Produktbild: Die Datenfresser

Die Datenfresser Wie Internetfirmen und Staat sich unsere persönlichen Daten einverleiben und wie wir die Kontrolle darüber zurückerlangen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.06.2012

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19/12,3/2 cm

Gewicht

220 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-19033-1

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.06.2012

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19/12,3/2 cm

Gewicht

220 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-19033-1

Herstelleradresse

Fischer Frankfurt, TB
Hedderichstraße 114|60596|Frankfurt am Main|DE
kontakt@fischerverlage.de

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Balanceakt zwischen Transparen…

Raumzeitreisender aus Ahaus am 16.07.2016

Bewertungsnummer: 2726729

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Balanceakt zwischen Transparenz und Privatsphäre Die Autoren Constanze Kurz und Frank Rieger, beides IT-Sicherheitsexperten, erläutern, was kostenlos im Internet bedeutet. Bezahlt wird nicht mit Euro, sondern mit Daten. Im Informationszeitalter haben Daten einen Wert, der in die Milliarden geht, wie an Verkäufen von IT-Unternehmen deutlich wird. Mit dem Thema des Buches haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Autoren beschäftigt. Gerald Reischl [1], Stephen Baker [2] und Dave Eggers [3] seien als Beispiele genannt. Im Kern geht es um den leichtfertigen Umgang mit persönlichen Daten und den Nutzungsmöglichkeiten dieser Daten auch gegen die Interessen der betroffenen Personen. Das Buch gliedert sich in neun Kapitel, in denen die Autoren die Motivation der Datensammler beschreiben, Algorithmen und Auswertemöglichkeiten erläutern, das „digitale Gedächtnis“ thematisieren und Überwachungsmethoden auf Basis biometrischer Daten vorstellen. Smartphones i.V.m. WLAN-Netzen und GPS ermöglichen es, Bewegungsprofile von Personen zu erstellen. Mehrwerte entstehen durch die parallele Auswertung vieler Datenquellen. Bewegungsprofile i.V.m. Kontakten aus E-Mail-Diensten, sozialen Netzwerken, Blogs und Foren lassen den Bürger transparent werden. Die Mechanismen beim Umgang mit Daten erläutern die Autoren anhand eines jungen Internetunternehmens. Selbst wenn der Datenschutz (zunächst) garantiert wird, ist diese Garantie nach einem Konkurs nichts mehr wert. Die Daten werden mit anderen Beständen verknüpft bzw. in einen größeren Datenbestand eingegliedert und vermarktet. Die Abschaffung der Privatsphäre wird von denen gefordert, die einen Nutzen davon haben. Auffallend ist die Asymmetrie bei der Transparenz. Es sind nicht die IT-Firmen oder die Chefs der großen sozialen Netzwerke, die auf Geheimniskrämerei verzichten. Digitale Transparenz gilt nur für den Bürger. Im letzten Kapitel zeigen die Autoren Wege auf, wie Bürger sich besser schützen können. Dieser wichtige Teil des Buches kommt zu kurz. Im heutigen digitalen Zeitalter sind Bücher erforderlich, die ihren Schwerpunkt beim praktischen Datenschutz setzen. Davon abgesehen sind die Ausführungen verständlich und hinsichtlich des von vielen unterschätzten Themas auch wichtig. [1] Gerald Reischl: Die Google Falle, 2008 [2] Stephen Baker: Die Numerati, 2008 [3] Dave Eggers: Der Circle, 2014

Balanceakt zwischen Transparen…

Raumzeitreisender aus Ahaus am 16.07.2016
Bewertungsnummer: 2726729
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Balanceakt zwischen Transparenz und Privatsphäre Die Autoren Constanze Kurz und Frank Rieger, beides IT-Sicherheitsexperten, erläutern, was kostenlos im Internet bedeutet. Bezahlt wird nicht mit Euro, sondern mit Daten. Im Informationszeitalter haben Daten einen Wert, der in die Milliarden geht, wie an Verkäufen von IT-Unternehmen deutlich wird. Mit dem Thema des Buches haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Autoren beschäftigt. Gerald Reischl [1], Stephen Baker [2] und Dave Eggers [3] seien als Beispiele genannt. Im Kern geht es um den leichtfertigen Umgang mit persönlichen Daten und den Nutzungsmöglichkeiten dieser Daten auch gegen die Interessen der betroffenen Personen. Das Buch gliedert sich in neun Kapitel, in denen die Autoren die Motivation der Datensammler beschreiben, Algorithmen und Auswertemöglichkeiten erläutern, das „digitale Gedächtnis“ thematisieren und Überwachungsmethoden auf Basis biometrischer Daten vorstellen. Smartphones i.V.m. WLAN-Netzen und GPS ermöglichen es, Bewegungsprofile von Personen zu erstellen. Mehrwerte entstehen durch die parallele Auswertung vieler Datenquellen. Bewegungsprofile i.V.m. Kontakten aus E-Mail-Diensten, sozialen Netzwerken, Blogs und Foren lassen den Bürger transparent werden. Die Mechanismen beim Umgang mit Daten erläutern die Autoren anhand eines jungen Internetunternehmens. Selbst wenn der Datenschutz (zunächst) garantiert wird, ist diese Garantie nach einem Konkurs nichts mehr wert. Die Daten werden mit anderen Beständen verknüpft bzw. in einen größeren Datenbestand eingegliedert und vermarktet. Die Abschaffung der Privatsphäre wird von denen gefordert, die einen Nutzen davon haben. Auffallend ist die Asymmetrie bei der Transparenz. Es sind nicht die IT-Firmen oder die Chefs der großen sozialen Netzwerke, die auf Geheimniskrämerei verzichten. Digitale Transparenz gilt nur für den Bürger. Im letzten Kapitel zeigen die Autoren Wege auf, wie Bürger sich besser schützen können. Dieser wichtige Teil des Buches kommt zu kurz. Im heutigen digitalen Zeitalter sind Bücher erforderlich, die ihren Schwerpunkt beim praktischen Datenschutz setzen. Davon abgesehen sind die Ausführungen verständlich und hinsichtlich des von vielen unterschätzten Themas auch wichtig. [1] Gerald Reischl: Die Google Falle, 2008 [2] Stephen Baker: Die Numerati, 2008 [3] Dave Eggers: Der Circle, 2014

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Die Datenfresser

von Constanze Kurz, Frank Rieger

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