Eine ernüchternde Diagnose. Ein erhellender Ausblick. Der Niedergang der Politik. Und wie es anders gehen könnte: Politiker sind unten durch. Kein Berufsstand in Europa gilt in Umfragen als weniger glaubwürdig. Kein Wunder. Diejenigen, die es nach oben schaffen, sind nicht immer die fähigsten Köpfe, denn die Ochsentour auf der Parteien-Karriereleiter dauert viele Jahre. Quereinsteiger sind keine Alternative. Ihnen fehlen Erfahrung und Wissen um politische Sachzwänge und Spielregeln. Die Verführungen des Politiker-Berufes sind zahlreich: Selbstverliebtheit und die Sucht nach Ruhm locken nicht nur gefestigte und integre Charaktere an. Der Preis der Macht ist hoch: Terminstress und Verlust der Privatsphäre münden oft in Abgehobenheit, Erschöpfung oder Zynismus. Auch nicht das, was man von einem „guten“ Politiker erwartet. Was also tun? Matthias Strolz, Politik- und Organisationsberater mit systemischem Ansatz, zeigt nach dieser ernüchternden Diagnose Wege auf, wie Politiker zu dem werden, was sie sein sollten: Persönlichkeiten mit einer tief wurzelnden Mission, mit ehrlichem Engagement und tatkräftiger Zuversicht, die zudem in der Lage sind, dies überzeugend zu vermitteln. Ein kühnes Ziel und eine anspruchsvolle Herausforderung.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Thomas Fritzenwallner
aus Wiener Neustadt
5/5
06.05.2011
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kommt besseres nach ? ...
Politik erlebt zur Zeit im Allgemeinen wenig Glaubwürdigkeit. Diese nicht unbedingt neue Erkenntnis stellt Matthias Strolz, Organisationsentwickler und Politikberater mit Wirtschaftshintergrund, an den Anfang seines Buches Warum wir Politikern nicht trauen. Dann geht er in seiner Analyse tiefer, wobei ihn die Gunst der Stunde unterstützt. Er stellt die Frage, ob Politiker lügen müssen, um an der Macht zu bleiben. Man erinnert sich an jenen, der mit dem Behindertenausweis eines Toten unterwegs war.
Er schreibt vom glänzenden Parkett, das zur Rutschpartie werden kann. Es fällt einem jener ein, der einst Innenminister war und sich zum Lobbyisten ausrief.
Er schreibt von Abgehobenheit und Zynismus infolge von Terminstress etc. Man erinnert sich an die Verantwortlichen in der oberösterreichischen Behindertenpolitik.
Und er schreibt von Druck und vom Verlust der Privatsphäre, die in Erschöpfung münden. Man wünscht dem Vizekanzler alles Gute.
Trotz alledem, was auf der Species Politiker lastet, erwartet sich das Volk von diesen große Taten, etwa, die staatliche Altersversorgung zu sichern. Wie geht das zusammen? Mit besserer Politik, als wir sie derzeit erleben, ist Strolz sicher.
Gefragt seien innerlich reife Persönlichkeiten, die über Mut, Rückgrat und ein klares Bild der wünschenswerten Zukunft verfügen, schreibt der Autor. Zudem müsse der neue Typus Politiker sein Zukunftsbild auch noch klar vermitteln können. Parteien müssten ausbrechen aus ihrem Korsett überholter Rituale und ein Ort lebendiger, zeitgemäßer Demokratie werden.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.