Produktbild: Zwischen Trauma und Rechtfertigung
Band 952

Zwischen Trauma und Rechtfertigung Wie sich ehemalige Wehrmachtssoldaten an den Krieg erinnern

Aus der Reihe Campus Forschung

44,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

07.03.2011

Verlag

Campus

Seitenzahl

308

Maße (L/B/H)

21,5/14,4/2,8 cm

Gewicht

414 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-39413-8

Beschreibung

Rezension

»Insgesamt hat Ute Mank ein verständlich geschriebenes und den Zeitzeugen ein angemessenes, kritisches Verständnis entgegenbringendes Buch verfasst, das zum Nachdenken über die Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs anregt und unsere Kenntnisse über die Erinnerung an diesen Krieg vertieft und ergänzt.« Christine Wienand, Archiv für Sozialgeschichte, 29.04.2016

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

07.03.2011

Verlag

Campus

Seitenzahl

308

Maße (L/B/H)

21,5/14,4/2,8 cm

Gewicht

414 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-39413-8

Herstelleradresse

Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG
Werderstr. 10
69469 Weinheim
DE
info@campus.de

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  • Produktbild: Zwischen Trauma und Rechtfertigung
  • Inhalt

    1.Einleitung 9
    1.1 Wehrmachtsausstellung 10
    1.2 Die Goldhagen-Debatte 13
    1.3 Resonanzen im Untersuchungsumfeld 15
    1.4 Ein schwieriges Thema - Ambivalenz einer Forscherin 18
    1.5 Die Interviewpartner 20
    1.6 Wehrmachtssoldaten als besondere Zeitzeugengruppe 20
    1.7 Eine Typologie der inneren Haltungen 23

    2. Der Linientreue 26
    2.1 Der Krieg - das Chaos 27
    2.2 Gefangenschaft - "die krochen auf allen Vieren" 32
    2.3 Nach dem Krieg - weiter das Chaos 33
    2.4 Der Vater 34
    2.5 Neuanfang 39
    2.6 Auf der "Schiene" geblieben 41

    3. Die Erforschung des verborgenen Sinns 47
    3.1 Tiefenhermeneutische Kulturanalyse - Grundlagen 48
    3.2 Nationalsozialistische Weltanschauung als Vergesellschaftung eines Symptoms 51
    3.3 Tiefenhermeneutische Kulturanalyse - Anwendung 53

    4. Der Ohnmächtige 60
    4.1 Enttäuschte Begeisterung - das Militär 61
    4.2 Der Krieg - "da kriegte man die Wut" 63
    4.3 Verwundung als Mittel zur Selbstverfügung 65
    4.4 Gefangenschaft - "ich wusst' ja nit was die wollten" 66
    4.5 Der Macht ausgeliefert 68
    4.6 Die Vaterautorität 72

    5. Gleichgeschaltete Jugend 74
    5.1 Sozialisationsraum Hitlerjugend 75
    5.2 Jugend als Entlastungsmoment - "war'n se erst 17" 78

    6. Der Ehrenretter 84
    6.1 Der Versuch, soziale Schranken zu überwinden 84
    6.2 Krieg als Abenteuer 88
    6.3 Gefangenschaft - "was ist denn Dachau" 91
    6.4 Unerfüllte Heldenträume 93

    7. Erinnerung und Geschichtsbewusstsein 101
    7.1 Nationalsozialismus und Holocaust in der Nachkriegsöffentlichkeit 103
    7.2 Die Nachkriegsgenerationen und ihre Geschichtsdeutung 111
    7.3 Kollektives Gedächtnis ohne persönliche Erinnerung? 113

    8. Der Schamlose 118
    8.1 Kriegel als Sanitäter - "dann passiert dir nix" 119
    8.2 Russland - "war mer doch eigentlich naiv" 120
    8.3 Auf der Flucht - "nach 'm Polarstern" 123
    8.4 Nationalität und Sprache als Identitätsmerkmale 124
    8.5 Gefangenschaften - "jetz' geht's uns genauso" 127
    8.6 Die Juden - "verhasst war'n se ja" 128
    8.7 Abwehr durch Isolierung der Ereignisse 131

    9. Der Zeuge 138
    9.1 Die Wehrmacht - "eine hochdisziplinierte Armee" 138
    9.2 Kriegstrauma - "uns hat keiner eine Therapie angeboten" 140
    9.3 "Hab' derartige Dinge nie erlebt" - eine Gegendarstellung 141
    9.4 Waffen - "wirklich vernichtend" 143
    9.5 Russland - "da ging's um Leben und Tod" 145
    9.6 Einseitige Parteinahme 147

    10. "In keiner Weise so" - Antisemitismus 151

    11. Der Bekenner 155
    11.1 Der Weg durch die Institutionen der NS-Sozialisation 156
    11.2 Das Militär - "restlos angetan davon" 162
    11.3 Der Krieg - "hineingeschlittert" 163
    11.4 Die Kapitulation - ein "Erdrutsch" 170
    11.5 Nach dem Krieg - "vor dem Nichts" 172
    11.6 Der Wunsch nach einem moralischen Selbstbild 174
    11.7 Schuld und Vergebung 182

    12. Bilderbuchkrieg - gnadenloser Krieg 184
    12.1 Eroberungskrieg - "ham wie Gott in Frankreich gelebt" 184
    12.2 Polen - "dann hatte der Krieg begonnen" 186
    12.3 Russland - "Aber was ich da erlebt habe, war recht hart" 187
    12.4 Die russischen Soldaten - "die taugen ja nichts" 194
    12.5 Narrative vom Krieg 195
    12.6 Der Krieg wird nicht in Frage gestellt 201

    13. Der Betrogene 202
    13.1 Kindheit und Jugend - "aufgeregte Zeit" 202
    13.2 Lehrzeit - "hab' das letztendlich auch geschafft" 204
    13.3 Schäfer als Soldat - "ich hab' Glück gehabt" 206
    13.4 Kriegsfolgen als Gewinn- und Verlustrechnung 210
    13.5 Vom "Verführten" zum "Betrogenen" 214

    14. Das Tonband oder die Grenzen des Erzählbaren 221

    15. Der Einzelgänger 226
    15.1 Im "Knast" beginnt die "Laufbahn" 226
    15.2 Der Krieg - "in den tiefen Winter noch mal hinein" 227
    15.3 Das Soldatenleben gehandhabt 230
    15.4 Die Amerikaner überlistet - "wie's die Füchse machen" 233
    15.5 Bewahrt geblieben 235

    16. Trauma - "man fühlt sich zurückversetzt" 244
    16.1 Sterben, Tod und mangelnde Selbstwirksamkeit 246
    16.2 Kollektives Erinnern - kollektives Trauma 249
    16.3 Kollektive Verbrechen in der Öffentlichkeit 253
    16.4 Transgenerationelle Weitergabe des Traumas 254

    17. Der Friedliebende 259
    17.1 Der Krieg - "Wir ham das von beiden Seiten gesehn" 259
    17.2 Gefangenschaft - "Wassersuppe" und "Schweinefutter" 268
    17.3 Krieg - "'n friedlicher Zustand" 270

    18. Ringen um Wahrheit - "was objektiv is'" 277
    18.1 Die Interviewsituation als Erinnerungsgemeinschaft 277
    18.2 "Nichts damit zu tun gehabt" - trügerische Erinnerung 280
    18.3 Gebrochene Biographien 282
    18.4 Erinnerungsgemeinschaften als Abwehrbündnisse 288
    18.5 Opfer-Täter-Aufspaltung als Abwehrkonstellation 290
    18.6 Paradoxes Aufarbeitungsbedürfnis 293

    19. Resümee 295

    Literatur 302
    Dank 307