Produktbild: Der Mut zur Wahrheit

Der Mut zur Wahrheit Die Regierung des Selbst und der anderen II. Vorlesungen am Collège de France 1983/84

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.12.2011

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

478

Maße (L/B/H)

17,9/10,8/3,2 cm

Gewicht

279 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Le gouvernement de soi et des autres: le courage de la vérité

Übersetzt von

Jürgen Schröder

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-29620-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.12.2011

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

478

Maße (L/B/H)

17,9/10,8/3,2 cm

Gewicht

279 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Le gouvernement de soi et des autres: le courage de la vérité

Übersetzt von

Jürgen Schröder

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-29620-2

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Produktbild: Der Mut zur Wahrheit
  • "Erkenntnistheoretische Strukturen und Formen der Alethurgie. – Genealogie der Untersuchung der parrhesia: die Praktiken des Wahrsprechens in bezug auf die eigene Person. – Der Lehrmeister im Horizont der Sorge um sich. – Seine Haupteigenschaft: die parrhesia. – Strukturelle Merkmale: Wahrheit, Engagement und Risiko. – Der parrhesiastische Pakt. – Parrhesia versus Rhetorik. – Die parrhesia als eigentliche Modalität des Wahrsprechens. – Kontrastierende Untersuchung zweier anderer Formen des Wahrsprechens in der antiken Kultur: Prophezeiung und Weisheit. – Heraklit und Sokrates.

    Das Wahrsprechen des Fachmanns. – Gegenstand des parrhesiastischen Wahrsprechens: das ethos. – Die Zusammensetzung der vier Arten des Wahrsprechens bei Sokrates. – Das philosophische Wahrsprechen als Verbindung der Funktionen der Weisheit und der parrhesia. – Die Predigt und die Universität im Mittelalter. – Eine neue Kombinatorik der Arten des Wahrsprechens. – Die Neuordnung der vier Weisen der Veridiktion in der Moderne.

    Die euripideische parrhesia: ein Privileg des hochgeborenen Bürgers. – Kritik der demokratischen parrhesia: schädlich für den Staat, gefährlich für den, der sie ausübt. – Sokrates’ politische Zurückhaltung. – Demosthenes’ Erpressung / Herausforderung. – Die Unmöglichkeit einer ethischen Differenzierung in der Demokratie: das Beispiel des Staats der Athener. – Vier Prinzipien des griechischen politischen Denkens. – Die platonische Wende. – Das aristotelische Zögern. – Das Problem des Scherbengerichts.

    Die Wahrheit und der Tyrann. – Das Beispiel Hierons. – Das Beispiel Peisistratos’. – Die psyche als Ort der ethischen Differenzierung. – Rückkehr zu Platons VII. Brief. – Isokrates wendet sich an Nikokles. – Die Wandlung einer demokratischen parrhesia zu einer autokratischen parrhesia. – Die Eigentümlichkeit des philosophischen Diskurses.

    Die Gefahr der Selbstvergessenheit. – Sokrates’ Ablehnung des politischen Engagements. – Solon bei Peisistratos. – Sokrates’ Dämon. – Die Lebensgefahr: Geschichte der Generäle der Schlacht bei den Arginusen und Leons von Salamis. – Das Delphische Orakel. – Sokrates’ Antwort auf das Orakel: die Prüfung und die Untersuchung. – Ziel der Mission: die Sorge der Menschen um sich selbst. – Nichtreduzierbarkeit der sokratischen Veridiktion. – Auftauchen einer ethischen parrhesia im eigentlichen Sinne. – Der Zyklus von Sokrates’ Tod als ethische Begründung der Sorge um sich selbst.

    Sokrates’ letzte Worte. – Die großen klassischen Interpretationen. – Dumézils Unbehagen. – Das Leben ist keine Krankheit. – Die Lösungen von Wilamowitz und Cumont. – Kriton, geheilt von der vorherrschenden Meinung. – Die falsche Meinung als Krankheit der Seele. – Die Einwände von Kebes und Simmias gegen die Unsterblichkeit der Seele. – Die Solidarität der Seelen im Diskurs. – Rückkehr zur Sorge um sich selbst. – Sokrates’ Vermächtnis.

    Etymologische Untersuchungen rund um die epimeleia. – Dumézils Methode und ihre Ausweitung. – Platons Laches: die Gründe der Wahl. – Der Pakt des Freimuts. – Das Problem der Kindererziehung. – Die gegensätzlichen Urteile von Nikias und Laches über die Vorführung von Waffen. – Die Frage nach der technischen Kompetenz im sokratischen Sinne. – Sokrates’ Umkehrung des dialektischen Spiels.

    Sokrates und die vollständige und kontinuierliche Selbstprüfung. – Der bios als Gegenstand der sokratischen parrhesia. – Der Einklang von Reden und Handlungen. – Die Schlußfolgerungen des Dialogs: die schließliche Unterwerfung unter den logos.

    Der Zirkel der Wahrheit und der Tapferkeit. – Vergleich zwischen dem Alkibiades und dem Laches. – Metaphysik der Seele und Ästhetik der Existenz. – Das wahre und das schöne Leben. – Der Zusammenhang zwischen Wahrsprechen und Lebensweise im Kynismus. – Die parrhesia als Hauptmerkmal des Kynikers: Texte von Epiktet, Diogenes Laertius und Lukian. – Bestimmung der Beziehung zwischen Wahrsprechen und Lebensweise: instrumentelle Funktion, Reduktionsfunktion, Beweisfunktion. – Das Leben als Theater der Wahrheit.

    Vermutungen zur Nachkommenschaft des Kynismus. – Die religiöse Nachkommenschaft: die christliche Askese. – Die politische Nachkommenschaft: die Revolution als Lebensstil. – Die ästhetische Nachkommenschaft: die moderne Kunst. – Der Antiplatonismus und Antiaristotelismus der modernen Kunst.

    Bibliographische Hinweise. – Zwei gegensätzliche kynische Persönlichkeiten: Demetrius und Peregrinus. – Zwei gegensätzliche Darstellungen des Kynismus: als Schwindel oder als Universale der Philosophie. – Die Beschränktheit der Lehre und die gesellschaftliche Ausbreitung des Kynismus. – Die kynische Lehre als Rüstzeug für das Leben. – Das Thema der beiden Wege. – Überlieferung der Lehre und Überlieferung der Lebensweise. – Das philosophische Heldentum. – Goethes Faust.

    Das Problem des wahren Lebens. – Die vier Bedeutungen von Wahrheit: ohne Verschleierung; ohne Vermischung; geradlinig; unwandelbar. – Die vier Bedeutungen der wahren Liebe bei Platon. – Die vier Bedeutungen des wahren Lebens bei Platon. – Diogenes’ Motto: »Präge die gangbare Münze um.«

    Das kynische Paradox oder der Kynismus als skandalöse Banalität der Philosophie. – Der Eklektizismus mit umgekehrter Wirkung. – Die drei Formen des Mutes zur Wahrheit. – Das Problem des philosophischen Lebens. – Traditionelle Bestandteile des philosophischen Lebens: das Gerüst des Lebens; die Sorge um sich selbst; die nützlichen Erkenntnisse; das konforme Leben. – Interpretationen der kynischen Devise: Präge die Münze um. – Die Bestimmung »Hund«. – Die beiden Entwicklungslinien des wahren Lebens: Alkibiades oder Laches.

    Das unverborgene Leben: die stoische Version und die kynische Umwertung. – Das unvermischte Leben in seiner traditionellen Interpretation: Unabhängigkeit und Reinheit. – Die kynische Armut: wirklich, aktiv, unbestimmt. – Die Suche nach Entehrung. – Kynische Demütigung und christliche Demut. – Die kynische Wende des geradlinigen Lebens. Der Skandal der Tiernatur.

    Die kynische Umkehrung des wahren Lebens in das andere Leben. – Das souveräne Leben im traditionellen Verständnis: der hilfreiche und vorbildliche Weise. – Das Thema des Philosophenkönigs. – Die kynische Wandlung: das Aufeinandertreffen von Diogenes und Alexander. – Lobrede auf Herakles. – Die Idee des philosophischen Aktivismus. – Der König des Spotts. – Der verborgene König.

    Lektüre von Epiktets Buch über das kynische Leben (III, 22). – Die stoischen Elemente des Porträts. – Das philosophische Leben: von der überlegten Wahl zur göttlichen Berufung. – Die asketische Praxis als Prüfung. – Ethische Elemente des kynischen Auftrags: Ausdauer, Wachsamkeit, Prüfung. – Die Verantwortung der Menschheit. – Die Regierung der Welt.

    Die beiden Aspekte des kynischen Lebens als souveränen Lebens: Glückseligkeit und Manifestation der Wahrheit. – Die Selbsterkenntnis als Maß, Wachsamkeit und Prüfung. – Die Verwandlung des Selbst und der Welt. – Übergang zur christlichen Askese: Ähnlichkeiten. – Unterschiede: das Jenseits und das Prinzip des Gehorsams.

    Die Verwendung des Begriffs parrhesia in den ersten vorchristlichen Texten: menschliche und göttliche Modalitäten. – Die parrhesia im Neuen Testament: vertrauender Glaube und Öffnung des Herzens. – Die parrhesia bei den Kirchenvätern: die Unverschämtheit. – Entwicklung eines anti-parrhesiastischen Pols: die argwöhnische Selbsterkenntnis. – Die Wahrheit des Lebens als Bedingung für den Zugang zu einer anderen Welt."