Ausgrenzendes Denken und nationalistisches Denken stehen in einem engen wechselseitigen Zusammenhang mit Kapitalismus und Neoliberalismus. Die mittlerweile schon Jahre andauernde Finanz- und Wirtschaftskrise macht dies einmal mehr und in aller Brutalität deutlich: Als „Schuldige“ an der Krise werden immer die „Anderen“ identifiziert – sie werden als „faul“, als „unfähig“ oder als „Last“ beschimpft. Seien es soziale Gruppen innerhalb der europäischen Staaten (wie etwa Migrant_innen, Transferleistungsempfänger*innen oder Niedriglöhner*innen) oder seien es gleich ganze Länder (wie etwa die südeuropäischen) – die nationalistische und ausgrenzende Unterscheidung zwischen einem guten „Wir“ und einem schlechten „Sie“ ist längst zu einem festen Bestandteil der Diskussionen in Medien und Politik geworden. Der Sammelband „Nation – Ausgrenzung – Krise“ fragt nach den Formen und den Auswirkungen dieses ausgrenzenden und nationalistischen Denkens in Europa.Mit Beiträgen von:Moritz Altenried, Umberto Bettarini, Christoph Butterwegge, Alessandro Capelli, Anna Curcio, Frank Eckardt, Patrick Eser, Sebastian Friedrich, Bernd Kasparek, Anika Kozicki, Sara Madjlessi-Roudi, Maria Markantonatou, Sibille Merz, Davide Schmid, Ingo Schmidt, Patrick Schreiner, Mariane Schütt, Savaş Taş, Vassilis Tsianos, Torben Villwock, Ute Weinmann u.a.
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Bewertung
aus Wetzlar
4/5
12.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Lesenswert
Aufgrund der kürze der Beiträge wirken einzelne Texte oberflächlich oder haben wenig Aussagekraft.
Dennoch bietet der Band interessante Einblicke in die politische, gesellschaftlich und wirtschaftliche Entwicklungen anderer europäischer Staaten der letzten 10, 20 Jahre. Aber besonders der erste, theoretische Teil des Bandes sticht mit seinem Erkenntnisgewinn heraus.
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