Zigarren verändern die kleine Welt Ländliche Industrialisierung der Pfalz und ihre sozialen Auswirkungen im 19. und 20. Jahrhundert im Einzugsgebiet von Mannheim am Beispiel der Zigarrenfabriken in Rödersheim-Gronau
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Sprache:Deutsch
47,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
14.06.2012
Abbildungen
mit Farbabbildung
Verlag
GRINSeitenzahl
128
Maße (L/B/H)
21/14,8/1 cm
Gewicht
197 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-20056-7
Fachbuch aus dem Jahr 2012 im Fachbereich BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte, , Sprache: Deutsch, Abstract: "Der Tabak hat eine weltgeschichtliche Bedeutung. Jeder muss ihm das zuerkennen, ob er ihn für gesund oder schädlich hält, ihn liebt oder verabscheut." Hoffmann v. Fallersleben (nach Aschenbrenner/Stahl Vorwort) Nahe am Zentrum der Metropolregion Rhein-Neckar, das von Mannheim und Ludwigshafen gebildet wird, an der Schnittstelle zwischen dem "Gemüsegarten Deutschlands" und der "exklusiven" Weinregion Mittelhaardt - wie das pfälzische Regionalmarketing die Region derzeit positioniert - liegt mit rund 3000 Einwohnern die Gemeinde Rödersheim-Gronau. Die Ortsteile Rödersheim und Alsheim entstanden als typische Bauernsiedlungen, deren Strukturen fast 1500 Jahre durch die Landwirtschaft bestimmt wurden. Erst vor nicht einmal 150 Jahren änderte sich dies innerhalb weniger Jahre grundlegend und nachhaltig durch die Zigarrenfabriken, durch die Ausbreitung der Industrie von den Zentren in deren ländliche Umgebung und die Aufnahme von Landarbeitern in die Industrieproduktion. Mit den Zigarrenfabriken im Ort entwickelte sich eine neue, industriell bestimmte Kultur in Rödersheim-Gronau. Sie prägte einige Jahrzehnte das Ortsbild mit eigenen Statussymbolen und Werthorizonten parallel zur traditionellen Bauernkultur, übernahm einige Elemente und verdrängte letztendlich die alten bäuerlichen Traditionen und Strukturen. Damit bringt diese Epoche nach über 1150 Jahren den ersten grundlegenden gesellschaftlichen Wandel im Dorf - weder die Reformation, noch der Dreißigjährige Krieg oder die Säkularisation konnten einen auch nur ähnlichen grundlegenden Wandel erzeugen. Die aktuelle gesellschaftliche Struktur des Dorfes wird noch heute wesentlich von den damals stattgefundenen Prozessen und gesellschaftlichen Innovationen bestimmt. Erst in jüngster Zeit beginnen sich die Strukturen erneut grundsätzlich zu verändern.
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