Cosmopolis
KIWI Band 1278

Cosmopolis

Roman

Buch (Taschenbuch)

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Beschreibung

Don DeLillos Meisterwerk nun im Kino

Als »Cosmopolis« 2003 erschien, wurde der Roman international als literarisches Meisterwerk gefeiert, das DeLillos Rang als einer der wichtigsten Autoren der Welt abermals unterstrich. Heute wirkt DeLillos Roman im Angesicht der weltweiten Finanzkrise beinahe prophetisch und ist aktueller denn je.David Cronenberg hat »Cosmopolis« nun mit Robert Pattinson und Juliette Binoche verfilmt. Die Geschichte: Eric Packer, 28 Jahre alt, ist ein reicher, gewissenloser Börsenspekulant. Unterwegs in seiner Stretchlimousine zu einem Friseurtermin, führt ihn sein Weg über die 47. Straße quer durch Manhattan. Das Herz von New York steht an diesem Frühlingstag im April 2000 kurz vor dem totalen Kollaps. Der amerikanische Präsident ist in der Stadt, gewalttätige Globalisierungsgegner demonstrieren und ein Sufi-Rapper wird unter großer Anteilnahme seiner Anhänger zu Grabe getragen. Mitten durch dieses Chaos schleicht Packer mit seinen Sicherheitsbeamten, seiner Frau, seiner Liebhaberin und seinem Leibarzt im Schritttempo voran, ohne wirklich vorwärts zu kommen – und am Ende seiner 24-stündigen Odyssee durch Manhattan verliert er mehr, als er sich je hat vorstellen können.

»Schwindelerregend intelligent geschrieben, ein irritierendes Buch von großer diagnostischer Qualität« (Frankfurter Rundschau)

» Cosmopolis ist der vorläufige Höhepunkt einer literarischen Arbeit, die wie keine andere die Wucherungen der amerikanischen Seele katalogisiert und analysiert.« ("Literaturen")
» Cosmopolis, schwindelerregend intelligent geschrieben, ist ein irritierendes Buch von großer diagnostischer Qualität – ein historischer Roman aus dem Cyberspace.« ("Frankfurter Rundschau")
»Es ist DeLillos einzigartige Fähigkeit, daß man das Echo der Erschütterungen spürt, ohne daß von Ihnen die Rede ist.« ("FAS")
» Cosmopolis, schwindelerregend intelligent geschrieben, ist ein irritierendes Buch von großer diagnostischer Qualität – ein historischer Roman aus dem Cyberspace.« ("Frankfurter Rundschau")
»DeLillo hat seine eigene Stimme, harsch, zerklüftet, beunruhigend eloquent.« ("The Saturday Review")
»Ein Buch das sich konkret mit den Ängsten im 21. Jahrhundert beschäftigt.« ("taz")
»Ein Buch, in dem nichts unmöglich erscheint.« ("Der Spiegel")
»Ein Buch das sich konkret mit den Ängsten im 21. Jahrhundert beschäftigt.« ("taz")

Don DeLillo, 1936 geboren in New York, ist der Autor von zahlreichen Romanen und Theaterstücken. Sein umfangreiches Werk wurde mit dem National Book Award, dem PEN/Faulkner Award for Fiction, dem Jerusalem Prize und der William Dean Howells Medal from the American Academy of Arts and Letters ausgezeichnet. 2015 erhielt Don DeLillo den National Book Award Ehrenpreis für sein Lebenswerk..
Frank Heibert, geboren 1960, übersetzt vor allem aus dem Englischen und Französischen, u.a. Werke von Don DeLillo, Richard Ford, Mark Twain, Neil LaBute und, zusammen mit Hinrich Schmidt-Henkel, Yasmina Reza. 2006 erschien sein Roman »Kombizangen«. 2012 wurde er mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis ausgezeichnet.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

31.05.2012

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

19,9/12,6/1,5 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

31.05.2012

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

19,9/12,6/1,5 cm

Gewicht

163 g

Auflage

2. Auflage

Übersetzer

Frank Heibert

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-04437-9

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Don Delillo: Cosmopolis

Tanja-WortWelten aus Kaiserslautern am 13.01.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eric Packer, 28 Jahre alt, ein absolutes Finanzgenie, sportbesessen - und er ist skrupellos, geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen, hat so manche Affäre und erkennt seine Frau, die er erst vor ein paar Tagen geheiratet hat, erst auf den dritten Blick wieder. Außerdem nimmt er seine Sonnenbrille so gut wie nie ab - tatsächlich stellt seine Frau erst Tage nach der Hochzeit fest, dass seine Augen blau sind - und will an einem ganz gewöhnlichen New Yorker Aprilmorgen im Jahr 2000 einen neuen Haarschnitt. Während der auf diese Entscheidung folgenden 24 Stunden taucht der Leser ein in die Welt von Packer. Denn auf seinem Weg zu dem Friseur seiner Kindheit kommt ihm so einiges in die Quere. Zum einen die Gedenkzeremonie für einen erst kürzlich verstorbenen Rapper, zum anderen der Besuch des Präsidenten, der zufällig in der Stadt ist und natürlich auch die Ausschreitungen einiger Globalisierungsgegner, die mitten in Manhatten die großen Werbetafeln an den Hochhäusern demolieren und Eric durch puren Zufall gar nicht bemerken. Und natürlich wäre da auch noch der ein oder andere geplante Zwischenstopp. Ob nun ein tête-à-tête mit seiner Kunstkuratorin, die vom Alter her auch Erics Mutter sein könnte, einem fragwürdigen Schäferstündchen mit seinem neuen Bodyguard und einer Elektroschockpistole oder die eiskalte Erschießung seines ersten Sicherheitsmannes aufgrund eines falschen Blickes - alles ist vorhanden in Don DeLillos Cosmopolis. Des weiteren spekuliert Eric während seiner Fahrt durch Manhatten mit dem Yen, wobei er letzten Endes nicht nur seine eigenen Milliarden, sondern auch die Millionen seiner Frau verliert. Er hält in seiner Limousine Meetings mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ab und schreckt dabei auch nicht davor zurück, sich während eben dieser Meetings einmal ganz genau von seinem Arzt untersuchen zu lassen. Da von vornherein feststeht, dass Eric Packer diesen Tag nicht überleben wird - schließlich ist die Geschichte außer aus seiner, auch noch aus Sicht seines Mörders (übrigens ein ehemaliger Angestellter Packers) verfasst -, macht das diese rasante, wie auch vollkommen skrupellose Geschichte nur umso reizvoller. Man verflucht Eric und lächelt doch, als er nur kurz vor seinem Tod beschließt, mit seiner Frau ganz von vorne anzufangen - ganz von vorne anzufangen, da er ja alles Geld verloren hat. Da man Eric Packers Mörder eigentlich ganz gut verstehen kann, Eric selbst jedoch so außergewöhnlich wie kaltschnäuzig ist, fiebert man dem Ende des Buches mit ganz gemischten Gefühlen entgegen. Natürlich gönnt man Erics Mörder den Triumph, aber irgendwo ist da auch noch der Gedanke, an Erics Beschluss, sein Leben grundlegend zu ändern, der ihm irgendwie eine neue Chance einräumen will. Nun ja, wer weiß, ob er sie irgendwie doch bekommt... Für mich, als absoluten Don DeLillo-Neuling war das eine Premiere der besonderen Art. Nicht nur, dass Eric Packer sich problemlos in die Liste der interessantesten Charaktere der Bücher, die ich bisher gelesen habe, einreihen kann. Nein, Cosmopolis ist überdies auch eine sarkastische Karikatur der Neuzeit, in der wir uns bisweilen sogar in einem Eric Packer wieder entdecken können.

Don Delillo: Cosmopolis

Tanja-WortWelten aus Kaiserslautern am 13.01.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eric Packer, 28 Jahre alt, ein absolutes Finanzgenie, sportbesessen - und er ist skrupellos, geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen, hat so manche Affäre und erkennt seine Frau, die er erst vor ein paar Tagen geheiratet hat, erst auf den dritten Blick wieder. Außerdem nimmt er seine Sonnenbrille so gut wie nie ab - tatsächlich stellt seine Frau erst Tage nach der Hochzeit fest, dass seine Augen blau sind - und will an einem ganz gewöhnlichen New Yorker Aprilmorgen im Jahr 2000 einen neuen Haarschnitt. Während der auf diese Entscheidung folgenden 24 Stunden taucht der Leser ein in die Welt von Packer. Denn auf seinem Weg zu dem Friseur seiner Kindheit kommt ihm so einiges in die Quere. Zum einen die Gedenkzeremonie für einen erst kürzlich verstorbenen Rapper, zum anderen der Besuch des Präsidenten, der zufällig in der Stadt ist und natürlich auch die Ausschreitungen einiger Globalisierungsgegner, die mitten in Manhatten die großen Werbetafeln an den Hochhäusern demolieren und Eric durch puren Zufall gar nicht bemerken. Und natürlich wäre da auch noch der ein oder andere geplante Zwischenstopp. Ob nun ein tête-à-tête mit seiner Kunstkuratorin, die vom Alter her auch Erics Mutter sein könnte, einem fragwürdigen Schäferstündchen mit seinem neuen Bodyguard und einer Elektroschockpistole oder die eiskalte Erschießung seines ersten Sicherheitsmannes aufgrund eines falschen Blickes - alles ist vorhanden in Don DeLillos Cosmopolis. Des weiteren spekuliert Eric während seiner Fahrt durch Manhatten mit dem Yen, wobei er letzten Endes nicht nur seine eigenen Milliarden, sondern auch die Millionen seiner Frau verliert. Er hält in seiner Limousine Meetings mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ab und schreckt dabei auch nicht davor zurück, sich während eben dieser Meetings einmal ganz genau von seinem Arzt untersuchen zu lassen. Da von vornherein feststeht, dass Eric Packer diesen Tag nicht überleben wird - schließlich ist die Geschichte außer aus seiner, auch noch aus Sicht seines Mörders (übrigens ein ehemaliger Angestellter Packers) verfasst -, macht das diese rasante, wie auch vollkommen skrupellose Geschichte nur umso reizvoller. Man verflucht Eric und lächelt doch, als er nur kurz vor seinem Tod beschließt, mit seiner Frau ganz von vorne anzufangen - ganz von vorne anzufangen, da er ja alles Geld verloren hat. Da man Eric Packers Mörder eigentlich ganz gut verstehen kann, Eric selbst jedoch so außergewöhnlich wie kaltschnäuzig ist, fiebert man dem Ende des Buches mit ganz gemischten Gefühlen entgegen. Natürlich gönnt man Erics Mörder den Triumph, aber irgendwo ist da auch noch der Gedanke, an Erics Beschluss, sein Leben grundlegend zu ändern, der ihm irgendwie eine neue Chance einräumen will. Nun ja, wer weiß, ob er sie irgendwie doch bekommt... Für mich, als absoluten Don DeLillo-Neuling war das eine Premiere der besonderen Art. Nicht nur, dass Eric Packer sich problemlos in die Liste der interessantesten Charaktere der Bücher, die ich bisher gelesen habe, einreihen kann. Nein, Cosmopolis ist überdies auch eine sarkastische Karikatur der Neuzeit, in der wir uns bisweilen sogar in einem Eric Packer wieder entdecken können.

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