Produktbild: Das Buch der Kinder

Das Buch der Kinder Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.09.2011

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

896

Maße (L/B/H)

22,2/15,8/5,5 cm

Gewicht

1084 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Children's Book

Übersetzt von

Melanie Aus d. Amerikanischen Walz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-004417-4

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 21.11.11
Endlich hat die große Dame der englischen Literatur wieder ein ganz großes Werk verfasst. Nach ihrem Weltbestseller „Besessen“ ist „Das Buch der Kinder“ wieder ein Roman, dem man nicht entfliehen kann. A. S. Byatt schreibt elegant und bunt, detailreich und voller Hingabe. Den Reigen an Charakteren, die Byatt entworfen hat, schließt sich der Leser schnell an und er taucht ein in das England der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein Roman, der auch doppelt so viele Seiten hätte haben können.

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.09.2011

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

896

Maße (L/B/H)

22,2/15,8/5,5 cm

Gewicht

1084 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Children's Book

Übersetzt von

Melanie Aus d. Amerikanischen Walz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-004417-4

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Ein großer Gesellschaftsroman wie die „Forsyte-Saga“

Bewertung am 05.11.2015

Bewertungsnummer: 403280

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

A.S. Byatt ist eine britische Autorin, die bereits 1990 den renommierten Booker Preis für ihren Roman „Besessen“ (Insel Verlag) erhalten hat. Jetzt ist ihr neuer Roman „Das Buch der Kinder“ im S. Fischer Verlag erschienen. Und dieses Buch ist ein Gesamtkunstwerk! Es fängt schon mit dem ausgesprochen geschmackvollen, schönen und stimmigen Buchumschlag an und setzt sich in der Geschichte fort! Die Autorin hat einen großen Gesellschaftsroman über fünf englische Familien in der Zeitspanne zwischen 1895 und 1919 geschrieben, der den Vergleich mit der „Forsyte-Saga“ des Literatur-Nobelpreisträgers John Galsworthy nicht zu scheuen braucht. Allerdings hat sie sich für eine ganz andere Gesellschaftsschicht entschieden. Statt in der gehobenen, aber spießbürgerlichen Gesellschaftsschicht der viktorianischen Zeit bewegen wir uns in diesem Roman in Künstlerkreisen, die der Arts and Craft Bewegung nahestehen. Wir lernen Schriftsteller, Töpfer, Theatermenschen und Puppenspieler kennen. Alle diese Menschen eint eins. Sie sind mit der gesellschaftlichen Situation unzufrieden und versuchen diese auf ihre Weise zu ändern. A.S. Byatt beschreibt in diesem Roman eine Welt, die im Umbruch ist. Die Menschen haben Angst vor der Industrialisierung und der Ungerechtigkeit gegenüber den Menschen. Sie versuchen auf verschiedene Weise hier ihren Weg zu finden. Sie beschreibt diese verschiedenen Strömungen sehr gut, so dass man als Leser einen wirklichen Einblick in diese Zeit bekommt. Sie beschreibt aber auch sehr gut, dass viele diese Ideen nur Hirngespinst sind, die sich im wirklichen Leben nur schwer umsetzen lassen. Besonders die Frauen haben nach wie vor zu leiden. In diesem Buch gibt es so viel zu entdecken, so viel über das man hinterher noch immer weiterlesen kann: die Arts and Craft Bewegung um William Morris und andere Künstler, die politischen Gruppierungen wie die Fabier, die Sozialisten und Anarchisten in Großbritannien und Deutschland und die Suffragettenbewegung. Es werden aber auch schwierige Themen angesprochen wie die verdeckte Homosexualität an britischen Internaten und Universitäten, freie Liebe und Inzest. Und alles dieses schildert A.S. Byatt in ihrem farbenprächtigen Roman. Wunderschön sind die darin eingebetteten Märchen ihrer einen Hauptperson Olive, die für jedes ihrer sieben Kinder ein eigenes Märchen erfunden hat. Einzig die umfassenden Schilderungen der damaligen politischen und gesellschaftlichen Strömungen machen das Lesen zum Teil etwas schwer. Sie behindern den Lesefluss etwas, helfen aber anderseits die Informationen zu vertiefen.

Ein großer Gesellschaftsroman wie die „Forsyte-Saga“

Bewertung am 05.11.2015
Bewertungsnummer: 403280
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

A.S. Byatt ist eine britische Autorin, die bereits 1990 den renommierten Booker Preis für ihren Roman „Besessen“ (Insel Verlag) erhalten hat. Jetzt ist ihr neuer Roman „Das Buch der Kinder“ im S. Fischer Verlag erschienen. Und dieses Buch ist ein Gesamtkunstwerk! Es fängt schon mit dem ausgesprochen geschmackvollen, schönen und stimmigen Buchumschlag an und setzt sich in der Geschichte fort! Die Autorin hat einen großen Gesellschaftsroman über fünf englische Familien in der Zeitspanne zwischen 1895 und 1919 geschrieben, der den Vergleich mit der „Forsyte-Saga“ des Literatur-Nobelpreisträgers John Galsworthy nicht zu scheuen braucht. Allerdings hat sie sich für eine ganz andere Gesellschaftsschicht entschieden. Statt in der gehobenen, aber spießbürgerlichen Gesellschaftsschicht der viktorianischen Zeit bewegen wir uns in diesem Roman in Künstlerkreisen, die der Arts and Craft Bewegung nahestehen. Wir lernen Schriftsteller, Töpfer, Theatermenschen und Puppenspieler kennen. Alle diese Menschen eint eins. Sie sind mit der gesellschaftlichen Situation unzufrieden und versuchen diese auf ihre Weise zu ändern. A.S. Byatt beschreibt in diesem Roman eine Welt, die im Umbruch ist. Die Menschen haben Angst vor der Industrialisierung und der Ungerechtigkeit gegenüber den Menschen. Sie versuchen auf verschiedene Weise hier ihren Weg zu finden. Sie beschreibt diese verschiedenen Strömungen sehr gut, so dass man als Leser einen wirklichen Einblick in diese Zeit bekommt. Sie beschreibt aber auch sehr gut, dass viele diese Ideen nur Hirngespinst sind, die sich im wirklichen Leben nur schwer umsetzen lassen. Besonders die Frauen haben nach wie vor zu leiden. In diesem Buch gibt es so viel zu entdecken, so viel über das man hinterher noch immer weiterlesen kann: die Arts and Craft Bewegung um William Morris und andere Künstler, die politischen Gruppierungen wie die Fabier, die Sozialisten und Anarchisten in Großbritannien und Deutschland und die Suffragettenbewegung. Es werden aber auch schwierige Themen angesprochen wie die verdeckte Homosexualität an britischen Internaten und Universitäten, freie Liebe und Inzest. Und alles dieses schildert A.S. Byatt in ihrem farbenprächtigen Roman. Wunderschön sind die darin eingebetteten Märchen ihrer einen Hauptperson Olive, die für jedes ihrer sieben Kinder ein eigenes Märchen erfunden hat. Einzig die umfassenden Schilderungen der damaligen politischen und gesellschaftlichen Strömungen machen das Lesen zum Teil etwas schwer. Sie behindern den Lesefluss etwas, helfen aber anderseits die Informationen zu vertiefen.

Das Beste in diesem Herbst - und schon das ideale Weihnachtsgeschenk !

Bewertung am 14.09.2011

Bewertungsnummer: 454743

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wird es ein lesenswerteres Buch in diesem Bücherherbst geben ? Ich kann es mir kaum vorstellen. Dieses Meisterwerk ist Familiengeschichte, Kunst- und Kulturgeschichte in einem, gibt uns spannend geschrieben einen genauen Einblick in die Zeit um 1900 in England und Deutschland und beantwortet uns ganz nebenbei gegenwärtige Fragen. Anhand der ineinander gewobenen Geschichte der künstlerisch veranlagten Familien Wellwood, Cain und Fludd erleben wir gleichzeitig eine Geschichte der Kindheit dieser Epoche, wo - genau wie in der Jetztzeit - in fortschrittlichen Kreisen das Kindsein als Entwicklungsschritt anerkannt und spielerisch bis infantil zur Lebensform erhoben wurde. Alle wollten / wollen wie die Kinder sein. So konnten all die von uns immer noch geliebten Kinderbuchklassiker entstehen, die auch für Erwachsene konzipiert waren, wie "Der Wind in den Weiden", "Peter Pan", "Alice im Wunderland" usw. Dies findet heute seit "Harry Potter" in der Fantasyliteratur seine Entsprechung. Das ist zugleich Unterhaltungs- und Bildungsliteratur im besten Sinne !

Das Beste in diesem Herbst - und schon das ideale Weihnachtsgeschenk !

Bewertung am 14.09.2011
Bewertungsnummer: 454743
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wird es ein lesenswerteres Buch in diesem Bücherherbst geben ? Ich kann es mir kaum vorstellen. Dieses Meisterwerk ist Familiengeschichte, Kunst- und Kulturgeschichte in einem, gibt uns spannend geschrieben einen genauen Einblick in die Zeit um 1900 in England und Deutschland und beantwortet uns ganz nebenbei gegenwärtige Fragen. Anhand der ineinander gewobenen Geschichte der künstlerisch veranlagten Familien Wellwood, Cain und Fludd erleben wir gleichzeitig eine Geschichte der Kindheit dieser Epoche, wo - genau wie in der Jetztzeit - in fortschrittlichen Kreisen das Kindsein als Entwicklungsschritt anerkannt und spielerisch bis infantil zur Lebensform erhoben wurde. Alle wollten / wollen wie die Kinder sein. So konnten all die von uns immer noch geliebten Kinderbuchklassiker entstehen, die auch für Erwachsene konzipiert waren, wie "Der Wind in den Weiden", "Peter Pan", "Alice im Wunderland" usw. Dies findet heute seit "Harry Potter" in der Fantasyliteratur seine Entsprechung. Das ist zugleich Unterhaltungs- und Bildungsliteratur im besten Sinne !

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von A.S. Byatt

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