Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
14.08.2013
Abbildungen
Tabellen, schwarz-weiss, Tabellen, farbig, schwarz-weiss Illustrationen, farbige Illustrationen
Verlag
Schwabe Verlagsgruppe AG Schwabe VerlagSeitenzahl
932
Maße (L/B/H)
37/24,6/5,5 cm
Gewicht
1582 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7965-2890-3
Über Handschriften erfährt man am meisten aus den erhaltenen Bänden selbst. Unentbehrlich sind darüber hinaus die Nachrichten, welche über ihre Herstellung, Verwendung und Aufbewahrung berichten. Solche Texte sind nicht häufig, da Manuskripte und ihre Herstellung eher zu den Werkzeugen und zum Handwerk gerechnet wurden als zur Literatur-würdigen Wissenschaft. Einzelnes findet sich aber an den verschiedensten Stellen, in Chroniken, Biographien, Dichtungen, Urkunden und Dokumenten jeder Art. Entsprechend disparat sind die Orte, wo einschlägige Texte publiziert sind. Seit Wilhelm Wattenbachs Schriftwesen im Mittelalter (3. Auflage, Leipzig 1896), wo sehr viele Stellen nachgewiesen und oft auch zitiert sind, fehlt eine Übersicht. Auch das Internet hilft hier oft nicht weiter, und so kommt es, dass manche allgemeinen Aussagen zum mittelalterlichen Schriftwesen mehr oder weniger unbelegt und vereinfacht weitergegeben werden, viele Texte und ihr Inhalt aber beinahe verschollen sind.
Derartige Themenkreise sind zum Beispiel: Schreiben und lesen lernen; Schreiben und Schreibwerkzeuge (auch Schreiben bei Licht und im Winter), Verfassen von Texten (erste Niederschrift auf Wachstafeln, Zensur, Publikation und nicht autorisierte Abschrift); Aufträge an Schreiber, Kosten, Preise und Wert von Handschriften; Zugänglichkeit von Büchern; Ausleihe, Transport und Verbreitung; Umgang mit Büchern; Bibliotheksordnungen, Beschaffung und Reparatur von Büchern; Buchstaben, Schrift und Schreiben allegorisch gedeutet, Legenden und Wundergeschichten im Zusammenhang mit Büchern.
Die vorliegende Sammlung umfasst mittelalterliche Quellen in Latein und den Volkssprachen (deutsch, französisch, englisch, auch italienische, einige irische und spanische Texte), wobei die wenigen umfangreichen Traktate zum Thema (z.B. Richard de Burys Philobiblon) und Textgattungen, welche anderswo gesammelt worden sind (Schreibereinträge, mittelalterliche Bibliothekskataloge, Inventare u. a.) nicht oder nur in besonderen Fällen berücksichtigt sind. Grundlage bilden die jeweils besten Ausgaben, wo nötig und möglich wurden die Handschriften verglichen. Die Texte sind chronologisch geordnet, eine deutsche Übersetzung erleichtert das Verständnis, und Register, vor allem ein ausführliches Sachregister ermöglicht den Zugang von spezifischen Fragestellungen aus.
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