Produktbild: Die Tuchhändlerin

Die Tuchhändlerin Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2013

Verlag

Dryas

Seitenzahl

392

Maße (L/B/H)

19/12/2,2 cm

Gewicht

378 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-940855-45-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2013

Verlag

Dryas

Seitenzahl

392

Maße (L/B/H)

19/12/2,2 cm

Gewicht

378 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-940855-45-9

Herstelleradresse

Bedey und Thoms Media GmbH
Hermannstal 119k
22119 Hamburg
DE
kontakt@bedey-media.de

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  • Bewertung

    5/5

    25.08.2014

    Buch (Taschenbuch)

    Entführt in eine Welt die so neu und so fesselnd ist

    „Die Tuchhändlerin“ von Ivonne Hübner ist für mich ein ganz besonderes Buch. Es entführte mich in die Welt der Weber und Damasthändler und zeigte mir, dass die Herstellung der edlen Stoffe mit denen wir uns heute umgeben, in den Anfängen eine schweißtreibende Angelegenheit war. Die Inhaltsbeschreibung klingt zunächst nach einem schnulzigen historischen Roman. Immerhin spielt er im Jahre 1830. Doch diese Geschichte ist sehr viel mehr und zeigt eindrucksvoll wie schwer es Weber durch den Fortschritt der Technik hatten. Viele Familien sind von Hunger und Armut betroffen, denn Weber gab es zu dieser Zeit viele. Das Buch zeigt aber auch die großen Unterschiede zwischen den gesellschaftlichen Ständen auf. Arbeiter und gebildete Leute, zusammen, als Eheleute. Undenkbar. Ivonne Hübner hat die Pforten zu einer entzückenden Welt geöffnet. Ihre bildhafte Sprache lässt den Leser ganz tief einsinken in diese Zeit. Zudem macht die Geschichte – neben der tollen Liebesgeschichte, die viel Witz beinhaltet – deutlich, das es alles andere als Selbstverständlich ist, dass wir heute in Kleider schlüpfen können.

  • Mundolibris

    aus Frankfurt am Main

    5/5

    25.10.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Mit „Die Tuchhändlerin“ ist…

    Mit „Die Tuchhändlerin“ ist mir ein wirklich bezaubernder historischer Roman in die Hände gefallen. Die Autorin schreibt so schön bildhaft, dass man wirklich das Gefühl hat man sei mitten im Geschehen. Ihre Schreibweise ließ ab der ersten Seite mein Kopfkino rattern und das Buch spielte sich vor meinem inneren Auge ab, als säße ich im Kino. Ihre Protagonisten, sehr schön beschrieben und im Verlauf des Buches immer weiter entwickelt, erscheinen Lebendig. Man lebt und man fühlt mit den Figuren, man freut sich und man trauert mit ihnen. Ivonne Hübner hat es geschafft ihren Protagonisten Leben einzuhauchen und so hat sie es auch geschafft, dass sie mit nur einem Buch eine meiner Lieblingsautorinnen wurde. Ich freue mich schon heute auf weitere Bücher der Autorin. Leider kann ich hier nur 5 von 5 Sternen vergeben und dazu spreche ich eine Leseempfehlung aus.

  • Bewertung

    aus Kodersdorf

    5/5

    18.10.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Weben, Leben und Lieben

    Ivonne Hübner, gebürtige Oberlausitzerin, hat es auch mit diesem Roman geschafft, den Leser in die Vergangenheit zu entführen und mit einer Liebesgeschichte zu belohnen. Die Geschichte spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der Oberlausitz und handelt vom Weben, Leben und Lieben. Anschaulich werden nicht nur die damaligen Lebensverhältnisse und -umstände dem Leser näher gebracht, sondern auch, welche Kluft zwischen den einzelnen Klassen herrschte. Und damals wie auch heute konnte eine starke Liebe alle Hindernisse besiegen. Die zwei Protagonisten Luisa und Caspar werden umrahmt von vielen einzelnen Personen und Geschichten, die den Roman in meinen Augen sehr gut abrunden. Luisa, Tochter eines Expediteurs, versucht als älteste Tochter "ihren Mann zu stehen" und zu beweisen, dass sie das Geschäft des Vaters eben so gut führen kann. Sie trifft dabei auf Caspar, Sohn eines Damast-Webermeisters, der wider der Zunftordnung handelt. Luisa, verrufen als stolze Paragraphenreiterin, zeigt in dieser Situation unerwartet neue Seiten und zwischen den beiden beginnt eine ganz eigene Geschichte ihren Lauf zu nehmen. Da beide sehr starke Persönlichkeiten sind, entwickelt sich alles sehr langsam, aber nicht zäh. Angereichert mit historischem Wissen rund um das Leben und Arbeiten der Weber, weiteren Nebenfiguren, die die einzelnen Leben Luisas und Caspars aufwerten, ist der Roman von Anfang bis Ende flüssig und schlüssig zu lesen. Anders als bei "Teufelsfarbe", dem ersten Roman von Ivonne Hübner, ist man mit der ersten Seite sofort im Geschehen und das Lesevergnügen beginnt. Gegliedert in drei Teile ist das Geschehen zeitlich abgesteckt. Kleine Raffinessen machen den Schluss perfekt und runden den Roman harmonisch ab. Mein Fazit: Ich war positiv überrascht und gratuliere Ivonne Hübner zu diesem gelungenen Roman, der ihre sechsjährige Arbeit daran wert ist. Weder ist die Geschichte kitschig, noch sind die historischen Informationen trocken. Beides wurde sehr gut kombiniert und ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!

  • vielleser18

    aus Hessen

    5/5

    17.10.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Die Welt der Weber

    Ein kleines Dorf in der Oberlausitz, 1830. Jeder der Dorfbewohner hat mit dem Weben zu tun, auch Luise, älteste von fünf Töchtern eines Damasthändlers. Sie hat es geschafft eine Ausbildung unter Männern zu machen und hilft ihrem Vater bei der Warenannahme. Als der Webersohn Caspar Weber und sie sich begegnen, ist es eine schicksalhafte Begegnung. Beide verlieben sich, aber die gesellschaftliche Kluft zwischen ihnen ist riesengroß. Und Luisa ist verlobt - mit einem anderen. Ivonne Hübner zeichnet hier ein großartiges Bild einer längst vergessenen Welt, die noch gar nicht so lange zurück liegt. Das Weberhandwerk am Ende seiner Blützeit, eine Welt voller harter Arbeit, kurzer Lebenserwartungen, Entbehrungen, aber auch von einfachen Freuden. Eine Welt, die durch diesen Roman wieder auflebt, die den Leser eintauchen lässt in die vergangene Zeit. Eine Liebe, die nicht sein darf, eine Arbeit, die von vielen Zunftauflagen und -verboten dem einzelnen Menschen wenig Freiraum bietet, die Lebensumstände, die die Kluft zwischen Händlern, Soldaten und den Arbeitern deutlich sichtbar macht. Eine Zeit des Aufbegehrens und eine Zeit des Umbruchs, alles dies wird in diesem Roman verwoben. Der Faden der Handlung wird gekonnt weiter geführt und kommt am Ende nach einem spannenden Show-down zu einem gekonntem Abschluß. Durch ihren Schreibstil gelingt es Ivonne Hübner mir diese Zeit bildhaft vor Augen zu führen, beim Lesen hatte ich regelrecht einen Film im Kopf ablaufen. Im Anhang werden die historischen Ereignisse und Vorlagen für dieses Buch noch einmal aufgeführt und beschrieben. Für Freunde von historischen Büchern: eine klare Leseempfehlung!

  • marakkaram

    aus Lingen

    5/5

    16.10.2013

    Buch (Taschenbuch)

    >> "...Oder sind Sie eine…

    >> "...Oder sind Sie eine Frau, die ihn durch ihre Klugheit und ihren Wissensdurst fasziniert? Sind Sie eines der Mädchen aus dem Dorf, denen er die Köpfe verdreht, wenn er nur mit dem Finger schnippt? Oder sind Sie eine Frau von hohem Stand und enormer Bildung, der er lieber aus dem Weg gehen möchte? Sind Sie die Verlobte des Studiosus Kollmar? Oder sind Sie einfach nur die Frau, in die sich Caspar verliebt hat?" Elsbeth ließ ihre Worte wirken. Sie erwartete keine Erwiderung von Luisa, machte einen Knicks und ging ihres Weges. >> * * * Es ist ein hartes und entbehrungsreiches Leben, das Caspar Weber mit seinen Eltern und Geschwistern führt. Doch der Familien-zusammenhalt ist sehr stark, sie sind ein eingespieltes Team und arrangieren sich immer wieder mit den gegebenen Umständen. Kein unübliches Bild im Weberdorf; die Arbeit ist hart, die Gesundheit oftmals mehr als angeschlagen und schon die Jüngsten müssten - statt Schule - mit anpacken. Da ist jeder froh, wenn er einen besser bezahlten Damast-Auftrag ergattern kann und nicht Leinwand weben muss. Doch die Zunftgebote sind streng und im Hintergrund kündigt sich schon die industrielle Revolution mit der Erfindung von Jaqcard an... Luisa Treuentzien lebt in einer ganz anderen Welt. Ihr Vater ist Tuchhändler und gut situiert. Ihr hat es nie an etwas gefehlt - außer vielleicht einem liebevollen und warmherzigen zuhause. In Ermangelung eines männlichen Nachfolgers ist sie quasi mit dem Geschäft großgeworden und hat gelernt, sich in einer Männerdomäne zu behaupten. Zumindest, soweit dies zugelassen wird, denn sie ist und bleibt nun mal eine Frau und damit stehen Ihr nicht wirklich viele Türen offen. Eines frühen Morgens kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung, die ihr Leben verändern wird. Für eine verspätete Annahme von Damast-Servietten schleicht sie sich heimlich ins Kantor und lernt dabei den Webersohn Caspar kennen, der ihr vorher immer nur kurz in Gesellschaft der anderen Weber begegnet ist. Doch gesellschaftlich trennen sie Welten und so versuchen beide ihre Gefühle zu ignorieren und zu verleugnen. Und außerdem ist Luisa ja bereits verlobt - und zwar standesgemäß... * * * Mit "Die Tuchhändlerin" ist Ivonne Hübner ein historischer Schmöker gelungen, der versteht locker und leicht zu unterhalten, ohne dabei seinen Anspruch zu verlieren. Man wird hineinkatapultiert in das Zittauer Land und findet sich unmittelbar in der Welt der Weber wieder. Die Autorin baut die politische Lage, Informationen über das Weberhandwerk sowie anderes Hintergrundwissen über die damalige Zeit ganz geschickt in die Handlung mit ein, so dass es immer einen aktuellen Bezug hat und nie trocken rüberkommt. Das hat mir persönlich unheimlich gefallen; denn auch der Schreibstil ist sehr angenehm. Er ist nicht gespickt mit Fremdwörtern und einer Vielzahl Fachbegriffen oder hochgestochen, sondern klar und sehr flüssig zu lesen. Die Charaktere sind ausgereift und agieren überzeugend, nachvollziehbar und mit Leidenschaft! Sie brennen für das was sie tun und stehen hinter ihren Überzeugungen. Und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Luisa und Caspar haben da großartige Momente und der Schlagabtausch (manchmal auch nur in Gedanken) ist herrlich. Man merkt, dass in diesem Roman viel, viel Herzblut steckt und er lange gereift ist. Es ist eine Liebesgeschichte, über alle Konventionen hinweg, eine Geschichte über Familien, Brüder und die Gesetze der damaligen Zeit. Aber vor allem ist es eine Geschichte, über eine mutige junge Frau, die ihren Weg geht. Fazit: Ein großartiger historischer Roman, der für sich steht und auch gar nicht auf Folgebände angelegt ist. Und trotzdem wünscht man sich, Ivonne Hübner hätte schon längst den Stift in der Hand und würde eine Fortsetzung verkünden. Zu erzählen gäbe es genug und eine Leserschar ist ihr sicher! Vielen Dank für die vergnüglichen Lesestunden!!!

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