um aus der Perspektive kindlich-naiver Pinguine essenzielle Fragen (die allen Kindern auf der Seele brennen) mit viel Humor auszugestalten.
Eine unterhaltsame und tiefsinnige Geschichte mit vielen kleinen versteckten Botschaften, Weisheiten und Anspielungen.
Lehrreich für Jung und Alt und eine Möglichkeit über Toleranz, Vergebung und Güte zu sprechen. Übrigens ganz gleich, ob man gläubig ist oder nicht.
Fazit:
Ein außergewöhnliches und fast schon philosophisches Lesevergnügen.
Kinder erleben die bekannte Bibelgeschichte aus einer völlig neuen Perspektive.
Wunderschöne Illustrationen erwecken die Charaktere zum Leben.
...
Rezensiertes Buch: "An der Arche um Acht" aus dem Jahr 2013
Fernweh_nach_Zamonien
aus Buchhaim
5/5
05.12.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine ungewöhnliche Perspektive…
Eine ungewöhnliche Perspektive auf die Bibelgeschichte. Feinsinnig und humorvoll zugleich. Inhalt: Wer ist Gott? Schwierige Frage! Das finden auch drei Pinguine. Wenn er unsichtbar ist, woher weiß man dann, dass es ihn gibt? Eine Taube berichtet von Gottes Zorn und seinem Plan, die Erde mithilfe einer Sintflut zu reinigen. Sie drückt den Pinguinen zwei Tickets in die Flügel und geht ihrer Wege. Bekanntlich haben auf Noahs Arche aber nur zwei von jeder Tierart Platz. Und so verstecken die beiden ihren kleinen Freund in einem Koffer. Auf ihrer Reise dreht sich alles um Freundschaft und die ganz großen Fragen des Lebens: Ist der liebe Gott tatsächlich lieb? Sieht er wirklich alles? Ob er das Versteckspiel der drei Pinguine missbilligt? Altersempfehlung: ab 5 Jahre (zum Vorlesen) für geübte Leser (etwa ab 9 Jahre) zum Selberlesen keine Unterteilung in Kapitel Illustrationen: Viele kleine, farbenfrohe Zeichnungen ergänzen und unterstreichen die Handlung. Die drei Pinguine sind dank ihrer besonderen Merkmale und verschiedenen Mützen gut auseinander zu halten. Mein Eindruck: Mit viel Charme und gut verständlichen Worten wird das Abenteuer der drei Freunde erzählt. Die Dialoge zwischen den Pinguinen sind einfach nur herrlich schräg und besonders der trockene Humor lockert das Gelesene immer wieder auf. Der Autor nimmt junge Lesende mit auf eine abenteuerliche Reise, an deren Ende eine überraschende Erkenntnis auf die drei Pinguine wartet. Der kleine Pinguin hat sich versehentlich auf einen Schmetterling gesetzt und diesen "abgemurkst". Die anderen erklären, dass Gott gewisse Regeln aufgestellt hat, an die sich alle halten müssen. "Du sollst nicht töten!" ist eine davon. Bricht man diese, ist mit Gott nicht gut Kirschenessen ... oder Käsekuchenessen ... und wenn dann am liebsten ohne Rosinen. Verständlich, dass der kleine Kerl annimmt, dass die Sintflut auch seinetwegen stattfinden wird. Die bekannte Bibelgeschichte rund um Noah und seine Arche wird genutzt, um aus der Perspektive kindlich-naiver Pinguine essenzielle Fragen (die allen Kindern auf der Seele brennen) mit viel Humor auszugestalten. Eine unterhaltsame und tiefsinnige Geschichte mit vielen kleinen versteckten Botschaften, Weisheiten und Anspielungen. Lehrreich für Jung und Alt und eine Möglichkeit über Toleranz, Vergebung und Güte zu sprechen. Übrigens ganz gleich, ob man gläubig ist oder nicht. Fazit: Ein außergewöhnliches und fast schon philosophisches Lesevergnügen. Kinder erleben die bekannte Bibelgeschichte aus einer völlig neuen Perspektive. Wunderschöne Illustrationen erwecken die Charaktere zum Leben. ... Rezensiertes Buch: "An der Arche um Acht" aus dem Jahr 2013
Christiane Hibbe
aus Düren
5/5
01.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Gott ist kein Pinguin!"
"Das Ticket berechtigt nur zur Beförderung. Ein Anspruch auf einen Sitzplatz besteht nicht. Der Weiterverkauf von Tickets ist untersagt. Nach der Sintflut verlieren die Tickets ihre Gültigkeit."
Wer kennt schon nicht die Geschichte der Arche Noah? Aber was ist wenn plötzlich drei Pinguine statt zwei mit auf die Arche müssen?
In seinem Buch "An der Arche um Acht" verpackt Ulrich Hub Fragen nach Gott und der Welt in einer niedlichen und lustigen Geschichte. Ich habe selten bei einem Buch so sehr gelacht.
Für Groß und Klein!
Igelmanu66
aus Mülheim
5/5
01.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der dritte Pinguin
Wenn man einen Pinguin fragt, wer Gott ist, weiß er nie genau, was er darauf antworten soll. »Oh Gott«, stottert der eine Pinguin, »schwierige Frage. Also Gott ist groß und sehr, sehr mächtig. Er hat sich jede Menge Regeln ausgedacht und kann ziemlich ungemütlich werden, wenn man sich nicht daran hält. Aber sonst ist er sehr freundlich.«
»Er hat nur einen kleinen Nachteil«, ergänzt der andere Pinguin.
»Und der wäre?« fragt der Kleine neugierig.
»Gott ist unsichtbar.«
»Das ist aber ein gewaltiger Nachteil«, der kleine Pinguin macht ein enttäuschtes Gesicht. »Wenn man Gott nicht sehen kann, weiß man nicht mit Sicherheit, ob es ihn wirklich gibt.«
Mitten im ewigen Eis stehen drei Pinguine und führen wenn sie sich nicht gerade raufen tiefsinnige Gespräche. Einer der Pinguine ist kleiner als die anderen beiden aber dafür nicht auf den Schnabel gefallen
Die beiden anderen Pinguine schauen sich ratlos an. Dann fordern sie den Kleinen auf: »Blicke dich einmal um und beschreibe uns genau, was du siehst.«
»Schnee«, antwortet der kleine Pinguin, ohne sich umzublicken, denn das weiß er schon.
»Weiter.«
»Eis.«
»Weiter.«
»Schnee.«
»Weiter!«
»Und Eis und Schnee und Schnee und Eis und Eis -«
»Und wer hat das alles gemacht?«
»Gott?«, fragt der kleine Pinguin zweifelnd.
»Genau«, die beiden anderen nicken eifrig mit ihren Köpfen. »Und was sagst du nun?«
»Besonders viel ist ihm bei dieser Gegend nicht eingefallen.«
Herrlich! Ich hätte den Diskussionen der drei Freunde noch ewig folgen können. Aber dieser Tag wird nicht im gewohnten Rhythmus von Eis und Schnee und Rauferei ablaufen. Nein, er wird den Pinguinen mehr Abwechslung bringen, als ihnen lieb ist. Wer als erwachsener Leser den Titel des Buchs gelesen hat, weiß schon, was nun kommen wird. Und richtig, da naht auch schon die Taube mit der Botschaft von Gott
In diesem Augenblick trudelt eine dicke weiße Taube durch die Luft, steuert auf die Pinguine zu und landet ungeschickt im Schnee, wobei sie sich mehrfach überschlägt.
Neugierig verfolgen die Pinguine dieses Landemanöver. »Heute können wir uns nicht über Langeweile beklagen«, denken sie, »erst der kleine Schmetterling und jetzt sogar eine dicke Taube.« Als die Taube wieder zu sich gekommen ist, rappelt sie sich auf, schüttelt den Schnee von den Flügeln und stellt sich breitbeinig vor den Pinguinen auf. »Habt ihr einen Moment Zeit, um über Gott zu sprechen?«, fragt sie und fährt ohne eine Antwort abzuwarten fort: »Gut, ich bringe euch nämlich eine Nachricht von Gott, hört gut zu, Gott hat gesagt Was riecht hier so nach Fisch?«
Tatsächlich hatte Gott natürlich etwas ganz anderes gesagt, nämlich dass er von den Menschen und Tieren genug hat. Ständig streiten sie sich und alles muss man ihnen dreimal sagen. Aber an den gewählten Zitaten wird deutlich, dass hier zwar eine biblische Geschichte erzählt wird und dass Fragen wie die nach der Existenz von Gott behandelt werden, aber alles herrlich leicht, lustig und kindgerecht. Es gibt keinen mahnenden Zeigefinger und den trotzigen kleinen Pinguin werden kleine Mitleser sicher gleich ins Herz schließen. Und es unvorstellbar finden, dass der Kleine zurückbleiben soll, weil Gott von jedem Tier ja nur ein Paar auf die Arche lässt. Das geht doch nicht!
Ist das eine schöne Geschichte, ich liebe sie! Ich liebe schon alleine das Cover! Wer muss da nicht lachen? Kleine Leser werden ungeheuren Spaß daran haben, wie der Pinguin in einem Koffer auf die Arche geschmuggelt werden soll. Ob das wohl gut geht? Ob Gott das nicht doch irgendwann merkt?
Immer wieder gibt es neue witzige Einfälle und Dialoge, spaßige Wortschöpfungen und liebevoll gezeichnete Bilder. Allein die Taube! Wie wird sie normalerweise dargestellt? Doch wohl als ein schlanker Vogel, der mit einem Ölzweig im Schnabel den Frieden symbolisiert. Ganz anders die Taube in diesem Buch! Das einzige, was sie mit ihrem Vorbild verbindet, ist die weiße Farbe. Ansonsten ist die Taube hier dick und alles andere als friedlich! Bis zum versöhnlichen Schluss werden kleine und große Leser viel Freude an diesem Buch gehabt haben.
Fazit: Wer noch ein nettes Geschenk für den Nachwuchs beispielsweise zu Ostern sucht: Hier ist es. Ein tolles Buch, das trotz Anspruch jede Menge Lesespaß garantiert.
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