Etwas wollen, aber dann doch etwas anderes sagen – was also tun? Emma Woodhouse weiß genau, was andere wollen. Ohne jemals danach gefragt zu haben. Die Komödie, die sich daraus entspinnt, ist nicht nur ein amüsantes Porträt der englischen Gesellschaft im 19. Jahrhundert. Bis heute hat, was Emma glanzvoll demonstriert, das Chaos des Begehrens, bei dem man sich am liebsten selbst im Weg steht, nichts an Kraft verloren.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
5/5
03.09.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich liebe Jane Austen und ihre...
Ich liebe Jane Austen und ihre Erzählungen über störrische junge Frauen, die sich den Klischees ihrer Zeit widersetzen.
Emma ist eben so eine junge Frau, die es liebt zu verkuppeln und kleine Intrigen zu Gunsten der Liebe zu spinnen-bis sie sich selbst verliebt!
printbalance
4/5
15.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein toller Roman...
Der englische Klassiker "Emma" ist Jane Austen's viertes Buch, welches zwischen Januar 1814 und März 1815 von ihr verfasst wurde. Dieses Werk ist neben "Stolz und Vorurteil" eines ihrer bekanntesten Bücher und unter anderem auch der letzte Band welcher von ihr geschrieben wurde. Nach Fertigstellung des Manuskripts beauftragt Austen's Bruder Henry umgehend den Verleger John Murry mit dessen Veröffentlichung.
Im Mittelpunkt steht dieses Mal die selbstbewusste, nahezu arrogant wirkende Schönheit Emma Woodhouse. Sie ist die erste Protagonistin der Autorin, die sich charakterlich erheblich von ihren bisher veröffentlichten Romanenheldinnen unterscheidet. Aufgrund ihres beträchtlichen Vermögens hat Emma für immer ausgesorgt und ist daher überhaupt nicht an einer Eheschließung mit einem gut situierten Mann interessiert. Um diese seltene Ausgangssituation dem Leser zu verdeutlichen, verfasst Jane Austen ein Pedant zu Emma, nämlich Jane Fairfox, die ebenfalls bildschön ist, jedoch finanziell auf einen Partner- und somit auf eine vorteilhafte Eheschließung angewiesen ist.
Untypischerweise verfügt Emma auch über wenig Gefühl was die große Liebe betrifft. Romantik oder Liebesbekenntnisse sind für sie ein Fremdwort, was sie manchmal äußerst burschikos und schroff wirken lässt.
Aufgrund ihrer ständigen Langeweile versucht sie ihr angebliches Talent Personen zu verkuppeln auszubauen, worin sie aber kläglich scheitert und dadurch auf den Leser oftmals sehr unterhaltsam wirkt. Austen schreibt wieder einen absolut lesenswerten Gesellschaftsroman, in dem erneut viele unterschiedliche Charaktere integriert wurden. Zahlreiche Wendungen, viele interessante Gespräche und Situationen sorgen für spannende Lesestunden und einen hohen Unterhaltungswert.
Fazit: Ein Roman der beweist, dass die Liebe jeden treffen kann, selbst eine wohlhabende und selbstsichere Heiratsverächterin wie Emma.
Lia
aus Aachen
5/5
11.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Jane Austen’s stärkster Roman
Nachdem ich “Stolz und Vorurteil” gelesen habe und direkt darauf “Verstand und Gefühl”, war ich mehr als gespannt auf diese Geschichte.
Jane Austen hat es dennoch geschafft mich noch einmal zu überraschen und sich mit diesem Werk selbst übertroffen.
Ein Buch, welches zunächst oberflächlich wirkt, später jedoch Platz schafft für die verschiedensten menschlichen Empfindungen.
Emma ist nicht perfekt, sie macht Fehler (nicht gerade wenige) und spiegelt dabei dennoch gerade den oft hindernisreichen Weg zum eigenen Glück fabelhaft wider.
RomanceBookLover
aus Berlin
5/5
02.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Jane Austen Klassiker als Graphic Novel ♡
Emma Woodhouse hat alles was ihr Herz begehrt: Schönheit, Reichtum und Klugheit. Einen Mann braucht sie zu ihrem Glück nicht. Doch das könnte sich bald durch Mr. Knightley ändern...Die Graphic Novel von Jane Austens «Emma» beeindruckt mit wunderschönen Illustrationen und Textpassagen die mir tolle Vibes zur 2020er Verfilmung mit Anya Taylor-Joy gaben welche meine liebste Adaption ist ❤️ Für Leser die mit Jane Austens mittlerweile sehr veralteten Schreibstil nicht zurecht kommen ist diese Graphic Novel eine perfekte Alternative. P.S. Ich liebe Emmas Wandlung vom manipulativen Miststück zu einer gütigen Titelheldin.
5/5 ⭐️
Namie
5/5
24.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Geschichte aus dem England, Anfang des 19. Jahrhunderts, über Menschen, Gemeinschaft, Liebe und Wandel.
„Sie hatte sich ebenso gewandelt. Diese eine halbe Stunde hatte beiden dieselbe kostbare Gewissheit gegeben, geliebt zu werden…“ (Seite 500)
Eine Geschichte aus dem England, Anfang des 19. Jahrhunderts, über Menschen, Gemeinschaft, Liebe und Wandel.
Vollgepackt mit Katsch und Tratsch, ein paar Spitzen, Humor, Annahmen und Einflussnahme, Irrtümern und Lösungen, kann mich Jane Austen mit ihrem besonderen Schreibstil und der Sprache direkt in die Zeit, die Gesellschaft und den „rechten“ Stand versetzen.
Willkommen in Hartfield, das zur Gemeinde Highbury gehört. Willkommen bei Emma Woodhouse und ihrem etwas gebrechlichen und stets besorgten Vater Mr. Woodhouse.
Lerne (fast) ganz Highbury kennen. Den so wunderbaren Mr. Knightley, der Emma auch mal Grenzen und Fehler aufzeigt.
Harriet, die einfach nett, aber auch sehr beeinflussbar ist, oder Mr. und Mrs. Weston, die eng mit der Familie Woodhouse verbunden sind.
Wandere über die Felder und Wiesen und besuche das Pfarrhaus mit Mr. Elton, oder gehe durch die Straßen von Highbury und lass dir alle Neuigkeiten von Miss Bates erzählen.
Noch viel mehr Charaktere warten auf den Leser und nehmen diesen mit in das Leben, den Alltag und all die bunten Ereignisse, Verstrickungen und Verwicklungen dieser Menschen.
Emma, die Hauptfigur, erscheint einigen anfangs nicht so sympathisch. Durch die guten Beschreibungen von Charakteren, Umständen und sozialen Geflechten konnte ich jedoch schnell verstehen, warum Emma ist, wie sie ist.
Mit Emma erleben wir einen herrlich unperfekten Charakter, intelligent, mit viel Fantasie und einem Herzen, das am rechten Fleck sitzt. Auch wenn man dies evtl. ab und zu infrage stellt.
In Emma zeigt Jane Austen, wie sehr auch die äußeren Umstände dazu beitragen, wer wir sind und wie wir uns entwickeln, was wir annehmen und wie wir handeln.
Gute Absichten reichen nicht immer aus, wenn die Möglichkeiten des Lernens, Beschäftigens und Wachsens nicht ganz so ausgeprägt sind. Menschen, die uns Fehler oder Grenzen aufzeigen, sind für unsere Entwicklung ebenso wichtig wie Liebe und Wärme.
Aber auch das soziale Gefüge in einer eher kleinen Gemeinde spielt in diesem Roman eine große Rolle. Genau diese Stellen mögen manchem Leser etwas langwierig sein. Viel „Geplapper“, viel höffliches Getue und Tratsch. Aber wie wichtig ist ein Zusammenhalt ein Gefüge gerade in zeiten ohne Internet und Telefon.
Sucht der Mensch nicht schon immer den rechten Platz in der Gemeinschaft egal wie diese gerade aussieht? Ob nun in den Höhlen der Steinzeit, im gesellschaftlich klar unterteilten England des 18 und 19 Jahrhunderts oder im 21 Jahrhundert im Vergleich über Sozialmedia. Stets versucht unseren Platz zu definieren?
Ich finde Jane Austen passt auch heute noch wunderbar und vielleicht dient sie als Kontrast zu Büchern die einen Plot Twist nach dem anderen hinlegen, sich in Aktion, Spice, Geschwindigkeit und Spannung nur so überschlagen.
Ich fand es beruhigend ein Buch zu lesen das mit weniger auskommt und dennoch zurecht ein Klassiker der Buchgeschichte ist.
Wichtig ist es die Zeit zu beachten in der das Buch geschrieben wurde und in der Jane Austen lebte. Und vielleicht dürfen wir Dankbar sein als Frau von heute so unglaublich viel Möglichkeiten zu haben!
Ein Buch, das ich wieder lesen werde, dass ein fester Bestandteil meines Bücherregals bleiben wird und das ich unbedingt Jedem empfehle mindestens einmal im Leben zu lesen.
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