Langeweile, Überdruß und Lebenssinn

Inhaltsverzeichnis

1. Einstimmung: Schreckensmeldungen über Langeweile.- 1.1 Einige Behauptungen.- 1.2 Umständehalber — Eigenschaft des Menschen.- A. Sündige Acedia.- 2. Herkunft des Lasterschemas.- 2.1 Todsünden.- 2.2 Cassian und Evagrius.- 2.3 Einflüsse.- 3. Exkurs: Zur Soziologie der Ethik.- 3.1 Tugenden.- 3.2 Umstände.- 4. Mönchskrankheit.- 4.1 Mittagsdämon.- 4.2 Erscheinungsformen.- 4.3 Acedia und andere Laster.- 4.4 Exkurs: Mittagsdämonen.- 5. Versuchung aller Menschen.- 5.1 Gregor: Acedia als Folgelaster der Tristitia.- 5.2 Thomas: Acedia als sündhafte Trauer und Gottesferne.- 5.3 Dante: Accidiosi im Fegefeuer und in der Hölle.- 5.4 Chaucer und Langland: Accidie und Sloth.- B. Variationen über Acedia.- 6. Melancholie.- 6.1 Acedia und Melancholie: eine enge Verwandtschaft.- 6.2 Schwarze Galle: der saure und kalte Körpersaft.- 6.3 Melancholie und Saturn: Krankheit, Genialität, Sünde.- 6.4 Erhabene Melancholie und menschliche Schwäche.- 6.5 Melancholische und antimelancholische Einstellungen.- 7. Ennui.- 7.1 Seneca: Taedium vitae — Lebensüberdruß.- 7.2 Pascal: Natur des Menschen — adlige Lebensweise.- 7.3 Spleen: die englische Krankheit.- 8. Langeweile.- 8.1 Kierkegaard: Gottesferne.- 8.2 Büchner: Hoffnungsloses Nichts.- 8.3 Schopenhauer: Schmerz und Sättigung.- 8.4 Gontscharow: Oblomowerei.- C. Leiden in und an der Zeit.- 9. Zeitvorstellungen.- 9.1 Leere Zeit.- 9.2 Entdeckung leerer Zeit.- 10. Erwartungen.- 10.1 Käfig-Situationen.- 10.2 Warten und Hoffen.- D. Privilegierte Zeitver(sch)wendung.- 11. Am Anfang war die Langeweile.- 11.1 Gott und Götter.- 11.2 Garten Eden.- 12. Aristokratische Arbeitsauffassung und Arbeitsentlastung.- 12.1 Vorstellungen im antiken Griechenland.- 12.2 Müßiggang und Langeweile im antiken Rom.- 13. Soziale Verteilung von Langeweile nach Ständen.- 13.1 Ritter, König, Adel.- 13.2 Leisure-class in England.- E. Arbeitsfreie und arbeitslose Zeit.- 14. Freizeit.- 14.1 Arbeitsethos und arbeitsfreie Zeit.- 14.2 Freizeit als leere Zeit.- 14.3 Daten und Deutungen.- 15. Arbeitslosigkeit.- 15.1 Zeitgewinn als Zeitverlust.- 15.2 Nichtstun.- F. Leere Zeit in Institutionen und Organisationen.- 16. Arbeitswelt.- 16.1 Monotonie, Ermüdung, Sättigung.- 16.2 Differenzierte Arbeitswelt.- 17. Militär.- 17.1 Gammelei.- 17.2 Daten und Analysen.- 18. Geschlossene Welten — Enge Bindungen.- 18.1 Totale Institutionen.- 18.2 Schule.- 18.3 Ehe.- G. Zeit-Belastungen.- 19. Einsamkeit.- 19.1 Positives und negatives Erlebnis.- 19.2 Befunde und Vermutungen.- 20. Rückzug.- 20.1 Selbst und Umwelt.- 20.2 Exkurs: Zeitbahnen.- 21. Ablenkungen.- 21.1 Gewalt als angenehmer und quälender Zeitvertreib.- 21.2 Gewalt und andere Mittel.- 22. Anlage und Umwelt: ein kompliziertes Verhältnis.- 22.1 Endogene Depression — endogene Langeweile.- 22.2 Dandy: Blasiertheit als Befindlichkeit und Zeiterscheinung.- H. Moderne Gesellschaft — eine besonders langweilige Welt?.- 23. Zeitdiagnose und Kulturkritik.- 23.1 Verwöhnung, Unterforderung, innere Leere.- 23.2 Modernisierung und kulturelle Leere.- 24. Empfehlungen.- 24.1 Acedia und religiöse Sinndeutung.- 24.2 Langeweile, Muße und Müßiggang.- Nachwort.- Anmerkungen.- Literatur.- Personenregister.- Abkürzungen/sonstige Zeichen/Zitation.- Der Autor.

Langeweile, Überdruß und Lebenssinn

Eine geistesgeschichtliche und kultursoziologische Untersuchung

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Beschreibung

Es gibt banale Langeweile z.B. in Freizeit, Beruf, Schule, Ehe, Altenheim, Militär ... Es gibt aber auch tiefsitzende Langeweile, die anlagebedingt sein und durch widrige Umstände ausgelöst, verstärkt und am Leben erhalten werden kann. Darauf verweist Acedia-Trägheit, jahrhundertelang als eine der sieben Hauptsünden angeprangert, die später als Melancholie, Ennui, Hypochondrie, Spleen, existentielle Langeweile oder endogene Depression stetig aufgetreten ist und nach wie vor unbesiegt auftritt. Auch für diese andere Langeweile bietet die moderne Gesellschaft einen guten Nährboden. Der Autor beschreibt die vielfältigen Formen von Langeweile und deren Nutzen und Schaden in unserer Gesellschaft, Kultur und Geschichte.

Dr. Alfred Bellebaum ist Professor für Soziologie an den Universitäten Koblenz und Bonn sowie Leiter des Instituts für Glücksforschung e.V. in Vallendar.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.1990

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

247

Maße (L/B/H)

23,5/15,5/1,3 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.1990

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

247

Maße (L/B/H)

23,5/15,5/1,3 cm

Gewicht

391 g

Auflage

1990

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-531-12206-9

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