Produktbild: Knockemstiff

Knockemstiff

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Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.06.2013

Verlag

Liebeskind

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,1/13,3/2,3 cm

Gewicht

347 g

Farbe

Cool Grey / Schwarz

Auflage

1

Übersetzt von

Peter Torberg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95438-014-5

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.06.2013

Verlag

Liebeskind

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,1/13,3/2,3 cm

Gewicht

347 g

Farbe

Cool Grey / Schwarz

Auflage

1

Übersetzt von

Peter Torberg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95438-014-5

Herstelleradresse

Liebeskind Verlagsbhdlg.
Tal 15
80331 München
DE

Email: j.c.kill@liebeskind.de

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  • Bewertung

    5/5

    02.05.2014

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein gewaltiges Buch!

    Das Kaff Knockemstiff liegt irgendwo in Ohio. So sehr seine Einwohner auch versuchen der Öde zu entfliehen, kommen sie doch immer wieder zurück in die „Senke“, wo Gewalt, Missbrauch und Drogen allgegenwärtig sind. In lose miteinander verbundenen Geschichten, die sich über einen Zeitraum von etwa 50 Jahren erstrecken, erzählt Donald Ray Pollock von den Einwohnern Knockemstiffs, von denen er selbst einmal einer war. Ein im wahrsten Sinne des Wortes gewaltiges Buch, das gleichermaßen erschreckt wie fasziniert.

  • Julia Stadler

    aus Mannheim

    5/5

    30.09.2013

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bezaubernd kranke Literatur für eine entzauberte kranke Welt

    Während andere Autoren sich gerne mal auf Mord, Prostitution und Drogen versteifen wird man in Knockemstiff mit wesentlich mehr konfrontiert, nämlich quasi mit fast allem was der menschlichen Abschaum so zu bieten hat. Der in 18 Kapitel unterteilte Debütroman von Donald Ray Pollock spielt in dem öden, verdreckten und abgefucktem Städtchen Knockemstiff. Die in den verschiedenen Geschichten auftauchenden Protagonisten stehen diesem in ihrer Verkommenheit in nichts nach. Gleichzeitig entsteht durch die sprachgewaltige Darstellung sowie die durchdacht konstruierten Handlungsstränge Pollocks ein Sog der Widerwärtigkeit, der einen mit nach unten zieht und bis zum Ende nicht mehr aus diesem sittenlosen Morast namens Knockemstiff freigibt. Es ist eine wahre Freude an diesem grausamen Schicksal, das von Generation zu Generation vererbt zu werden scheint, teilzuhaben und mit zu erleben wie die einzelnen Lebenswege aufeinanderprallen, wobei jedes mal mindestens ein Einwohner als Verlierer das Feld räumen muss.

  • Havers

    5/5

    09.07.2013

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Knockemstiff ist ein Kaff im…

    Knockemstiff ist ein Kaff im südlichen Ohio und liegt irgendwo im Nirgendwo. Bereits die Erklärung, die Donald Ray Pollock zur Herkunft des Namens gibt, vermittelt eine Ahnung, wie die Menschen dort miteinander umgehen: Ein Wanderpriester kommt eines Tages dazu, wie sich zwei Frauen wegen eines Mannes schlagen. Der Priester bezweifelt, dass dieser Mann die ganze Aufregung wert ist und kommentiert das geschehen mit dem Satz "Someone should knock him stiff" – soweit die Überlieferung, gesichert ist diese Geschichte nicht. Laut Wikipedia ist Knockemstiff heute fast eine Geisterstadt, wobei nach der Lektüre des gleichnamigen Buches vielleicht doch der eine oder andere Leser neugierig geworden ist und sich dorthin verirrt. In diesem abgelegen Ort wächst der amerikanische Autor Donald Ray Pollock auf, der im deutschsprachigen Raum 2012 durch seinen sprachgewaltigen Roman "Das Handwerk des Teufels" bekannt wurde, der verdientermaßen mit zahlreichen europäischen Preisen ausgezeichnet wurde. "Knockemstiff" nun ist der der Titel seiner ersten Veröffentlichung überhaupt, erstmals 2008 im Original erschienen, ein Band mit einzelnen Geschichten, die aber miteinander durch ihre Protagonisten verwoben sind und die sich in und um diesen Ort abspielen. Die Menschen, die dort leben oder hängengeblieben sind, scheinen allesamt Verlierer zu sein, deren Leben mit dem amerikanischen Traum nicht das Geringste zu tun hat. Alkohol- und Drogenmissbrauch ist die Regel und nicht die Ausnahme. Ihr Leben ist ein einziges Elend, geprägt von Brutalität, ohne Perspektive, ohne Hoffnung und vor allem ohne Liebe. Dieser raue Umgang wird bereits den Kindern von klein auf vermittelt. Mütter werden beschimpft und halb tot geschlagen, wenn sie es wagen, sich schützend vor ihre Söhne zu stellen, deren Vätern sie mit roher Gewalt zu richtigen Männern ‚erziehen‘ wollen. Manch eine/r hat und lebt noch die Illusion, aus diesem Loch herauszukommen und ihrem/seinem Leben die entscheidende Wendung zu geben. Vielleicht gelingt es, aber ich habe so meine Zweifel. Was die Ozarks für Daniel Woodrell, ist Knockemstiff für Donald Ray Pollock – beide Autoren beschreiben ähnliche Menschen, Zustände und Ereignisse auf der Schattenseite Amerikas und verlangen ihren Lesern einiges ab.Dabei sind ihre drastischen Schilderungen oft kaum auszuhalten und gehen bis an die Grenze des Erträglichen. Nein, das ist keine "schöne Literatur", dafür aber höchst beeindruckend und den Leser im Innersten berührend – und ein klarer Favorit für mein Buch des Jahres!

  • NiWa

    5/5

    06.05.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Der Weg zur Hölle fängt in Knockemstiff an

    Knockemstiff in Ohio ist ein Kaff im Mittleren Westen der USA und ein Sammelsurium verlorener Seelen, die zwischen dem Wunsch nach Veränderung in einem trostlosen Moloch der Hoffnungslosigkeit versinken. „Knockemstiff“ ist das Debüt von Donald Ray Pollock, der sich daraufhin mit „Das Handwerk des Teufels“ einen Namen machte. In seinem Erstling beschreibt er die Schicksale von Außenseitern, die ineinanderfließen, auseinanderdriften und allein von einer sanften Brise über den Rand gedrängt werden. Der Autor lädt Leserinnen und Leser nach Knockemstiff in Ohio ein. Es handelt sich dabei um einen Ort im Mittleren Westen der USA, wo sich der berüchtigte Fuchs und die berühmte Henne „Gute Nacht“ sagen. In Knockemstiff ist der Fuchs allerdings ordentlich zugedröhnt und hält das Drogenbesteck in der Hand, während die Henne schamlos rülpst und unter ihren verlotterten Federn eine Bierflasche verschwinden lässt. Hier ist es dreckig, es ist versifft. Staub wird aufgewirbelt, worin sich schmierige Gestalten verstecken und im Dreck am Boden wälzen. In Knockemstiff ist die Hoffnung längst gestorben und der Weg zur Hölle ist gebahnt. Bei diesem Werk handelt es sich um keinen Roman, sondern eher um Kurzgeschichten, die manchmal ineinander gehen. Jeder Geschichte liegt eine Figur zugrunde, welche in der Tristesse ihres Daseins gefangen ist. Pollock nimmt hiermit den sogenannten Whitetrash unter die Lupe. Es handelt von Sucht, Gewalt, Inzest, geistige Verwirrung und die Hoffnungslosigkeit, mit der die Charaktere ihrer Situation ausgesetzt sind. Pollock schreibt mit einer Wucht, die wie die Faust in den Magen schlägt. Er beschönigt und verschnörkelt nicht, er setzt an, wo es weh tut, und zeigt den Leser:innen, dass der Bodensatz der Gesellschaft von vornherein keine Chance auf ein würdiges Leben hat. Gleichermaßen hebt er mahnend den Zeigefinger, und verdeutlicht, dass man selbst auf einem guten Weg durch einen falschen Schritt im Abgrund landet, aus dem es kein Entkommen gibt. Pollock urteilt nicht und überlässt es den Leser:innen ihre Schlüsse zu ziehen. Für mich ist „Knockemstiff“ ein Gemälde sozialer Verwahrlosung und Verrohung, welche sich durch den Sumpf der amerikanischen Gesellschaft ziehen. Das Kaff steht meiner Meinung als Appell an die Menschlichkeit, dass man keinesfalls über Existenzen urteilen darf, weil sie häufig niemals die Chance auf das Streben nach Glück hatten. Erneut hat mir Donald Ray Pollock ins Gewissen geredet, meine Seele aufgewühlt und mein Weltbild durch den Schmutz gezogen. Meiner Meinung nach ist es ein äußerst düsteres, brutales und grausames Werk, das vor Dreck steht und sicherlich für zarte Gemüter ungeeignet ist. Wem vor den nach Jauche stinkenden Seiten nicht graust, dem lege ich dieses Werk nahe.

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    4/5

    17.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    sprachlich glänzend

    Es handelt sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten, die einen Ort, Knockemstiff, einen unsäglichen Namen, zum Thema haben. Die Helden der Geschichten sind Leute aus der untersten Schicht der Gesellschaft, verarmt, häufig verbrecherisch, krank, tiefen IQ, meistens „stinken sie“ und ihr Sexualleben ist verfault. Oft leben sie in einer Beziehung, aber diese läuft schlecht oder ist am Kippen. Die Themen der Kurzgeschichten sind nicht das, was den Leser zum Weiterlesen anstachelt. Die Themen sind eher „gewöhnlich“. Die Wucht der Sprache ist das, was den Leser fasziniert: diese direkte, „dreckige“, perverse Sprache, in welcher aber auch viel Ironie, viel Humor und alles Leid der Welt steckt - sie ist fabelhaft!

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