Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
26.09.2012
Abbildungen
16 ill.
Herausgeber
Elke Brüggen + weitereVerlag
De GruyterSeitenzahl
12
Maße (L/B/H)
24,6/17,5/3,3 cm
Gewicht
977 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-11-028004-3
Der Band fragt nach den Möglichkeiten deutschsprachiger Texte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, auf die Prägung kollektiver und individueller Identitäten einzuwirken. Dabei geht es nicht allein um Akte der Setzung, der Vermittlung, der Explikation und der Sicherung von Normen, sondern ebenso um Prozesse ihrer Infragestellung, Reflexion und Kritik, ihrer Transformation oder ihrer Destabilisierung, Auflösung und Neusetzung. Anhand von Fallbeispielen behandeln die Beiträge textsorten-, gruppen- und genderspezifische Modellierungen von Normen und loten die Spielräume aus, die in der Literatur für die Thematisierung, die Konkretisierung und die Infragestellung von Erwartungen an das soziale Handeln eröffnet werden; zudem geht es darum, welche Funktionen die Materialität der literarischen Kommunikation in Handschriften und Frühdrucken sowie in intermedialen Ensembles bei der Formierung normativer Konstellationen besitzt. Dabei wird die Bedeutung, welche Normierungsprozesse für die Konstitution einer allgemeinen sozialen Ordnung haben, abgewogen gegenüber Prozessen sozialer Differenzbildung in engeren Kommunikationsgemeinschaften.
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