Jesse Stone, der Cop aus Los Angeles, hat in der beschaulichen Kleinstadt Paradise in Massachusetts ein neues Zuhause gefunden. Aber noch immer trinkt er zu viel und denkt zu oft an seine Exfrau, die plötzlich in der Stadt auftaucht und als neue Wetterfee für den lokalen Fernsehsender arbeitet. Während Stone eine kurze Affäre mit einer Immobilienmaklerin hat und sich auch schlecht von der attraktiven Staatsanwältin lösen kann, ahnt er nicht, dass eine Gangsterbande einen raffinierten wie hinterhältigen Plan schmiedet. Das Ziel sind die Reichen und Schönen auf Stiles Island. Doch da haben sie die Rechnung ohne Jesse Stone gemacht.
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Hasta la vista
eskimo81 (Mitglied der Book Circle Community) am 29.10.2023
Bewertungsnummer: 2056473
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein frisch entlassener Berufsverbrecher, James Macklin, will sein grösstes Ding durchziehen. Auf einer kleinen Insel unnah von Paradies entfernt möchte er beweisen, dass er der Held ist. Der Beste. Ein kleiner Ort, wo die Polizei sowieso nur Dorfdeppen sind muss dieser Cou doch gelingen. Auf der Insel wartet eine Bank mit Millionen und ca 100 reiche Bewohner. Lukrativ, nur hat er die Rechnung ohne Jesse Stone gemacht. Der Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Ich wusste es. Der erste Band muss man sich antun, sich durchquälen, um danach einen wundervollen Krimi geniessen zu können. Als ich am Mittag den ersten Band weglegt und zum zweiten Griff, dachte ich zwar, dass etwas gutes zwischen den Buchdeckeln schlummern könnte, aber so ein kleines fieses Teufelchen hat mir immer wieder gesagt, bist du sicher? Der erste war doch wirklich eigentlich nichts für Krimifreunde. Aber doch, ich habe durchgebissen, den zweiten zur Hand genommen und was ist nun? Stunden später sitze ich auf dem Sofa, etwas geplagt von der Stellung die ich kaum veränderte und bin glücklich, dass ich das Teufelchen weggescheucht habe. Ja der erste Band war wirklich nur dazu da, den Protagonist Jesse Stone kennen zu lernen. Bei diesem kommt die gewünschte Spannung, der Suchtfaktor zur Geltung. Gut, man muss den sehr aussergewöhnlichen Schreibstil mögen, das gebe ich zu, aber die zwei Geschichten die langsam aber stetig aufeinander zu rasen ohne das man so richtig weiss, wohin es geht. Einfach grandios. Es macht richtig Freude durchs Buch zu eilen, man will ja endlich wissen, wie die Explosion, das zusammenfügen der Geschichten endet. Jesse Stone ist ein spezieller Mensch, ruhig, dem Alkohol und Sex etwas zu zugänglich, aber das ganze ist dann doch so gut verpackt. Ich kanns kaum beschreiben. Ich glaube, Robert B. Parker muss man einfach lesen, spüren um zu beurteilen, ob dies der richtige Autor für einen ist.
Fazit: Mich hat Robert B. Parker gefangen genommen. Spannend, fesselnd süchtig flog ich durch die Seiten. Gespannt, wie das Ende sein wird und ich gebe den Kritikern recht. Die Bücher müssen zu den besten Krimis gehören. Wer gerne was neues ausprobiert, ist bei dieser Serie sicherlich richtig. Ein Versuch ist es wert. Ausprobieren und ja auch Ausdauer zu haben, lohnte sich diesmal. Ich wurde mit einem speziellen aber sehr fesselnden Krimi belohnt.
Inzwischen hat sich Jesse…
tassieteufel am 04.08.2013
Bewertungsnummer: 2697065
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Inzwischen hat sich Jesse Stone, der Großstadtcop, im beschaulichen Örtchen Paradiese in Massachusetts eingelebt. Zwar trinkt er immer noch zu viel und auch Ex-Frau Jenn läßt ihn immer noch nicht kalt, vor allem weil sie seit neuestem in Boston lebt und als Wetterfee für einen örtlichen TV Sender arbeitet, doch es gibt einige andere Frauen in seinem Leben und der Posten als Polizeichef ist im Großen und Ganzen recht entspannt. Während Jesse sich mit 3 jugendlichen Brandstiftern herum ärgert, ahnt er nicht, dass eine clevere Gangsterbande auf der Paradiese vorgelagerten Insel Stiles Island einen großen Raubzug plant. Der 2. Jesse Stone Krimi des Autors Robert B. Parker startet diesmal recht gemächlich. Parker nimmt sich viel Zeit für Jesses kompliziertes Gefühlsleben und sein etwas unklares Verhältnis zu seiner Ex-Frau, die ja nun ebenfalls an der Ostküste aufgetaucht ist. Der starke Einstieg des 1. Bandes der Reihe, in dem Stones Autofahrt quer durch den Kontinent beschrieben wird, wird daher in diesem Teil nicht erreicht, langweilig wird es trotzdem nicht, da im Wechsel zu Jesses Privatleben noch der Fall der jugendlichen Brandstifter behandelt wird, den Stone auf seine ganz eigene Weise klärt und sich damit wieder ein paar Feinde macht. In einem weiteren Erzählstrang kann der Leser verfolgen, wie Jimmy Macklin, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, den Raub auf Stiles Island plant und seine Bande rekrutiert. Die Täter sind also hier von Anfang an bekannt, so dass es in dieser Richtung keine Überraschungen gibt und bis nahezu zum Schluß laufen beide Erzählstränge nebenher, bis sie dann mit ein paar ungeahnten Wendungen am Ende zusammen geführt werden. Atemlose Spannung findet hier man also nicht, ebenso wenig einen großen Showdown mit einer Hetzjagd und viel Geballer, viel mehr zieht sich der Reiz des Buches aus Parkers lakonischem, prägnanten Schreibstil, ohne ausufernde Beschreibungen und seitenfüllendes Beiwerk kommt er treffend und punktgenau zur Sache. Ebenso kurz und bündig sind seine oftmals mit feinem Humor durchzogenen Dialoge. Die melancholische Grundstimmung des 1. Bandes wird hier aufrecht erhalten und auch wenn „Terror auf Stiles Island“ in den Verfilmungen mit Tom Selleck nicht umgesetzt wurde, so hatte ich beim Lesen doch immer die stimmungsvollen Bilder der Landschaft Neuenglands aus dieser Filmreihe im Hinterkopf. FaziT: unaufgeregt und geradlinig läßt Robert B. Parker Jesse Stone seinen 2. Fall in Paradiese durchziehen und brilliert wieder mit seinem prägnanten, bündigen Schreibstil und einem tiefen Einblick in die Gefühlswelt seiner Hauptfigur, die allerdings in seiner Ausführlichkeit doch etwas zu Lasten des Krimifalles geht. Insgesamt solide Krimiunterhaltung mit einer interessanten Hauptfigur, die Lust auf mehr macht!
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