Es ist der letzte Abend in der Helvezia, der Alkohol fliesst in Strömen wie der junge Rhein, und wes des Herzen voll ist, des geht der Mund über: Jetzt heisst es Austrinken! Noch einmal sitzen sie um den runden Tisch, der Otto, die Tante, der Luis, der Giachen und mit ihnen all die andern, die noch leben oder schon lange tot sind. Arno Camenisch hört ihren tragischen und zugleich komischen Geschichten genau zu, mit seinem präzisen Sinn für den Klang und die Eigentümlichkeiten ihrer Sprache hält er diese von Tod und Vergessen, von Naturgewalten und menschlichen Abgründen, von Hochwassern und Liebeswirren, von Steinschlägen und Händeln bedrohte Welt lebendig. Auf unverkennbar eigenwillige Art beschliesst Arno Camenisch mit "Ustrinkata" nach "Sez Ner" und "Hinter dem Bahnhof" seine äusserst erfolgreiche Bündner Trilogie – es geht alles zu Ende, aber so lange einer noch erzählt, ist das letzte Glas nicht ausgetrunken.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Meiringen
4/5
15.12.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
wie bereits Hinter dem Bahnhof...
... ist auch dieses Buch wieder in deutsch aber mit bündner oberländer Akzent verfasst.
Und auch diese Geschichte kann sich so abspielen. Es geht um ein Austrinken in einer Bar, wo lauter Stammkunden ein und ausgehen, Dorfbewohner mit ihren Eigenheiten und Charakteren. Und der Leser sitzt mit dabei, vielleicht wie ein Tourist, der die Menschen langsam kennen lernt und ihre Beziehungen zueinander.
Ich habe das Buch gerne gelesen, mit seinem Humor aber auch einer Spannung die sich entwickelt.
Hinter dem Bahnhof hat mir dennoch sehr viel besser gefallen.
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