Produktbild: Jahrestage 1–4

Jahrestage 1–4 Aus dem Leben von Gesine Cresspahl

5

50,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Set mit diversen Artikeln

Erscheinungsdatum

17.07.2013

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

2150

Maße (L/B/H)

22,1/13,7/12,9 cm

Gewicht

2075 g

Farbe

Weiß / Eisblau

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

Anniversaries

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46455-7

Beschreibung

Rezension

»Ein literarischer Triumph – das ist Uwe Johnsons
Jahrestage
. Nicht nur wegen der Qualität dieses knapp 2000 Seiten umfassenden Romans ›in vier Lieferungen‹, sondern auch in biografischer Hinsicht: Nachdem die ersten drei Bände von 1970 bis 1973 erschienen waren, dauerte es zehn qualvolle Jahre, bis 1983 der Abschlussband fertig war. Pflichtlektüre für Literaturliebhaber.«

Produktdetails

Einband

Set mit diversen Artikeln

Erscheinungsdatum

17.07.2013

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

2150

Maße (L/B/H)

22,1/13,7/12,9 cm

Gewicht

2075 g

Farbe

Weiß / Eisblau

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

Anniversaries

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46455-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Mega-Roman im Intervall Mit…

Bories vom Berg aus München am 06.01.2021

Bewertungsnummer: 2736558

Bewertet: Buch (Set mit diversen Artikeln)

Mega-Roman im Intervall Mit seinem Epos «Jahrestage» hat Uwe Johnson den Versuch unternommen, Realität verlustfrei in Sprache zu transferieren. Wie der Untertitel verrät, dient ihm dabei das Leben seiner Protagonistin Gesine Cresspahl als Spiegel für eine großangelegte Gesellschaftsstudie, in der er zu dem Ergebnis kommt, dass allen äußeren Widerwärtigkeiten zum Trotz der Mensch letztendlich seine seelische Integrität durchaus zu bewahren vermag. Der erste Teil des vierbändigen Werkes erschien 1970, der letzte 13 Jahre später. Man kann das systemkritische Hauptwerk von Uwe Johnson als engagierte Suche nach dem richtigen Leben deuten. Der in 366 Tageskapitel eingeteilte Roman stellt eine subjektive Jahreschronik dar, vom 19.8.1967 bis zum 20.8.1968, den Schalttag eingeschlossen, ein Weltjahr also, wie es Siegfried Unselt formuliert hat. Ort der Handlung ist New York, Johnson lässt die 34jährige Gesine, die dort bei einer Bank arbeitet, mit ihrer zehnjährigen Tochter Marie im Apartment 204, 243 Riverside Drive, Manhattan wohnen, seine eigene Wohnadresse während seines zweijährigen Aufenthalts. Eine zweite Erzählebene bildet die fiktive Kleinstadt Jerichow in Mecklenburg, aus der Gesine 1953 während der DDR-Zeit in den Westen flüchtete, ehe sie dann 1961 nach New York ging. Neben der Hauptfigur und ihrer altklugen Tochter als Zuhörerin fungiert der Autor in Person als Protokollant ihrer Erzählungen. Als zweite Erzählinstanz tritt er zuweilen in Dialogen mit Gesine auf, die nicht immer friedlich verlaufen. «Wir können auch heute noch aufhören mit deinem Buch» hält sie ihm an einer Stelle entgegen. Quasi eine dritte Erzählinstanz ist die für Gesine unentbehrliche New York Times, ihre tägliche Pflichtlektüre, aus der im Roman tagebuchartig in beinahe allen Kapiteln zitiert wird. Nicht nur dass die Zeitung als seriöse Zeitzeugin die politischen und sozialen Themen zur Handlung beisteuert, der Autor vermittelt damit auf raffinierte Weise auch Authentizität. Häufig unterbrochen durch Fragen der wissbegierigen Marie erzählt Gesine unermüdlich aus ihrem bewegten Leben und aus dem ihrer Vorfahren. Wobei, wie es der Untertitel «Aus dem Leben von Gesine Cresspahl» schon relativiert, all diese Rückblenden nie wirklich vollständig sein können. Der zeitliche Rahmen der Erzählungen reicht von Gesines Geburtsjahr 1933 mit der Machtergreifung der Nazis über das Kriegsende mit der gefürchteten Roten Armee in Mecklenburg, das nachfolgende sozialistische Paradies der DDR, die gefährliche Epoche des Kalten Krieges und den Vietnamkrieg bis hin zum Prager Frühling. Der Roman endet mit dem 20. August 1968, an dem die Russen den Reformen von Alexander Dubček ein Ende setzten. Zum persönlichen Schicksal von Gesine gehört neben dem frühen Tod ihrer Eltern auch der politisch bedingte Tod von Maries Vaters, über den sie untröstlich ist. Sie hat sich in eine Art inneres Exil zurückgezogen und lebt weitgehend in ihren Erinnerungen, die sie nach dem Motto «… für wenn ich tot bin» auch auf Tonband spricht. In einer Art Collage werden persönliche Erinnerungen mit Zeitungsausschnitten, Briefen und Dialogen zu einer Erzählung zusammengefügt, die geradezu fanatisch nach Wahrheit strebt. Sprachlich ist der Roman durch eine äußerst präzise Beschreibungskunst gekennzeichnet, deren parataktischer Satzbau sich zielgerichtet aufs Wesentliche konzentriert. Neben etlichen Einsprengseln in Platt finden sich darin ganze Passagen in Englisch, Französisch und anderen Sprachen bis hin zu Russisch. Man kann hier mit Recht von einem Sprachkunstwerk reden, dessen schwierige Lektüre allerdings, nicht nur vom schieren Seitenumfang her, einiges an Durchhalte-Vermögen voraussetzt. Dieser collageartig aufgebaute Mega-Roman eignet sich aber auch ideal zum sequentiellen Lesen, immer wieder mal hundert Seiten im Intervall. Es gibt in ihm ja keinen durchlaufenden Erzählfaden, man kann also problemlos jederzeit wieder einsteigen in die Lektüre dieses kanonischen Werkes.

Mega-Roman im Intervall Mit…

Bories vom Berg aus München am 06.01.2021
Bewertungsnummer: 2736558
Bewertet: Buch (Set mit diversen Artikeln)

Mega-Roman im Intervall Mit seinem Epos «Jahrestage» hat Uwe Johnson den Versuch unternommen, Realität verlustfrei in Sprache zu transferieren. Wie der Untertitel verrät, dient ihm dabei das Leben seiner Protagonistin Gesine Cresspahl als Spiegel für eine großangelegte Gesellschaftsstudie, in der er zu dem Ergebnis kommt, dass allen äußeren Widerwärtigkeiten zum Trotz der Mensch letztendlich seine seelische Integrität durchaus zu bewahren vermag. Der erste Teil des vierbändigen Werkes erschien 1970, der letzte 13 Jahre später. Man kann das systemkritische Hauptwerk von Uwe Johnson als engagierte Suche nach dem richtigen Leben deuten. Der in 366 Tageskapitel eingeteilte Roman stellt eine subjektive Jahreschronik dar, vom 19.8.1967 bis zum 20.8.1968, den Schalttag eingeschlossen, ein Weltjahr also, wie es Siegfried Unselt formuliert hat. Ort der Handlung ist New York, Johnson lässt die 34jährige Gesine, die dort bei einer Bank arbeitet, mit ihrer zehnjährigen Tochter Marie im Apartment 204, 243 Riverside Drive, Manhattan wohnen, seine eigene Wohnadresse während seines zweijährigen Aufenthalts. Eine zweite Erzählebene bildet die fiktive Kleinstadt Jerichow in Mecklenburg, aus der Gesine 1953 während der DDR-Zeit in den Westen flüchtete, ehe sie dann 1961 nach New York ging. Neben der Hauptfigur und ihrer altklugen Tochter als Zuhörerin fungiert der Autor in Person als Protokollant ihrer Erzählungen. Als zweite Erzählinstanz tritt er zuweilen in Dialogen mit Gesine auf, die nicht immer friedlich verlaufen. «Wir können auch heute noch aufhören mit deinem Buch» hält sie ihm an einer Stelle entgegen. Quasi eine dritte Erzählinstanz ist die für Gesine unentbehrliche New York Times, ihre tägliche Pflichtlektüre, aus der im Roman tagebuchartig in beinahe allen Kapiteln zitiert wird. Nicht nur dass die Zeitung als seriöse Zeitzeugin die politischen und sozialen Themen zur Handlung beisteuert, der Autor vermittelt damit auf raffinierte Weise auch Authentizität. Häufig unterbrochen durch Fragen der wissbegierigen Marie erzählt Gesine unermüdlich aus ihrem bewegten Leben und aus dem ihrer Vorfahren. Wobei, wie es der Untertitel «Aus dem Leben von Gesine Cresspahl» schon relativiert, all diese Rückblenden nie wirklich vollständig sein können. Der zeitliche Rahmen der Erzählungen reicht von Gesines Geburtsjahr 1933 mit der Machtergreifung der Nazis über das Kriegsende mit der gefürchteten Roten Armee in Mecklenburg, das nachfolgende sozialistische Paradies der DDR, die gefährliche Epoche des Kalten Krieges und den Vietnamkrieg bis hin zum Prager Frühling. Der Roman endet mit dem 20. August 1968, an dem die Russen den Reformen von Alexander Dubček ein Ende setzten. Zum persönlichen Schicksal von Gesine gehört neben dem frühen Tod ihrer Eltern auch der politisch bedingte Tod von Maries Vaters, über den sie untröstlich ist. Sie hat sich in eine Art inneres Exil zurückgezogen und lebt weitgehend in ihren Erinnerungen, die sie nach dem Motto «… für wenn ich tot bin» auch auf Tonband spricht. In einer Art Collage werden persönliche Erinnerungen mit Zeitungsausschnitten, Briefen und Dialogen zu einer Erzählung zusammengefügt, die geradezu fanatisch nach Wahrheit strebt. Sprachlich ist der Roman durch eine äußerst präzise Beschreibungskunst gekennzeichnet, deren parataktischer Satzbau sich zielgerichtet aufs Wesentliche konzentriert. Neben etlichen Einsprengseln in Platt finden sich darin ganze Passagen in Englisch, Französisch und anderen Sprachen bis hin zu Russisch. Man kann hier mit Recht von einem Sprachkunstwerk reden, dessen schwierige Lektüre allerdings, nicht nur vom schieren Seitenumfang her, einiges an Durchhalte-Vermögen voraussetzt. Dieser collageartig aufgebaute Mega-Roman eignet sich aber auch ideal zum sequentiellen Lesen, immer wieder mal hundert Seiten im Intervall. Es gibt in ihm ja keinen durchlaufenden Erzählfaden, man kann also problemlos jederzeit wieder einsteigen in die Lektüre dieses kanonischen Werkes.

Einen 2150-Seiten-Roman kurz…

MaWiOr aus Halle am 19.08.2013

Bewertungsnummer: 2702925

Bewertet: Buch (Set mit diversen Artikeln)

Einen 2150-Seiten-Roman kurz zu rezensieren und dazu noch ein epochales Ausnahmewerk, ist schon ein schwieriges Unterfangen. Aber hier ist der Versuch. In „Jahrestage“ beschreibt Uwe Johnson ein Jahr (vom 20. August 1967 bis 20. August 1968) im Leben der Gesine Cresspahl. . Das Geburtsdatum Gesines (3. März 1933) und der letzte Tag im Roman mit dem Einmarsch der sowjetischen Truppen in Prag geben den historischen Rahmen der Romantetralogie. Dabei verbindet Johnson Gesines Gegenwart mit ihrer Vergangenheit, indem er sie ihrer 10-jährigen Tochter, ihre Familiengeschichte erzählen lässt. Die aus Jerichow stammende Gesine Cresspahl, die 1953 die DDR in Richtung Westen verließ, fand zunächst in einer NATO-Dienststelle, dann bei einer Bank Arbeit. In der BRD lebte sie in Düsseldorf, wo sie auch ihre Tochter Marie bekam. Der Vater (Jakob Abs) kehrte allerdings in den Osten zurück, wo er bei einem Unfall ums Leben kam. 1961 ist Gesine nach New York gegangen und lebt dort seit sechs Jahren als Fremdsprachenkorrespondentin. Gesines reicher Freund Dietrich Erichson ist selten da, denn in seiner Tätigkeit für die NATO ist er ständig unterwegs. Während ihre inzwischen zehnjährige Tochter New York als neue Heimat angenommen hat, sucht Gesine weiter nach einem Rückhalt. Jeden Tag holt sich Gesine die "The New York Times" vom Kiosk und liest sie gründlich. So bilden Zitate und Artikel daraus das Gerüst dieser tagebuchartigen Chronik, in der sie sich in Rückblicken an ihre Mecklenburger Familiengeschichte erinnert und diese Erinnerungen mit den New-Yorker-Alltagsproblemen von Mutter und Tochter verbindet. So wird die Vergangenheit der Familie an den politischen Ereignissen der 60er Jahre (Vietnamkrieg, Rassenunruhen, Studentenproteste und Morde an den Kennedy-Brüdern und Martin Luther King) gespiegelt. Die ersten beiden Bände umfassen jeweils vier Monate (20.8.67-19.12.67 und 20.12.67-19.4.68). Hier erinnert sich Gesine an die Familiengeschichte von den 1920er Jahren bis zum Kriegsende 1945. Der dritte Band (10.4.-19.6.1968) betrachtet die Nachkriegsjahre, während der vierte Band (bis zum 20.8.68) hauptsächlich der DDR-Vergangenheit bis zum Volksaufstand vom 17.6.1953 gewidmet ist. Uwe Johnson (1934-1984), der in den 60er Jahren selbst in New York arbeitete, sammelte dort vielfältiges Material für seinen Roman, dessen ersten drei Bände 1970-73 erschienen. Danach geriet die Arbeit an dem Werk ins Stocken, sodass der Abschlussband erst 1983 erschien. Der Romanepos „Jahrestage“ ist ein gigantisches Erzählmosaik, das sich bei der ersten Lektüre sicher nicht vollständig erschließt. Sehr hilfreich ist dabei das Inventar „Kleines Adressbuch für Jerichow und New York“ (1983) von Rolf Michaelis, ein Register mit Namen, Orten, Zitaten und Verweisen (ebenfalls bei Suhrkamp neu erschienen). „Jahrestage“ ist ein facettenreiches und vielfiguriges Zeit-Panorama, das auf ungewöhnliche Weise die mecklenburgische Kleinstadt und Landschaft mit der Metropole New York sowie die deutsche Geschichte mit der nordamerikanischen Gegenwart miteinander verschachtelt - und das alles um die Figuren einer jungen Frau und ihrer Tochter. Die vorliegende Suhrkamp-Taschenbuch-Ausgabe ist in neuer Ausstattung erschienen, wobei alle vier Bände das Original-Cover der Ersterscheinung besitzen und zudem in einem Schuber untergebracht sind.

Einen 2150-Seiten-Roman kurz…

MaWiOr aus Halle am 19.08.2013
Bewertungsnummer: 2702925
Bewertet: Buch (Set mit diversen Artikeln)

Einen 2150-Seiten-Roman kurz zu rezensieren und dazu noch ein epochales Ausnahmewerk, ist schon ein schwieriges Unterfangen. Aber hier ist der Versuch. In „Jahrestage“ beschreibt Uwe Johnson ein Jahr (vom 20. August 1967 bis 20. August 1968) im Leben der Gesine Cresspahl. . Das Geburtsdatum Gesines (3. März 1933) und der letzte Tag im Roman mit dem Einmarsch der sowjetischen Truppen in Prag geben den historischen Rahmen der Romantetralogie. Dabei verbindet Johnson Gesines Gegenwart mit ihrer Vergangenheit, indem er sie ihrer 10-jährigen Tochter, ihre Familiengeschichte erzählen lässt. Die aus Jerichow stammende Gesine Cresspahl, die 1953 die DDR in Richtung Westen verließ, fand zunächst in einer NATO-Dienststelle, dann bei einer Bank Arbeit. In der BRD lebte sie in Düsseldorf, wo sie auch ihre Tochter Marie bekam. Der Vater (Jakob Abs) kehrte allerdings in den Osten zurück, wo er bei einem Unfall ums Leben kam. 1961 ist Gesine nach New York gegangen und lebt dort seit sechs Jahren als Fremdsprachenkorrespondentin. Gesines reicher Freund Dietrich Erichson ist selten da, denn in seiner Tätigkeit für die NATO ist er ständig unterwegs. Während ihre inzwischen zehnjährige Tochter New York als neue Heimat angenommen hat, sucht Gesine weiter nach einem Rückhalt. Jeden Tag holt sich Gesine die "The New York Times" vom Kiosk und liest sie gründlich. So bilden Zitate und Artikel daraus das Gerüst dieser tagebuchartigen Chronik, in der sie sich in Rückblicken an ihre Mecklenburger Familiengeschichte erinnert und diese Erinnerungen mit den New-Yorker-Alltagsproblemen von Mutter und Tochter verbindet. So wird die Vergangenheit der Familie an den politischen Ereignissen der 60er Jahre (Vietnamkrieg, Rassenunruhen, Studentenproteste und Morde an den Kennedy-Brüdern und Martin Luther King) gespiegelt. Die ersten beiden Bände umfassen jeweils vier Monate (20.8.67-19.12.67 und 20.12.67-19.4.68). Hier erinnert sich Gesine an die Familiengeschichte von den 1920er Jahren bis zum Kriegsende 1945. Der dritte Band (10.4.-19.6.1968) betrachtet die Nachkriegsjahre, während der vierte Band (bis zum 20.8.68) hauptsächlich der DDR-Vergangenheit bis zum Volksaufstand vom 17.6.1953 gewidmet ist. Uwe Johnson (1934-1984), der in den 60er Jahren selbst in New York arbeitete, sammelte dort vielfältiges Material für seinen Roman, dessen ersten drei Bände 1970-73 erschienen. Danach geriet die Arbeit an dem Werk ins Stocken, sodass der Abschlussband erst 1983 erschien. Der Romanepos „Jahrestage“ ist ein gigantisches Erzählmosaik, das sich bei der ersten Lektüre sicher nicht vollständig erschließt. Sehr hilfreich ist dabei das Inventar „Kleines Adressbuch für Jerichow und New York“ (1983) von Rolf Michaelis, ein Register mit Namen, Orten, Zitaten und Verweisen (ebenfalls bei Suhrkamp neu erschienen). „Jahrestage“ ist ein facettenreiches und vielfiguriges Zeit-Panorama, das auf ungewöhnliche Weise die mecklenburgische Kleinstadt und Landschaft mit der Metropole New York sowie die deutsche Geschichte mit der nordamerikanischen Gegenwart miteinander verschachtelt - und das alles um die Figuren einer jungen Frau und ihrer Tochter. Die vorliegende Suhrkamp-Taschenbuch-Ausgabe ist in neuer Ausstattung erschienen, wobei alle vier Bände das Original-Cover der Ersterscheinung besitzen und zudem in einem Schuber untergebracht sind.

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