»Als Genie der Einfachheit und Klarheit ist der große russische Erzähler auch in seinem späten Kaukasus-Roman
Hadschi Murat
zu erleben … Mit
Hadschi Murat
kehrte Tolstoj als alter Mann glanzvoll zu seiner epischen Meisterschaft zurück, ohne seine politischen und moralischen Überzeugungen aus dem Auge zu verlieren. Aber sie fordern in diesem Roman an keiner Stelle penetrant ihr Recht, sie ergeben sich wie von selbst aus dem Blick des allwissenden Erzählers.«
Brigitte van Kann / WDR3 Passagen
»Kein Schriftsteller hat die ›Eroberung des Kaukasus‹ so nüchtern, brutal und zugleich poetisch geschildert wie Lew Tolstoj in seinem nachgelassenen Meisterwerk
Hadschi Murat
, einem Roman von geradezu gespentischer Aktualität.«
Olaf Schmidt / Kreuzer
»Die Sinnlosigkeit des Krieges, die alle poetische Begeisterung für ihn zunichte macht, gehört zu den großen Themen von Lew Tolstoj. Aber er wäre nicht der große Romancier von Weltformat, wenn das plastische Detail nicht immer Vorrang vor der Moral hätte. Das ist auch in seinem letzten Roman so: Von
Hadschi Murat
stellte Tolstoj zwischen 1896 und 1904 … zehn Fassungen her, von denen die letzte Romanlänge erreicht. Nach Moralinsäure riecht es darin aber an keiner Stelle. Hier glänzen die Bärte und Dolche, und das Interesse und die Sympathien des Autors gehören eindeutig dem naturwüchsigen, exotischen Bergbewohner, dessen Kleidern und Sitten.«
Kirstin Breitenfellner / Falter
»Ein Heldenlied auf den Freiheitskämpfer für die kaukasischen Völker, der zu den Russen aus taktischer Überlegung überlief.«
Peter Pisa / Kurier
»
Hadschi Murat
, das letzte große Werk, an dem Lew Tolstoi mit Unterbrechungen mehr als acht Jahre geschrieben hat, gilt als literarisches Vermächtnis des Schriftstellers, Kriegsteilnehmers, des späten Pazifisten, Ethikers und vehementen Gegners von Gewalt.«
Wostok