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Sprengkraft Thriller

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.2011

Verlag

Grafit

Seitenzahl

413

Maße (L/B/H)

19,3/11,6/3,5 cm

Gewicht

300 g

Farbe

Schwarz / Khaki

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89425-380-6

Beschreibung

Rezension

"Hier hat sich Eckert noch mal selbst übertroffen. … Er braucht den Vergleich zu Grisham und John le Carré nicht zu scheuen." hr2 Kultu

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.2011

Verlag

Grafit

Seitenzahl

413

Maße (L/B/H)

19,3/11,6/3,5 cm

Gewicht

300 g

Farbe

Schwarz / Khaki

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89425-380-6

Herstelleradresse

Grafit Verlag
Cäcilienstr. 48
50667 Köln
DE

Email: info@emons-verlag.de

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Toller gesellschaftskritischer Thriller

Bewertung am 27.04.2014

Bewertungsnummer: 842239

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit Sprengkraft beschreibt Horst Eckert das Phänomen der Fremdenangst, Angst vor den Muslim, Angst vor Terrorismus. Zu Beginn detoniert eine Bombe, allerdings abgeschirmt. Sie zerfetzt lediglich zwei Männer, die verdächtigt werden mit dieser Bombe ein Attentat geplant zu haben. Das alles passiert direkt vor der Landtagswahl in NRW. Der Leser lernt ein marokkanische Viertel in Düsseldorf kennen, einschliesslich säkularer und strenger Muslimen, die in einer Parallelgesellschaft leben. Die Ermittler Martin Zander und Anna Winkler versuchen die Hintergründe des Attentats zu klären. Parallel dazu befasst sich ein Erzählstrang mit der neuen Partei der „Freiheitlichen“, einer rechtslastigen Gruppe, die sich mit neuem Marketing versucht bürgerlicher zu geben. Carola Ott-Petersen eine junge dynamische Frau (zur Vorsitzenden gewählt) und Moritz Lemke, einem ehemaligen Journalist (als Pressesprecher und PR-Profi eingestellt), der eher politisch eher links steht, sollen der Partei ein neues Bild geben. Eckert schildert souverän und nüchtern die Polizeiarbeit, einschliesslich des Konkurrierens einzelner Abteilungen, bis hin zum Verfassungsschutz. „Sprengkraft“ ist ein spannender Thriller, fast dokumentarhaft. Das Buch umfasst nicht nur die Suche nach dem Täter, sondern baut alle ernstzunehmenden Fakten durch die Bedrohung von Terroristen ein, sowie alle gängigen Klischees der Gesellschaft über Muslims. Daneben zeigt er geschickt, wie Politiker sich verbiegen, beim Wähler angenehm herüberzukommen, doch hinter der freundlichen Fassade Wölfe die Strippen ziehen, denen man lieber nicht begegnen möchte. Auch Moritz Lemke muss sich selbst ständig fragen, was er dort gegen Geld eigentlich macht, sich selbst und seine Ideale verrät, nur um die Miete zahlen zu können. Das Buch ist erschreckend realistisch, wozu die nüchterne Erzählweise sicherlich ihr Zutun gibt. Insgesamt ist die Geschichte spannend bis zum Ende. Die Charaktere haben es in sich, denn hier ist niemand gut. Jeder trägt sein Päckchen und seine moralischen Bedenken, mit dem was er tut. Nicht ganz, die ganz Bösen sind halt böse. Ein Buch das die Gesellschaft wiederspiegelt unter dem Aspekt des miteinander Lebens verschiedener Kulturen. Absolut empfehlenswert!

Toller gesellschaftskritischer Thriller

Bewertung am 27.04.2014
Bewertungsnummer: 842239
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit Sprengkraft beschreibt Horst Eckert das Phänomen der Fremdenangst, Angst vor den Muslim, Angst vor Terrorismus. Zu Beginn detoniert eine Bombe, allerdings abgeschirmt. Sie zerfetzt lediglich zwei Männer, die verdächtigt werden mit dieser Bombe ein Attentat geplant zu haben. Das alles passiert direkt vor der Landtagswahl in NRW. Der Leser lernt ein marokkanische Viertel in Düsseldorf kennen, einschliesslich säkularer und strenger Muslimen, die in einer Parallelgesellschaft leben. Die Ermittler Martin Zander und Anna Winkler versuchen die Hintergründe des Attentats zu klären. Parallel dazu befasst sich ein Erzählstrang mit der neuen Partei der „Freiheitlichen“, einer rechtslastigen Gruppe, die sich mit neuem Marketing versucht bürgerlicher zu geben. Carola Ott-Petersen eine junge dynamische Frau (zur Vorsitzenden gewählt) und Moritz Lemke, einem ehemaligen Journalist (als Pressesprecher und PR-Profi eingestellt), der eher politisch eher links steht, sollen der Partei ein neues Bild geben. Eckert schildert souverän und nüchtern die Polizeiarbeit, einschliesslich des Konkurrierens einzelner Abteilungen, bis hin zum Verfassungsschutz. „Sprengkraft“ ist ein spannender Thriller, fast dokumentarhaft. Das Buch umfasst nicht nur die Suche nach dem Täter, sondern baut alle ernstzunehmenden Fakten durch die Bedrohung von Terroristen ein, sowie alle gängigen Klischees der Gesellschaft über Muslims. Daneben zeigt er geschickt, wie Politiker sich verbiegen, beim Wähler angenehm herüberzukommen, doch hinter der freundlichen Fassade Wölfe die Strippen ziehen, denen man lieber nicht begegnen möchte. Auch Moritz Lemke muss sich selbst ständig fragen, was er dort gegen Geld eigentlich macht, sich selbst und seine Ideale verrät, nur um die Miete zahlen zu können. Das Buch ist erschreckend realistisch, wozu die nüchterne Erzählweise sicherlich ihr Zutun gibt. Insgesamt ist die Geschichte spannend bis zum Ende. Die Charaktere haben es in sich, denn hier ist niemand gut. Jeder trägt sein Päckchen und seine moralischen Bedenken, mit dem was er tut. Nicht ganz, die ganz Bösen sind halt böse. Ein Buch das die Gesellschaft wiederspiegelt unter dem Aspekt des miteinander Lebens verschiedener Kulturen. Absolut empfehlenswert!

Die Komissare Martin Zander…

Kissss aus Notzingen am 29.12.2012

Bewertungsnummer: 2701153

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Komissare Martin Zander und Anna Winkler sollen einen Fall bearbeiten, der schon über ein Jahr alt ist und wahrscheinlich niemals aufgeklärt werden wird. Zumal das Opfer bekanntermaßen Drogenhändler war und sich die Kreise, in denen es sich bewegte, nicht gerade auskunftsfreudig zeigen. Währenddessen nimmt der PR-Profi Moritz Lemke eine Stelle bei den Freiheitlichen an, einer Partei, die bisher weit rechts angesiedelt war. Lemke soll jetzt den Schwenk zur Mitte vollführen und vor allem begründen. Dabei kommt ihm sehr gelegen, dass eine Bombe hochgeht, die wahrscheinlich von Islamisten gebaut worden ist... Zwischen diesen drei Schauplätzen wird nun hin und her gewechselt: Zwischen der Polizei und ihrer Ermittlungsarbeit, der Partei der Freiheitlichen und den Islamisten. So mancher Rezensent hatte ebendies bemängelt, dass Eckert zu dick aufgetragen, zu viele Baustellen aufgemacht hätte. Tatsache ist, dass dabei die Figuren nur oberflächlich charakterisiert werden, ihre Situation jedoch fühlt sich sehr real an. Da ist zum einen der Druck, unter dem die Ermittler stehen, die Enttäuschung des Islamisten darüber, in seinem Leben nichts erreicht zu haben und die Kaltblütigkeit des PR-Mannes, der die aktuelle Lage für seine Zwecke ausschlachtet. Was eindeutig zu kurz kam war die positive Seite des muslimischen Teils unserer Gesellschaft, schließlich gibt es viele Gläubige, die hier integriert sind und sich von den Radikalen distanzieren. Vielleicht hätte ein Ermittler mit Migrationshintergrund gut getan. Davon abgesehen fand ich "Sprengkraft" äußerst packend, weil sich eben alles genau so abspielen könnte. Die Polizisten sind nicht die strahlenden Helden, als die sie gerne vor allem in amerikanischen Thrillern dargestellt werden, Politiker wie die Vorsitzende der Freiheitlichen zweifeln an sich selbst und der Islamist, blind in seinem Hass gegen die westliche Lebensweise, wird zur echten Bedrohung. Die Auflösung überrascht und schockiert (Zander!), bringt den Roman aber zu einem würdigen Abschluss.

Die Komissare Martin Zander…

Kissss aus Notzingen am 29.12.2012
Bewertungsnummer: 2701153
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Komissare Martin Zander und Anna Winkler sollen einen Fall bearbeiten, der schon über ein Jahr alt ist und wahrscheinlich niemals aufgeklärt werden wird. Zumal das Opfer bekanntermaßen Drogenhändler war und sich die Kreise, in denen es sich bewegte, nicht gerade auskunftsfreudig zeigen. Währenddessen nimmt der PR-Profi Moritz Lemke eine Stelle bei den Freiheitlichen an, einer Partei, die bisher weit rechts angesiedelt war. Lemke soll jetzt den Schwenk zur Mitte vollführen und vor allem begründen. Dabei kommt ihm sehr gelegen, dass eine Bombe hochgeht, die wahrscheinlich von Islamisten gebaut worden ist... Zwischen diesen drei Schauplätzen wird nun hin und her gewechselt: Zwischen der Polizei und ihrer Ermittlungsarbeit, der Partei der Freiheitlichen und den Islamisten. So mancher Rezensent hatte ebendies bemängelt, dass Eckert zu dick aufgetragen, zu viele Baustellen aufgemacht hätte. Tatsache ist, dass dabei die Figuren nur oberflächlich charakterisiert werden, ihre Situation jedoch fühlt sich sehr real an. Da ist zum einen der Druck, unter dem die Ermittler stehen, die Enttäuschung des Islamisten darüber, in seinem Leben nichts erreicht zu haben und die Kaltblütigkeit des PR-Mannes, der die aktuelle Lage für seine Zwecke ausschlachtet. Was eindeutig zu kurz kam war die positive Seite des muslimischen Teils unserer Gesellschaft, schließlich gibt es viele Gläubige, die hier integriert sind und sich von den Radikalen distanzieren. Vielleicht hätte ein Ermittler mit Migrationshintergrund gut getan. Davon abgesehen fand ich "Sprengkraft" äußerst packend, weil sich eben alles genau so abspielen könnte. Die Polizisten sind nicht die strahlenden Helden, als die sie gerne vor allem in amerikanischen Thrillern dargestellt werden, Politiker wie die Vorsitzende der Freiheitlichen zweifeln an sich selbst und der Islamist, blind in seinem Hass gegen die westliche Lebensweise, wird zur echten Bedrohung. Die Auflösung überrascht und schockiert (Zander!), bringt den Roman aber zu einem würdigen Abschluss.

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Sprengkraft

von Horst Eckert

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