Produktbild: Geschichte der deutschen Lyrik
Band

Geschichte der deutschen Lyrik Band 2: Von der Reformation bis zum Sturm und Drang

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.2012

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

247

Maße (L/B/H)

14,9/9,7/1,5 cm

Gewicht

104 g

Farbe

Apfelgrün

Reihe

Reclams Universal-Bibliothek 18889

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-018889-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.2012

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

247

Maße (L/B/H)

14,9/9,7/1,5 cm

Gewicht

104 g

Farbe

Apfelgrün

Reihe

Reclams Universal-Bibliothek 18889

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-018889-7

Herstelleradresse

Reclam Philipp Jun.
Siemensstr. 32
71254 Ditzingen
DE

Email: auslieferung@reclam.de

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Mit Band 6 „Von 1945 bis…

MaWiOr aus Halle am 04.12.2012

Bewertungsnummer: 2702855

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit Band 6 „Von 1945 bis heute“ wird die Reclam-Reihe „Geschichte der deutschen Lyrik“ abgeschlossen. Sie vermittelt einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der deutschen Lyrik von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Im Abschlussband beleuchtet der bekannte Literaturwissenschaftler Hermann Korte ausführlich die deutsche Lyrik von 1945 bis zur Gegenwart. Dabei verweist er gleich am Anfang darauf, dass 1945 keine echte Zäsur für die deutsche Lyrik war. Es gab weder einen Neubeginn noch eine „Stunde Null“. Zunächst setzte sich die lyrische Tradition (z. B. Naturlyrik) der Weimarer Republik durch. Bis 1960 bestimmten in der BRD christlich geprägte Verse das Lyrikgenre. Allein in der DDR kamen die Exildichter wie Bertolt Brecht, Stefan Hermlin oder Johannes R. Becher zu Wort, die sich aber auch mit ihrer experimentierenden Lyrik kaum durchsetzen konnten. Nach dieser Einführung betrachtet Korte die deutsche Lyrik der nachfolgenden Dekaden bis zum Jahrtausendwechsel. So waren die 60-er Jahre für die Lyrik ebenfalls eine Zeit der Umbrüche. Die Lyriker der unmittelbaren Nachkriegsjahre gerieten fast in Vergessenheit, jetzt bestimmten Grass, Enzensberger, Fried oder Rühmkorf das lyrische Terrain. Es entstanden neue lyrische Strömungen wie die konkrete und visuelle Poesie. Nach der 68er-Bewegung entwickelte sich in den 70er- und 80er-Jahren eine von politischen Zwängen befreite Lyrik (Krolow, Celan, Ausländer oder Huchel). In der DDR-Lyrik traten mit Braun, Mickel, Kirsten, Kirsch oder Biermann gleichfalls neue Namen auf. Hier bestimmte später auch Szene-Poeten aus der Rock-Bewegung die lyrische Ausdrucksform. Ähnlich wie 1945 war auch die politische Wende von 1990 kaum eine künstlerische Zäsur. Die letzte Dekade des 20. Jahrhunderts war durch keinen maßgeblichen Epochestil geprägt. Es gab zahlreiche Experimente mit Vers, Schrift und Sprache. Zum Abschluss gibt Korte einen Ausblick auf die Lyrik des 21. Jahrhunderts, die häufig mit medialen Prozessen verbunden ist, z. B. Netzliteratur oder digitale Lyrik. Erwähnt wird auch der Siegeszug des Poetry Slam als publikumsorientierte Lyrikform. Die ausführliche Darstellung wird abgeschlossen mit einer umfangreichen Bibliographie zu den einzelnen Kapiteln und zu einzelnen Lyrikern/innen sowie mit einem Personenregister. Fazit: Mit seinem detaillierten Überblickscharakter eignet sich der schmale Reclam-Band ausgezeichnet als Einführung in die deutsche Lyrik von 1945 bis zur Gegenwart. Manfred Orlick

Mit Band 6 „Von 1945 bis…

MaWiOr aus Halle am 04.12.2012
Bewertungsnummer: 2702855
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit Band 6 „Von 1945 bis heute“ wird die Reclam-Reihe „Geschichte der deutschen Lyrik“ abgeschlossen. Sie vermittelt einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der deutschen Lyrik von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Im Abschlussband beleuchtet der bekannte Literaturwissenschaftler Hermann Korte ausführlich die deutsche Lyrik von 1945 bis zur Gegenwart. Dabei verweist er gleich am Anfang darauf, dass 1945 keine echte Zäsur für die deutsche Lyrik war. Es gab weder einen Neubeginn noch eine „Stunde Null“. Zunächst setzte sich die lyrische Tradition (z. B. Naturlyrik) der Weimarer Republik durch. Bis 1960 bestimmten in der BRD christlich geprägte Verse das Lyrikgenre. Allein in der DDR kamen die Exildichter wie Bertolt Brecht, Stefan Hermlin oder Johannes R. Becher zu Wort, die sich aber auch mit ihrer experimentierenden Lyrik kaum durchsetzen konnten. Nach dieser Einführung betrachtet Korte die deutsche Lyrik der nachfolgenden Dekaden bis zum Jahrtausendwechsel. So waren die 60-er Jahre für die Lyrik ebenfalls eine Zeit der Umbrüche. Die Lyriker der unmittelbaren Nachkriegsjahre gerieten fast in Vergessenheit, jetzt bestimmten Grass, Enzensberger, Fried oder Rühmkorf das lyrische Terrain. Es entstanden neue lyrische Strömungen wie die konkrete und visuelle Poesie. Nach der 68er-Bewegung entwickelte sich in den 70er- und 80er-Jahren eine von politischen Zwängen befreite Lyrik (Krolow, Celan, Ausländer oder Huchel). In der DDR-Lyrik traten mit Braun, Mickel, Kirsten, Kirsch oder Biermann gleichfalls neue Namen auf. Hier bestimmte später auch Szene-Poeten aus der Rock-Bewegung die lyrische Ausdrucksform. Ähnlich wie 1945 war auch die politische Wende von 1990 kaum eine künstlerische Zäsur. Die letzte Dekade des 20. Jahrhunderts war durch keinen maßgeblichen Epochestil geprägt. Es gab zahlreiche Experimente mit Vers, Schrift und Sprache. Zum Abschluss gibt Korte einen Ausblick auf die Lyrik des 21. Jahrhunderts, die häufig mit medialen Prozessen verbunden ist, z. B. Netzliteratur oder digitale Lyrik. Erwähnt wird auch der Siegeszug des Poetry Slam als publikumsorientierte Lyrikform. Die ausführliche Darstellung wird abgeschlossen mit einer umfangreichen Bibliographie zu den einzelnen Kapiteln und zu einzelnen Lyrikern/innen sowie mit einem Personenregister. Fazit: Mit seinem detaillierten Überblickscharakter eignet sich der schmale Reclam-Band ausgezeichnet als Einführung in die deutsche Lyrik von 1945 bis zur Gegenwart. Manfred Orlick

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Geschichte der deutschen Lyrik

von Hermann Korte

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  • 1. Einführung und Überblick
    2. Luther und die Reformationszeit
    3. Das Kirchenlied im konfessionellen Zeitalter
    4. Magische Selbstvergottung in der Barock-Mystik
    5. Liebe statt Krieg im Barock-Humanismus
    6. ›Geist-reicher Gesang‹ im Pietismus
    7. Anfänge der Aufklärung in Naturlyrik, Lehrdichtung und Anakreontik
    8. Sakralisierungstendenzen in der Empfindsamkeit
    9. Genie-Religion im Sturm und Drang
    10. Göttinger Hain und Grenzgänger des Sturm und Drang

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