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Produktbild: Die Zelle
Band 2005

Die Zelle Rechter Terror in Deutschland

Aus der Reihe Rowohlt Sachbuch
2

15,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.06.2012

Abbildungen

16 S. s/w Tafeln

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

2,2/14/21,5 cm

Gewicht

381 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-02005-7

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

So gut geschrieben, dass man manchmal das Gefühl hat, man sitze mit den Reportern im Auto. ("Südwest Presse")
Ein Aufsehen erregendes Buch. Keine zwei anderen Journalisten könnten geeigneter sein für solche Enthüllungen. ("RBB Fernsehen "Stilbruch"")
Ein sehr lesenswertes Buch. ("Markus Lanz")
Nur sieben Monate nach dem Ende der Terrorzelle rekonstruiert das Buch akribisch nicht nur die Taten des Trios sondern auch seine Anfänge. Man kann es wirklich empfehlen. ("WAZ")
John Goetz und Christian Fuchs haben es nicht bei einer Chronologie der Ereignisse belassen. Sie schildern auch das gesellschaftliche Klima Anfang der 1990er Jahre, die Hetze auf Asylbewerber, sie weben Ereignisse wie die Pogrome in Rostock, Mölln oder Solingen mit ein. ("Deutschlandfunk")
Ein detailreiches Werk, eine wahnsinnige Recherchearbeit, ... die wärmstens zu empfehlen ist. ("MDR")
Ein spannender Einblick in die militante rechtsradikale Szene des Landes und eine detailreiche und keineswegs trockene Analyse. ("WDR")
Christian Fuchs und John Goetz, bekannt für ihre investigativen Recherchen, zeichnen detailreich die Biografien der drei Extremisten nach. Die Zelle ist das erste umfassende Buch über den Nationalsozialistischen Untergrund. Es bietet dem Leser erschreckende Einblicke in die rechte Szene. Es ist gut recherchiert und spannend geschrieben. ("ARD")
Wer im verästelten NSU-Komplex den Überblick verloren hat, sollte unbedingt Die Zelle lesen. ("taz")
Ein intensives Buch, ein spannendes Buch, das ein völlig neues Licht auf die Zwickauer Terrorzelle wirft. Ich kann es als ein großes Stück schonungsloser Aufklärung nur empfehlen. ("Hans Leyendecker")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.06.2012

Abbildungen

16 S. s/w Tafeln

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

2,2/14/21,5 cm

Gewicht

381 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-02005-7

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE
produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Gisela Busemann

    aus Leer (Ostfriesland)

    5/5

    11.06.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Die Zelle. Rechter Terror in Deutschland.

    Es ist einfach unfassbar, dass nach über fünfzig Jahren, und zwar nach Beendigung des zweiten Weltkrieges sich wieder ein solch brutaler Terror von rechts hat entwickeln und gedeihen konnte. Christian Fuchs. Reporter in Leipzig und Kenner der Neonazi-Szene in Deutschland und John Goetz, freier Autor und NDR Redakteur, 2011 wurde er mit den Henri Nannen Preis ausgezeichnet, haben hervorragend für ihr Buch „Die Zelle“ recherchiert und die Hintergründe beleuchtet, wie es möglich sein konnte, dass das Trio aus Zwickau zehn Jahre im Untergrund lebte und mordete. Es waren neun Migranten und ein Polizist für dessen Tod die Terroristen verantwortlich waren. Wie war der Werdegang dieser drei jungen Mensch aus der Mittelschicht, was führte dazu dass sie sich zu rechtsextremen Terroristen entwickelten? Wer half ihnen dabei und unterstütze sie, ihre unsinnigen , verabscheuungswürdigen Taten zu begehen und überhaupt ihren Alltag zu organisieren und so lange Jahre unentdeckt blieben? Unser Staat und die Sicherheitsorgane spielen in dieser Geschichte eine für mich persönlich wenig überzeugende Rolle. Verschiedene Sicherheitsorgane haben jahrelang versucht die Morde aufzuklären, hatten jedoch erst 2011 den Durchblick was eigentlich in unserer Republik vor sich ging. Das Buch beschreibt unter anderem auch kritisch und eingehend das gesellschaftliche Klima in Deutschland nach der Wende. Ein intensives spannendes Buch von schonungsloser Aufklärung. Ich kann es nur jedem Leser empfehlen, den diese Thematik interessiert. Ich denke jedoch, es geht uns alle an.

  • Bewertung

    2/5

    10.07.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Leider kein gutes Buch

    "Ein großes Stück schonungsloser Aufklärung" nennt Hans Leyendecker, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, das vorliegende Buch, eine Reportage über die rechtsextreme 'Zwickauer Zelle', der zehn Morde, zwei Anschläge und mehrere Banküberfälle zur Last gelegt werden. Zwei der mutmaßlichen Täter sind tot, die Dritte im Bunde sitzt in U-Haft, gegen eine Handvoll Unterstützer wird ermittelt. Urteile aber sind, fast acht Monate nach dem Auffliegen des Trios, noch nicht gesprochen, nicht einmal Anklagen liegen vor. Mehr noch: vier von sechs Verdächtigen wurden aus der Untersuchungshaft entlassen. Wer sich sein Urteil über den 'NSU' durch das hier rezensierte Buch gebildet hat, muss sich die Augen reiben: Wie ist das möglich - es ist doch längst alles geklärt? Die Autoren nämlich sind sich ihrer Sache sicher und schildern die Untaten, als seien sie Augenzeugen gewesen: "Carsten S. übergibt 2500 DM in bar und bekommt dafür eine in ein Tuch eingewickelte Pistole." "Auf dem Rückweg von Dortmund nach Zwickau entscheiden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, in Kassel zu halten. Sie wollen noch jemanden ermorden." (S. 166) "Gegen 15 Uhr läuft Beate Zschäpe mit einem Kanister in der Hand durch die spärlich eingerichtete Wohnung. Sie verteilt Motorenbenzin." (S. 240) Das Fundament unseres Rechtsstaats ist die Unschuldsvermutung, das Prinzip also, jeden Menschen, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, solange als unschuldig anzusehen, bis seine Schuld in einem öffentlichen Verfahren nachgewiesen ist. Zuständig für dieses öffentliche Verfahren sind die gesetzlichen Richter, nicht investigative Journalisten. Dies scheinen die Autoren vergessen zu haben. Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie seien wegen eines Ihnen zugeschriebenen Tötungsdelikts in Untersuchungshaft. Und nun liest jedermann Tag für Tag detaillierte Schilderungen in der Zeitung, wie Sie bei dem Mord vorgegangen seien. Wie wahrscheinlich ist da noch, dass Sie auf unvoreingenommene Richter treffen werden? In Großbritannien sind schon Verfahren eingestellt worden, weil es den Juroren nicht mehr möglich war, ein unvoreingenommenes Urteil zu fällen. Das Informations- (oder Sensations-)bedürfnis der Leser in allen Ehren: Rechtsstaatliche Prinzipien sind doch wohl wichtiger? Wir haben uns nolens volens mit dem Sensationsjournalismus des Boulevards in Funk, Fernsehen und Presse abgefunden - wenn nun auch noch seriöse Journalisten dazu übergehen, Richter spielen zu wollen, ist von dem Rechtsstaat, den sie doch verteidigen wollen, bald nichts mehr übrig. Die ganze Sache noch verschlimmernd kommt hinzu, dass die Autoren in dem Buch einigen Verdächtigen Taten zuschreiben, die ihnen vom Generalbundesanwalt gar nicht vorgeworfen werden. Und dass die Rolle der Geheimdienste, über die in diesen Tagen so viel diskutiert wird, in dem Buch kaum beleuchtet wird, macht es auch als Informationsquelle über die gesellschaftspolitischen Dimensionen dieser schrecklichen Mordserie leider fast unbrauchbar.

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