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Der ferne Vater Zur Psychoanalyse von Vatererfahrung, männlicher Entwicklung und negativem Ödipuskomplex

47,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.07.2013

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

444

Maße (L/B/H)

21/14,8/3,1 cm

Gewicht

645 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8379-2297-4

Beschreibung

Rezension

»Aigner gelingt es, historische und aktuelle Blickpunkte aus Politik, Literatur, Geschichte und Soziologie mit gut recherchierter Literatur und empirischen Daten zu verknüpfen und bei alledem die Psychoanalyse bzw. die psychodynamischen Hintergründe doch immer im Blick zu behalten, an Beispielen zu veranschaulichen und interessant für den Leser zu bleiben.«
Jakob Erne in Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie 4/2014

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.07.2013

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

444

Maße (L/B/H)

21/14,8/3,1 cm

Gewicht

645 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8379-2297-4

Herstelleradresse

Südwestdeutscher Verlag
Dudweiler Landstraße 99
66123 Saarbrücken
DE

Email: bod@bod.de

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  • Inhalt

    Vorwort zur dritten Auflage

    1. Vorwort

    2. Einleitung
    2.1. Vorbemerkung I: Wozu Vater?
    2.2. Vorbemerkung II: ›Oh, Mein Papa‹? – Die meist tabuisierte familiäre Beziehung?

    3. Vater-Erfahrungen aus Alltag, Politik, Literatur und Geschichte
    3.1. Politik und Alltag
    3.2. Literatur und Geschichte
    3.3. (Kultur-)historische Hinweise
    3.3.1. Die Verdrängung des Vaters als Teil des Geschlechterkampfes?
    3.3.2. Vaterschaft jenseits distanzierter Paternalität: 18. und 19. Jahrhundert – die Aufklärung
    3.3.3. Der »industriell revolutionierte« Vater
    3.3.4. Vom bürgerlichen Vater zur Gegenwart
    3.3.5. Neuere Trends und sozialpsychologische Vatertypologien
    3.4. Die neuen Väter?
    3.5. Verunsicherte Väter

    4. Die Krise der Väterlichkeit – auch eine materialistische Kategorie

    5. Wozu der Vater psychoanalytisch gesehen gut ist
    5.1. Fallgeschichten – Vatergeschichten?
    5.2. Väterlichkeit und Männlichkeit – ein zweiter ›dark continent‹?
    5.3. Der Vater bei ›Vater Freud‹
    5.4. Nach Freud
    5.4.1. Der Vater bei Freuds Tochter und ihrer Mitarbeiterin Dorothy Burlingham
    5.4.2. Allgemein ›wenig Vater‹: Horney, Klein, Winnicott u.a.
    5.4.3. Helene Deutsch
    5.4.4. Andere psychoanalytische Vater-Such-Spuren: Loslösung, Entidentifizierung, Hilfestellung
    5.5. Vater-Theoreme zwischen Person, Institution, Archetypus und Metapher
    5.5.1. C. G. Jungs »Elternarchetypus«
    5.5.2. Lacans »dritte« und »vierte« Position
    5.5.3. Gérard Mendels Vaterimago als Institution

    6. Spezielle Aspekte des Entwicklungs- und Sozialisationsfaktors ›Vater‹ aus psychoanalytischer Sicht
    6.1. Die Beziehung zum ›Tertium‹
    6.2. Vaterimago und ursprünglicher Narzißmus
    6.3. Vaterschaft und ödipale Grenzziehung
    6.4. Ödipale Grenzsetzung: Realität und Arbeit
    6.5. Die Bedeutung des Vaters zwischen Idealisierung und identifikatorischer Liebe
    6.5.1. Intersubjektivität und Anerkennung
    6.5.2. Der ferne Vater

    7. Die elternlose Gesellschaft
    7.1. Fehlt der Vater wirklich? Familien ohne Vater
    7.1.1. Relativierung des Katastrophenszenarios: Scheidungswaisen, Einzelkinder
    7.1.2. Triangulierung ohne Vater – die bessere Variante?
    7.2. Von der vaterlosen zur elternlosen Gesellschaft
    7.2.1. Die »enteigneten Erzieher/innen«
    7.2.2. Das Ende der Vorbilder?

    8. Veränderungen des Ödipuskonflikts und der Über-Ich-Bildung, adoleszente Strukturdefizite und autoritäre/fremdenfeindliche Haltungen
    8.1. Das Über-Ich als Erbe des (welches?) Ödipuskomplexes
    8.1.1. Freuds Feststellungen zum Über-Ich-Versagen
    8.1.2. Grundsätzliche Überlegungen
    8.2. Über-Ich und Aggression
    8.3. Über-Ich-Bildung und gesellschaftlich bedingte ödipale Vermeidungstendenzen
    8.4. Adoleszente Verunsicherung und Väterlichkeitsdefizit
    8.5. Weitere Besonderheiten der Adoleszenz und die Neigung zur Gewalt
    8.6. Über-Ich- und Ich-Ideal-Veränderungen und die Neigung zur Destruktion
    8.7. Neue Aspekte des Ödipuskonflikt als zentraler Schaltstelle für die seelische Entwicklung
    8.7.1. Der andere Ödipus
    8.7.2. »Ödipus neu« – der Wunsch nach anderen Vätern?
    8.7.3. Ödipus als Geschlechterpolarisierung

    9. Allgemeine Sozialisationsbedingungen Jugendlicher zwischen Individualisierung, Beziehungslosigkeit und Gewalt
    9.1. Ausgangsbedingungen, Fragestellung
    9.2. Die unerfüllbaren Wertvorstellungen
    9.3. »Die« gewalttätige Jugend?
    9.3.1. Nur deprivierte Jugendliche?
    9.3.2. (Rechte) Gewalt, Männlichkeitsprobleme und die Lockerung der Sitten
    9.3.3. Nur männliche Jugendliche?
    9.4. Der enttäuschte Kampf gegen den enttäuschenden Vater
    9.4.1. Der Vater der Gewalttätigen
    9.4.2. Vater-»loser«, »loser«-Vater und das Phantasma der Nation

    10. Familie, Kultur und rechtsextremistische Gewalt – sozialpsychologische und psychoanalytische Erklärungsversuche
    10.1. Ökonomische Krisenerscheinungen und »situative Labilisierung«
    10.2. Rechtsextreme Gewalt als »Opferkultkrise« in der vaterlosen Gesellschaft?
    10.3. Der Körper am Schnittpunkt zwischen Angst und »Schiefheilung«
    10.4. Die Bedeutung der Bindungserfahrungen
    10.5. Fehlender – autoritärer – punitiver Vater
    10.6. Klassisch autoritärer Charakter, Narzißmus und Rechtsextremismus
    10.7. Vaterhaß, Fremdenhaß, Minderheitenhaß?
    10.8. Der Vater, der Jud’ und der Narzißmus
    10.9. Vaterlosigkeit, Narzißmus und Geschwisterneid

    11. Die Mehrgenerationenperspektive und die Rolle der Väter für die intergenerationelle Transmission
    11.1. Spezielle Aspekte der Vaterlosigkeit durch Krieg und Nazismus – die »Schablonen-Väter«
    11.2. Die Drei-Generationen-Perspektive
    11.3. Destabilisierung der Generationen und Geborgenheitssuche

    12. Patriarchat, Autoritarismus und ›Antiödipaler Fortschritt‹
    12.1. Der Laios-Komplex und die Rache an den Söhnen
    12.2. Die Zukunft des »fathering«?
    12.3. Der archaische Vater

    13. Auf dem Weg zum dyadischen Vater
    13.1. Vatersehnsucht und Vaterhunger
    13.2. Der frühe, dyadische Vater

    14. Neue Väterlichkeitsdimensionen im Präodipalen und Negativ-Ödipalen
    14.1. Nachtrag zum negativen Ödipuskomplex
    14.2. Neue Qualität von ›Vaterliebe‹ – neue Über-Ich- und Autoritätsbildung?

    15. Theoretische und sozialpolitische Schlußfolgerungen: Fehlender, autoritärer, schwacher, liebloser Vater?

    16. Empirischer Anhang: »Der lästige Hund!« – Eine qualitativ-interpretative Recherche zur Vaterbeziehung gewaltorientierter Jugendlicher
    16.1. Methodisches
    16.2. Forschungssubjekt – Forschungsobjekt
    16.3. Zur Anlage der Interviews

    17. Die Interviews: Ehemalige Skinheads im Rückblick auf ihre Skin-Zeit, ihre Kindheit, Jugend und ihre Familienbeziehungen
    17.1. Der ›Bulle‹
    17.2. Olaf
    17.3. Walter
    17.4. Zusammenfassende Deutungsmuster
    17.4.1. Allgemeines zur Übertragungssituation
    17.4.2. Brüche, Widersprüche, Idealisierung
    17.4.3. Erniedrigung und Geschlechterproblematik
    17.5. Abwesender Vater, guter Vater und »lästiger Hund«