Im 23. Jahrhundert ist die Erde für die Raubgier der Märkte und Mächte zu klein geworden. So beginnt die Auswanderung der Starken auf Mond und Mars; auf Erden zurück bleibt nur die alte, schwache Menschheit. Schon zwei Jahrhunderte später erweist sich der Mars als so lebensfeindlich, dass die neuen Menschen zurückkehren und brutal die Macht auf der nun friedlichen Erde an sich reißen. Was wie eine düstere Science-Fiction-Vision klingt, ist ein grandioser Roman über die uralte Frage von Emigration und Heimkehr. Reinhard Jirgl, einer der wichtigsten Autoren der Gegenwartsliteratur in Deutschland, erzählt in unvergesslichen Bildern von Gier und Gewalt, Unterdrückung und Krieg, Leben und Tod.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Marie-Therese Reisenauer
aus Wien
5/5
29.08.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mehr als ungewöhnlich
Dass ein Büchner-Preisträger sich auf das Genre der SF-Literatur einlässt, ist schon etwas ungewöhnlich. Und dass er dieses auch nahezu perfekt beherrscht, stimmt erstaunlich. Die Welt im 23. Jahrhundert ist eine gar grausliche. Der Mars erweist sich als unbewohnbar, dessen Bewohner wollen zurück zur Erde, wo einst die Schwachen und Alten zurück blieben. Sehr, sehr empfehlenswert.
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