Hatte Philipp ADHS? Zur heutigen Rezeption der Hoffmann'schen Geschichte vom 'Zappel-Philipp'".
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
19.04.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
72
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,4 cm
Gewicht
68 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-41192-5
So beginnt die Geschichte des Kinderbuches "Der Struwwelpeter". Heinrich Hoffmann, der das Bilderbuch für seinen dreijährigen Sohn Carl Philipp geschaffen hatte, ließ sich anlässlich der 100. Auflage im Jahre 1876 dazu hinreißen, eine kleine Entstehungsgeschichte des Struwwelpeter zu verfassen. Ist sie Mythos oder Tatsache? Dies ist angesichts der großen - bis in die heutige medizinische, psychologische und pädagogische Fachliteratur reichenden - Resonanz des Buches eine sich aufdrängende Frage. Zu befürchten steht aber, dass sie in Anbetracht eben dieser lebendigen Wirkungsgeschichte nur schwer zu klären sein wird.
Mythos oder Tatsache? Ob diese Frage beantwortbar ist, sei dahingestellt. Jedoch nötigt sie dazu, weitere Fragen zum Struwwelpeter zu stellen: Welche politischen Umstände herrschten? Wie sah Hoffmanns eigene Kindheit aus? In welcher familiären Situation schrieb er das Buch? Welche pädagogischen Absichten verfolgte er? Wovon ist der Struwwelpeter kunst- und literaturgeschichtlich möglicherweise beeinflusst?
Relevanz erhalten die deshalb im Folgenden durchgeführten Untersuchungen einerseits durch die Aktualität des Struwwelpeter-Buches per se und andererseits speziell durch die in den letzten Jahrzehnten aufgekommene und derzeit an Fahrt gewinnende Debatte um heutige "Zappelphilippe".
Ursprünglich eine Figur in Hoffmanns Struwwelpeter ist der "Zappel-Philipp" heute zum Schlagwort einer kindlichen Verhaltensstörung geworden: das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndroms (ADHS) wird in der einschlägigen Literatur nicht selten auch als "Zappelphilippsyndrom" bezeichnet. Gängig ist die Bezeichnung auch für die betreffenden Kinder selbst. So beschreiben etwa Hüther et al. ihr Buch "Neues vom Zappelphilipp" als "[...] ein Buch [...] für alle, denen die Zukunft dieser kleinen Zappelphilippe [...] am Herzen liegt".
Was hat die Hoffmann'sche Figur mit diesen heutigen "Zappelphilippen" gemein? Hat das Kind im Bilderbuch möglicherweise ADHS, beziehungsweise zeigt es nicht Symptome dieser Störung?
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