Das Haus kommt ihr zu groß vor, der Schultag zu lang, das Licht zu hell. Manchmal dreht sich alles und Sophies Hände werden schweißnass. Und was in aller Welt hat sie jemals mit Abigail verbunden? Ihre beste Freundin hat nur noch Partys und Jungs im Kopf und ist Sophie mit einem Mal furchtbar fremd. Verbunden fühlt sich Sophie dagegen mit der neuen Mitschülerin Rosa-Leigh. Sie schreibt Gedichte und genießt es, anders zu sein. Aber wie soll Sophie ihr näherkommen – ohne über den schrecklichen Tag zu reden? Den Tag, der alles veränderte ...
Poetisch und mit großer Sensibilität hat Alice Kuipers, Autorin des Bestsellers ›Sehen wir uns morgen?‹, Sophies Geschichte umgesetzt. Fast wie in einem Krimi, erfährt der Leser durch Sophies Tagebuch nur Stück für Stück die furchtbare Wahrheit.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
MissRichardParker
5/5
14.10.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Berührt!
Sophie schreibt Tagebuch, denn die Welt hat sich für sie komplett geändert. Nichts ist mehr wie es war. Ihre Schulfreunde sind anders zu Ihr, mit ihrer Mutter kommt Sie auch nicht mehr gut klar, immer mehr verkriecht sich Sophie und zieht sich vom Leben zurück. Allerdings versteht sie sich immer besser mit ihrer neuen Mitschülerin und fängt sogar an Gedichte zu schreiben...
Dieses tief bewegende und berührende Buch ist in Tagebuchform geschrieben und man erfährt Stück für Stück was Sophie passiert ist und wie sie damit umgeht. Das Buch trifft mitten ins Herz! Jeder, der schon mal einen geliebten Menschen verloren hat, kann nachvollziehen wie Sophie sich fühlt. Wie machtlos, traurig, ohnmächtig und verzweifelt einem das machen kann. Ein Buch über Verlust, Trauer, Freundschaft und die Liebe. Man kann es nicht einfach so weglegen ohne noch lange darüber nachzudenken. Sehr sehr lesenswert! Ich kann es absolut empfehlen!
Martina Knuchel
aus Schönbühl Shoppyland
5/5
27.10.2011
Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieser Roman wird auch Sie nicht kalt lassen
Sophie erlebt einen harten Schickssalsschlag und muss nun versuchen, mit der neuen Situation und dem veränderten Umfeld klar zu kommen.
Doch familiäre, schulische und freundschaftliche Unstimmigkeiten machen ihr den Weg nicht gerade leicht..
Der Roman "Vor meinen Augen" von Alice Kuipers hat mich stellenweise sehr berührt, da man Sophies Gefühlsausbrüche, welche sehr realistisch beschrieben werden, hautnah miterlebt. Sophies Reaktionen und Handlungen, Gedanken und Wünsche wirken authentisch und sind für ihre Situation gut nachvollziehbar. Auch sind die Reaktionen auf die Verarbeitung anderer einschneidenen Erlebnisse "übertragbar" und so erkennt man sich vielleicht sogar selbst in der einen oder anderen Verhaltensweise wieder.
Obwohl man gewisse Hinweise zu dem alles verändernden Geschehnis bekommt, wird erst eher spät erzählt, was wirklich geschah. Dennoch bleibt das Buch spannend, da diese Hinweise Spekulationen und Ideen zulassen, wie es wohl weitergehen könnte und sich die Geschichte nach und nach zusammenfügen. Dadurch, dass das Buch als Tagebuch mit vielen Einträgen verfasst ist, geht die Handlung eher zügig voran.
Dieses Buch ist empfehlenswert für Leser, die an den Schicksalen anderer Menschen interessiert sind, und / oder etwas über den Verarbeitungsprozess nach einem einschneidenen Erlebnis erfahren möchten.
Dieser Roman wird auch Sie nicht kalt lassen!
Bewertung
2/5
24.08.2011
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Geheimnis der Seele
Es ist schwierig etwas über das Buch zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Sophie bekommt von ihrer Therapeutin aufgetragen ein Tagebuch zu führen, weil diese der Überzeugung ist, es würde helfen, zu verstehen und anzunehmen, was passiert ist und so liest man sich durch ein Tagebuch, von dem man am Anfang nicht weiß, wohin es einen führen wird. Schnell wird nur eines klar, etwas muss im Sophies Leben passiert, was sie aus ihrem Alltag gerissen hat. Deutlich wird auch, dass diese Veränderungen mit ihrer Schwester zusammenhängen, was aber genau passiert ist, erfährt man erst relativ zum Schluss, was es doch relativ spannend macht, weil durch alles was man an Informationen sammelt, möchte man dann auch wissen, was das Ende der Geschichte ist.
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Was mich allerdings extrem störte, war dieses schreckliche Liebesgerede von Sophie. Auf einer Party, die ihre Freundin organisiert, trifft sie Dan und verfällt im ziemlich schnell und dann geht es immer: So gerne möchte ich ihn küssen, seine Lippen spüren. Er ist wunderbar, einzigartig, mit ihm fühle ich mich komplett. Dagegen hätte ich jetzt nichts, aber wenn dieses Rede beinahe das halbe Buch in Beschlag nimmt, ist es für mich doch zu viel.
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Was mich noch gestört hat, war die Tatsache wie Sophies Freunde auf ihren Schicksalsschlag reagiert haben. Hilflosigkeit kann ich verstehen, manchmal auch Distanziertheit, aber die Arroganz und Ungeduld, die sie ihr gegenüber an den Tag legten, waren einfach nur schrecklich. Da half es dann auch nicht viel, dass die neue Mitschülerin Rosa-Leigh ihr gegenüber nett war, so etwas hätte ich mir mehr von ihren engeren Freundinnen gewünscht. Keine Ahnung, ob ich da einfach nur eine falsche Vorstellung von Mitgefühl habe, aber ihr Verhalten gegenüber Sophie war grausam. Wobei ich allerdings nicht Mitleid mit Sophie deswegen entwickeln konnte, dafür ging mir diese Liebesgeschichte zu sehr auf die Nerven.
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Was dann wieder gut beschrieben war, waren die Schwierigkeiten in der Mutter-Tochter-Beziehung durch diesen Schicksalsschlag, dieses nicht miteinanderreden können und eigentlich doch wollen, meist endete es im Streit, weil Sophie begann zu schreien, sie ihren Worten anders keinen Ausdruck verleihen konnte. Die Panikattacken von ihr wurden auch realistisch und durchaus nachvollziehbar beschrieben, was in vielen Büchern übertrieben dargestellt wird, war hier wirklich mal eine wirklich gelungene Sache.
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Gut hätte ich es auch gefunden, wenn die Therapiestunden mehr Platz im Buch gefunden hätten. Zwar war es meistens so, dass Sophie in ihnen geschwiegen hatte, aber als sie sich öffnete, hätte ich es schön gefunden, auch auf psychologischer Ebene, ein paar Informationen zu erhalten.
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Die letzten 50 Seiten entwickeln relativ schnell eine Eigendynamik und es war der einzige Punkt in der ganzen Geschichte, wo ich wirklich gefesselt war. Endlich wurden Gefühle so beschrieben, dass sie mich berührten, endlich waren einige ihrer Freundinnen, dass was sie sollten, nämlich da.
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Fazit:
Hätte mir jemand verraten, was das Geheimnis um Sophies Schwester ist, hätte ich das Buch nicht zu Ende gelesen, geschweige denn überhaupt angefangen zu lesen.
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5/5
14.08.2011
Buch (Gebundene Ausgabe)
sehr bewegend!!
Sophie kann es noch immer nicht begreifen, dass ihre Schwester bei dem Terroranschlag sterben musste. Warum musste Emily sterben? Sophie gibt sich die Schuld und zieht sich vollkommen zurück, sie spricht mit niemanden mehr, nicht mal mit ihrer Mutter. Durch die Therapie beginnt sie ihre Gedanken aufzuschreiben, was sie fühlt und wie sehr sie leidet und ihre Schwerster vermisst.
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