Die Salzburger Rede von Josef Winkler und die Fotos von Gerhard Maurer erscheinen als erstes Buch des Frühjahrs. Die Rede, eine Art Fortsetzung der Winkler’schen Bachmannrede (2009) und seines viel beachteten Bandes „Die Wetterhähne des Glücks und die Totenkulterer von Kärnten“, sind unser Beitrag, den „Versuch einer Gegenwartsbewältigung mit künstlerischen Mitteln“ fortzusetzen. Begonnen wurde dieser Versuch mit „Saualm reflux“ – ein von Barbara Maier initiiertes Kunstprojekt, das an allen Standorten der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec präsentiert wurde. Ausgestellt waren Aufnahmen vom und um das Asylwerberheim in Wölfnitz auf der Saualpe, fotografiert von Gerhard Maurer, literarisch unterlegt mit Bildbeschreibungen von den Kärntner Autorinnen und Autoren Delphine Blumenfeld, Antonio Fian, Alfred Goubran, Peter Handke, Silke Hassler, Lydia Mischkulnig, Jani Oswald, Peter Turrini und Josef Winkler. (Übrigens ist ein Teil der Objekte – großformatige Fahnen – Opfer von Vandalenakten geworden.)
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5.0/5.0
Marie-Therese Reisenauer
aus Wien
5/5
21.03.2013
Buch (Taschenbuch)
Der iterat als Gwissenswurm
Es ist ja nicht so, dass die dicken Bücher generell vor wichtigen Inhalten strotzen. Vielmehr ist es so, dass meist die dünnen, von außen unscheinbaren, Sprengstoff in sich tragen. In seiner berühmten Salzburger Rede über die damaligen politischen Zustände in Kärnten, erinnert in ihrer Wucht an die seinerzeitige Aufhängung der Thesen Martin Luthers an die Kirchentüre. Ein zeitgeschichtliches Dokument, welches man in seinem Besitz haben sollte.
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