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Band 63016

Die Kunst des Erzählens

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5401

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.2013

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

19/12,5/1,7 cm

Gewicht

212 g

Farbe

Schwarz / Cool Grey

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

How Fiction Works

Übersetzt von

Imma Klemm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-63016-3

Beschreibung

Rezension

Lange kein Buch mehr gesehen, das so viel Lust darauf macht, Romane zu lesen. ("taz")
Grandios. ("Die Zeit")
Für Romanautoren, solche, die es werden wollen, und alle passionierten Leser ist dieses Buch ebenso erhellend wie begeisternd. ("The Economist")
Beim Lesen ist mir etwas Außergewöhnliches passiert: Die Ausführungen haben mich so fasziniert, dass ich in eine Art Zeitlupenmodus verfallen bin. Ich habe das Buch ganz langsam Seite für Seite genossen … Wunderbar. ("Andrea Maria Schenkel")
Wood schreibt über Literatur, als hinge unser Seelenheil von ihr ab - und für jeden ernsthaften Leser tut es das auch. ("The Nation")
Ein Glanzstück. ("Der Tagesspiegel")

Produktdetails

Verkaufsrang

5401

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.2013

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

19/12,5/1,7 cm

Gewicht

212 g

Farbe

Schwarz / Cool Grey

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

How Fiction Works

Übersetzt von

Imma Klemm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-63016-3

Herstelleradresse

Rowohlt Repertoire
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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  • Odilie Pressberger

    aus Regensburg (Donau EKZ)

    5/5

    04.02.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Hier bekommen Sie Anregungen für viele Lesestunden!

    James Wood war Literaturkritiker beim "Guardian", schreibt jetzt für den New Yorker und arbeitet als Professor an der Havard University. Das Vorwort von Daniel Kehlmann habe ich zuerst mal übersprungen, um mir "meine eigene Meinung" zu bilden. (Umso lieber habe ich es am Ende des Buches gelesen!) Ich weiß es nicht, aber Kehlmanns Schlußsatz:"Aber auch die englische Sprache hat nur einen einzigen James Wood", erscheint mir sehr einleuchtend. Wenn Sie sich auf Woods Gedanken, Sprache und Argumentationen einlassen, werden Sie sehr viel über Romane und Erzählungen von 1605 bis 2006 erfahren und bestimmt eine unbändige Lust verspüren, sofort etliche, der von ihm zitierten Bücher zu lesen! Sei's auch nur unter einem neuen Blickwinkel. Mich locken nach der Lektüre besonders Spark, Die Blütezeit der Miss Jean Brodie (darauf hat Wood mir ein völlig neues Schlaglicht geworfen!) und Saramago, Das Todesjahr des Ricardo Reis (ach, darum geht es in diesem Buch? Danke, Herr Wood!). Wenn seine Universitätsvorlesungen auch nur annähernd wie dieses Buch sind, beneide ich seine Studenten glühend.

  • Bories vom Berg

    aus München

    3/5

    25.03.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Wer hat da nicht drauf…

    Wer hat da nicht drauf gewartet als eifriger Romanleser! Es gibt jetzt endlich ein Buch, das uns die schwierige Frage beantworten will, «was unterscheidet einen guten Roman von einem schlechten», wie es im Klappentext heißt. Geschrieben von dem englischen Kritikerpapst James Wood, bisweilen tatsächlich als berühmtester Literaturkritiker der Welt apostrophiert, zugleich Professor für Literaturkritik an der Harvard-University, was reichlich vorhandene Fachkompetenz erwarten lässt, aber selbstverständlich keine Unfehlbarkeit wie bei den echten Päpsten in Rom. In einer präzisen Sprache ohne akademische Attitüde erfahren wir viel Wissenswertes zum Thema Erzählen in Schriftform, als Prosa natürlich. Bei seinem Bemühen, die verborgenen Geheimnisse der hohen Schreibkunst offenzulegen, führt uns Wood tief hinein in die Methoden der Textanalyse. Er erklärt kenntnisreich und an vielen Beispielen alle Aspekte der Erzähltechnik: Sprachstil und Ausdruck, erlebte Rede, Dialog, deskriptive Pause, Perspektive, runde und flache Figuren, Detailauswahl, Metaphern und Konventionen. Auffallend ist, dass dabei der Plot als essentieller Bestandteil einer Geschichte nahezu unbeachtet bleibt, was in ziemlichem Gegensatz zur Erwartungshaltung, ja zum Kennzeichen der persönlichen Lesebiografie der allermeisten Romanleser stehen dürfte. Stattdessen solle der Leser sein «drittes Ohr» sensibilisieren für subtile Anspielungen und historische Bezüge des Erzählten! Was denn auch prompt einigermaßen schwerfällt angesichts Woods einseitiger Orientierung zum literarischen Realismus hauptsächlich des 19. Jahrhunderts, womit er sicherlich viele Leser ausgrenzt bei seinen klugen Erläuterungen, was «hohe» Literatur ist. Er beschäftigt sich besonders intensiv mit Flaubert, wenn er uns erklären will, worauf es sich zu achten lohnt. Zeitgenössische Autoren hingegen werden recht stiefmütterlich behandelt bei Wood, nur David Foster Wallace wird häufiger erwähnt. Der deutsche Leser gar wird sich verwundert die Augen reiben, Goethe, Fontane, Mann führen nur ein Schattendasein in Woods literarischem Kosmos, kaum der Rede wert. Warum das so ist, kann jeder leicht nachvollziehen, der in einer Londoner Buchhandlung mal nach Büchern dieser Autoren fragt, er wird nur erstaunte Rückfragen auslösen. Goethe what? Can you spell it out, please! Womit das ewige Problem der Fremdsprachen deutlich wird, die unsere Literaturwelt in viele Sprachinseln aufteilen. Es werden also Übersetzungen erforderlich, bei denen dann manches, wie am Beispiel eines französischen Wortklangs demonstriert wird, einfach unübersetzbar ist. Die recht einseitig hauptsächlich Woods englischer Muttersprache zugewandte Buchauswahl hat jedenfalls zur Folge, dass vieles nicht nachvollziehbar ist, weil man die Konventionen nicht kennt, die dem Text zugrunde liegen. Aber auch, weil man die Autoren und ihre Romane nicht kennt, von manchen noch nie gehört hat, manches auch gar nicht in deutscher Übersetzung vorliegt. Damit fehlt, mir jedenfalls, häufiger mal die Verständnisgrundlage, ein ziemliches Manko für dieses ambitionierte Werk. Das euphorische Vorwort von Daniel Kehlmann ist ein deutliches Indiz für die eigentliche Zielgruppe dieses Buches, für Leute die schreiben nämlich, die hier dann auch einen üppig bestückten literarischen Werkzeugkasten vorfinden samt detaillierter Gebrauchsanweisung. Reine Leser hingegen ziehen ihren Nutzen en passant, indem sie den Schriftstellern über die Schulter schauen quasi. Warum wir lesen und was das Lesen bewirkt, das findet man ziemlich versteckt in einer der vielen Anmerkungen im Anhang des Buches. Was aber gut ist als Roman, das müssen wir uns selbst zusammenreimen, das kann man nämlich nicht generell und für jeden passend definieren, da ändert auch dieses interessante Buch nichts dran. Insoweit ist die im Klappentext gleich mit dem ersten Satz versprochene Aufklärung für den erwartungsvollen Leser nichts weiter als ein Marketing-Trick des deutschen Verlegers.

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